Einen
klassischen Weg auf der Suche nach einem Beweis für das Überleben
des menschlichen Geistes, ging der englische Parapsychologe Robert
H. Thouless.
Als
Thouless 1983 starb, hinterließ er zwei verschlüsselte
Botschaften, die aus scheinbar beliebig aneinandergereihten Buchstaben
bestehen. Die Lösung nahm er mit ins Grab. Nur so viel gab er
zu verstehen: Der Code basiert auf einem Schlüsselwort, das er
nie aufgezeichnet hat. Zu Lebzeiten suchte er viele Sensitive auf,
die versuchen sollten, ihm das Schlüsselwort durch Telepathie
"abzuzapfen". Keinem war dies gelungen. Also ging Thouless
davon aus, dass wenn das Schlüsselwort nicht telepathisch aufgenommen
werden kann und zudem auch nirgends niedergeschrieben ist, es also
auch nicht auf hellsichtigem Weg in Erfahrung gebracht werden kann.
Dadurch kann es nach seinem Tode nur noch durch indirekten jenseitigen
Kontakt vermittelt werden. Und sollte es einem Medium je gelingen,
den Code zu knacken, dann nur, weil es mit Robert Thouless im "Jenseits"
Kontakt aufnehmen konnte. Bis heute ist es jedoch noch keinem gelungen,
die Botschaft zu knacken.
Hier
die von Thouless hinterlassenen Codes, die es zu lösen gilt:

Wer
glaubt den Code geknackt und die Chiffren gelöst zu haben, kann
sich an Arthur Berger von der Survival Research Foundation ("Forschungsstiftung
für Überleben") wenden, der die Daten zum Thouless-Code
sammelt.
Doch
einen Haken hat dieser Versuch, wie alle, die das Überleben
des Todes beweisen wollen: Selbst wenn eine mögliche Lösung
gefunden wird, wer garantiert für die Richtigkeit?
Vielleicht
gibt es eine zweite Lösung, die uns richtig erscheint, aber
gar nicht die ist, die Thouless gemeint hatte? Wer weiß darüber
hinaus, ob der Code nicht durch einen geschickten Computerexperten
geknackt werden kann, ohne das Jenseits bemühen zu müssen?
Und letztlich: Wer mag entscheiden, ob die richtige Entdeckung nicht
doch ein, wenn auch höchst unwahrscheinliches, Spiel des Zufalls
war? Alle
diese Versuche, die geistige Weiterexistenz nach dem körperlichen
Tod beweisen zu wollen, stehen und fallen mit unseren vorgefassten
Meinungen über das Jenseits. Woher wollen wir denn wissen,
dass wir alle unsere Erinnerungen nach dem Tode behalten?
Selbst
wenn der Geist von Thouless im Jenseits tatsächlich weiterlebt,
könnte er möglicherweise den Schlüssel zu seinem
eigenen Code vergessen haben. Vielleicht interessiert es ihn gar
nicht mehr, einen solchen "Beweis" zu übermitteln,
weil er mit wichtigeren Dingen beschäftigt ist. Doch wer weiß
das schon so genau? So sehr wir auch versuchen, uns das Jenseits
vorzustellen, wir werden seine Beschaffenheit erst erkennen, wenn
wir unser irdisches Leben beendet haben. Einen streng wissenschaftlichen
Beweis für ein jenseitiges Leben kann es mit den heute akzeptierten
Methoden der Wissenschaft gar nicht geben.