Gegenstände,
die sich wie von Geisterhand alleine bewegen, ohne dass ein physikalisches
Eingreifen (sog. Telekinese) von statten geht. Ebenso das Auftauchen
diverser Gegenstände in einem geschlossenem Raum (sog. Apporte)
oder das Gegenteil davon, wo Gegenstände scheinbar im Nichts
verschwinden!
Es
gibt unzählige Möglichkeiten die davon ausgehen lassen,
dass es sich um einen klassischen Spuk handelt z.B.: ein Stuhl verschiebt
sich ganz von alleine, ein Bild das noch eben an der Wand hing, fällt
ohne ersichtlichen Grund herunter, der Wasserhahn wird aufgedreht,
ohne dass jemand in der Nähe ist. Eigentlich
sind einem "Spuk" keinerlei Grenzen gesetzt, wo er letztendlich
seinen Anfang nehmen kann. So ist z.B.: ein weiterer typischer Aspekt
für den "Spuk", dass paranormale Auftreten von Stimmen,
Klopfgeräuschen oder Geräusche deren Ursache nicht zu bestimmen
sind - hierbei sollten jedoch alle physikalischen Ursachen auf jeden
Fall ausgeschlossen sein.
Spukhäuser
nehmen unter den Spukorten den besten Platz ein, meist ist nicht das
ganze Haus mit Spuk behaftet, sondern nur einzelne Räumlichkeiten,
in denen spukhaftes Treiben von statten geht. Doch dies reicht aus,
um die Bewohner des Hauses an ihre psychischen Grenzen kommen zu lassen.
Es
wurde beobachtet, wie blaue oder grüne kugelartige Gebilde durch
die Zimmer flogen oder Fenster und Türen wurden aufgerissen,
auch wenn diese evtl. rostig waren und man sie unmöglich hätte
öffnen können. Möbel
werden verrutscht oder gar umgeworfen und mysteriöse Brände
entstehen deren Ursache nicht auszumachen sind. Dies alles kann soweit
gehen, dass die Bewohner des Hauses lieber ausziehen, als weiterhin
in einem mit Spuk behafteten Haus wohnen zu bleiben.
Die
bekanntesten Definitionen des Spuks sind in zwei Kategorien unterteilt,
in den ortsgebunden (lokalen) Spuk und den personengebunden (personal
- mediumistischen) Spuk.
Der
ortsgebundene Spuk:
Dieser
Spuk ist immer an der gleichen Lokalität auszumachen und das
ist es, was einen ortsgebundener Spuk ausmacht - die Wiederholung
eines Ereignisses an der gleichen Stelle. Der ortsgebundene Spuk kann
in Gebäuden, wie auch im Freien stattfinden. So ist es nicht
verwunderlich, dass diese eben in Burgen, Schlössern, Richtplätzen
an heidnischen oder keltischen Orten, aber auch an Mordstellen, Friedhöfen,
Burgruinen und Kreuzwegen auftauchen. Diese Art von Spukphänomenen
sind zeitlich nicht begrenzt, sie können Jahrhunderte anhalten
und in unregelmäßigen oder gar in regelmäßigen
Intervallen auftauchen.
Ebenso
als ein ortsgebundener Spuk bekannt, ist der so genannte Wegspuk.
Dies zeichnet sich dadurch aus, dass Wanderer wie auch Spaziergänger
ein Stück ihres Weges von einer Wesenheit begleitet werden sollen.
Als
einen ortsgebundenen Spuk bezeichnet man oftmals auch die wiederkehrenden
Geschehnisse eines traumatischen Ablebens einer Person, die zu diesem
Zeitpunkt hin, immer wieder an ein und dem selben Ort gesichtet wurde.
Dieser Spuk macht sich den Menschen gegenüber durch physikalische
Vorgänge bemerkbar, um Aufmerksamkeit zu erregen. Manchmal aber
auch, um Hilfe zu erbitten oder etwas in Ordnung zu bringen, was ihnen
zu Lebzeiten unmöglich war. Durchaus ist es auch möglich,
dass sie selber den Menschen, mit denen sie in Kontakt kommen, helfen
und ihnen