CHILDREN OF THE GRAVE
Vorgeschichte
Im Laufe des letzten Jahrhunderts sind in den USA und in Kanada Tausende von Massengräbern unentdeckt geblieben. Gräber, die ihre eigene und traurige Geschichte erzählen. Es ist die Geschichte von Kindern, die in Vergessenheit geraten
sind, von Kindern die nirgendwo erwähnt werden. Mindestens zwei Drittel dieser Gräber gehören Waisenkindern. Die Identitäten der meisten dieser Kinder sind bis heute ungeklärt.

Diese Kinder wurden der staatlichen Obhut übergeben, weil entweder ihre Eltern oder Großeltern verstorben waren, oder genau diese Menschen sich aus unbekannten Gründen nicht mehr um ihre Kinder kümmern konnten. Manche dieser Kinder hatten das Glück ein liebevolles Heim zu finden.
Die meisten dieser Kinder hatten jedoch ein dunkles und sehr eintöniges und trauriges Leben.

Und gerade in den Wirren des Bürgerkrieges oder der Weltwirtschaftskrise und in den beiden Weltkriegen wurden genau
diese armen Seelen viel zu oft vergessen. Doch nicht nur das, diese Waisenkinder wurden nicht nur vergessen, sie wurden gedemütigt und oft wie Vieh behandelt. Viele dieser Kinder starben deswegen bereits in sehr jungem Alter. Folter, schwere Strafen, falsche oder gar keine medizinische Behandlung prägten den Alltag dieser Kinder. Zu Tausenden in Massengräbern beerdigt, waren die meisten jener Kinder nicht mehr als eine "Nummer".

Grabsteine, auf denen lediglich Zahlen enthalten sind, zeugen noch heute in Nordamerika von jenen Tragödien aus den
alten Tagen. Diese Kinder waren zu Lebzeiten meist verwildert und in außergewöhnlich schlechtem Zustand. Und vor
allem nach dem Tod der "Orphanage-Children" (Waisenkinder) blieben diese meist erdgebunden. An den meisten Orten,
wo man die Seelen dieser Kinder noch spüren kann, gehen sie sprichwörtlich auf die Menschen zu, um eine helfende
Hand zu finden und ihren Schmerz und ihre Trauer zu besiegen.

Sie suchen ihre Mütter und Väter, Geschwister und Großeltern an den Orten, wo sie das größte Leid ihres jungen Lebens erfahren mussten, oder sie wissen nicht, dass sie gestorben sind und verweilen deswegen an dem Platz, wo sie als letztes gelebt haben. In den meisten Fällen wissen diese Kinder nicht, dass sie bei der Suche nach ihren Lieben meistens an den falschen Orten wandeln. Und genau jene Waisenkinder und die Orte, an denen diese Kinder gelebt haben, oder wo sich ihr tragisches Schicksal zugetragen hat, das alles wollen wir in dieser Geschichte hervorheben. Zwei Ghosthuntergruppen aus den USA nahmen sich mit hochmodernen Untersuchungsmethoden diesem Phänomen an.

Dieses ist die Geschichte: "Der Kinder aus dem Grab"
Ab dem Jahre 1850 wurden in den USA mehr als 2 Millionen Kinder bis in die 1980er Jahre offiziell als Waisenkinder geführt.
Die Dunkelziffer soll jedoch bei über 5 Millionen Kindern liegen. Viele der Kinderschicksale lassen sich bis heute nicht nachvollziehen. Einige dieser armen Seelen wurden einfach in den Tagen der Kriege vor den Türen der Waisenhäuser ausgesetzt. Nahrung, Kleidung, das Nötigste zum leben war knapp und viele der Kinder waren krank. Und in jenen
schweren Zeiten wussten sich viele der Eltern oder Großeltern keine andere Lösung mehr, als ihre Kinder in die Hände
des Staates zu geben. Die Kinder wurden meistens einfach auf irgendwelche Züge verladen und quer durch das ganze
Land geschickt, mit unbekanntem Ziel. Genauso viele Kinder gab es jedoch auch, die in Wäldern oder einfach auf der
Straße lebten und dort ihrem Schicksal entgegen gingen.

Die meisten Schicksale der Kinder verlieren sich im Dunkeln. Gewalt, Hass und Elend, waren für diese Kinder an der Tagesordnung, sie wurden behandelt wie Strafgefangene oder Aussätzige und ohne jede Rücksicht auf Gnade. Viele der Kinder aus den Waisenhäusern tauchen bis heute nicht in den Archiven der Städte auf. Die genaue Zahl der Massengräber bleibt im Dunkeln. Nur ein kleiner Prozentsatz der Opfer konnte bis heute zugeordnet werden, so dass diese Kinder
zumindest einen Namen erhielten. Für alle diejenigen, die bis heute noch unerkannt in der Erde ruhen, bleibt nur eine
Nummer auf ihren Grabsteinen zurück. Friedhöfe, Waisenhäuser, einsame Wälder, hier überall kann man sie heute noch aufspüren, jene verlassenen Seelen, die bis heute an ihr Schicksal gebunden sind, die "Children of the Grave".

Der Crown Hill Friedhof in Indianapolis ist bis heute einer der größten Friedhöfe in den USA. Bis ins Jahr 1980 wurden
dort 699 Kinder in Massengräbern beerdigt. 699 ungewollte, verstoßene Kinder. Die meisten der Kinder waren weißer Abstammung, lediglich ein kleiner Teil der Kinder war farbig. Sie kamen aus vier verschiedenen Waisenhäusern in
Indianapolis. Dabei wurden sie damals noch streng nach Rassen, sowie nach Jungen und Mädchen getrennt.

Es gab sogar eigene Eingänge in die Speiseräume der Waisenhäuser, auch hier war alles nach Rassen, sowie Jungen und Mädchen getrennt. Brüder und Schwestern sahen sich meistens an dem Tag als sie das Waisenhaus betraten das letzte
Mal in ihrem Leben, schnell trennten sich die Wege der Kinder, und sie verloren sich aus den Augen. Seltsam ist hierbei anzumerken, dass im Zeitraum zwischen 1850 und 1950 extrem viele dieser ungewollten Kinder einen plötzlichen Tod
starben und zwar zwischen 23,9 und 40,1% der Kinder. Man erklärt dies heute so, dass diese Kinder pro Tag mindestens einen halben bis einen Liter Milch zu sich nahmen. Angeblich war diese Milch mit Formaldehyd versetzt, was zu schweren Vergiftungen geführt haben soll. Viele Kleinkinder und sogar Babys sollen daran verstorben sein.
Die Sterberate der Kinder hörte ab dem Jahr 1950 schlagartig auf. Jedoch noch heute wird hinter vorgehaltener Hand
darüber erzählt, dass in Nordamerika so genannte "Experimente" an mindestens 100.000 Kindern, die nirgendwo
verzeichnet waren, durchgeführt worden sind und auch noch durchgeführt werden. Von Drogeninjektionen über Elektroschocks, bis hin zum stundenlangen Sitzen in Zwangsjacken in dunklen Räumen,
so wurden sie ihren "Heilbehandlungen" unterzogen.

Im Frühjahr 2006 wurde in der Nähe von Montreal ein Massengrab gefunden, das hinter einer Farm liegt. Bei den
Anwohnern wird es nur der "Schweinestall" genannt. Hunderte von Kinderknochen wurden hier gefunden, so dass es
nicht verwunderlich ist, das die Spukgeschichten, die man sich hier erzählt, meistens über weinende und traurige
Kinder handeln, die bei den Menschen nach Hilfe suchen.
Natürlich wird dieser Fund von der Regierung bis heute nicht offiziell bestätigt.

Kinder, die sich dieser so genannten "Heilbehandlung" nicht unterziehen wollten, wurden kurzer Hand als geisteskrank abgestempelt und so wurde es den Regierungen leicht gemacht, mit diesen Kindern zu verfahren, wie sie wollten.
Es deutet vieles darauf hin, dass den Kindern bestimmte Chemikalien per Injektion verabreicht wurden. Diese Kinder
waren nirgendwo wirklich erfasst, so entledigte man sich ihrer auf stille und heimliche Weise. Denn niemand würde diese Kinder vermissen oder suchen. Im Jahr 2005 begann die Paranormal Task Force, der unter anderem namhafte Ghosthunter
wie Buchautor Troy Taylor, Steve La Chance, oder Greg Myers angehören, sich auf die Suche nach dem Phänomen der verschwundenen und spukenden Geister der Kindern zu machen.
Sie drehten beiläufig die Dokumentation Children of The Grave.

 
Auf dem oben genannten Friedhof machten die Ghosthunter in der Dokumentation Children Of The Grave überwältigende EVPs. Vom Schreien eines Babys, den
Geräuschen von spielenden Kindern die singen, war das eindruckvollste eine EVP auf dem scheinbar die Schreie von
Hunderten von Kindern zu hören sind. Kinder die scheinbar nach Hilfe schreien, und den Kontakt zu den lebenden suchen. Jene Aufnahmen und die aus dem Bereich der Zombie Road gelten in Fachkreisen als beste aber auch erschreckendste
EVPs, seit dem mit dem Stimmen- Phänomen gearbeitet wird.
Ein ähnliches Beispiel bietet der Bartonville Friedhof in Peoria, Illinois. Auf diesem Friedhof existierten über
4000 Grabsteine, die nur mit einer "Nummer" versehen waren. Die Nummer steht jeweils für einen Verstorbenen,
der in einem Asyl lebte. Bisher sind lediglich knapp 1500 dieser Leichen identifiziert worden. Die restlichen Grabsteine
wurden im Laufe der Zeit entfernt und ihre Identitäten wurden gelöscht. Bis heute ist der Staat Illinois zu keiner
Auskunft über Gräber und Identität der Verstorbenen bereit. Unmenschliche Zustände sollen im Waisenhaus von
Bartonville geherrscht haben.
Das untertauchen der Kinder unter Wasser soll z.B. gerne von den Aufsehern als Strafe benutzt worden sein.
In vielen Briefen der Kinder wird davon erzählt, dass die Waisenhäuser eher "Konzentrationslagern aus der Hölle“ glichen.
In einem Fall soll sogar eines der Kinder mit dem Kopf in eine Feuerstelle gedrückt worden sein. Man hört auch hier immer wieder die Stimmen von Kindern, die nach ihren Eltern oder Geschwistern rufen, oder es werden kleine Kinder gesehen die tanzend oder singend durch die Räume geistern, und dann plötzlich wieder spurlos verschwinden. Angeblich wurden hier
sogar Puppen und anderes Kinderspielzeug gefunden, das man bis in die 20-er
Jahre des letzten Jahrhunderts zurück datieren kann.
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Children of The Grave
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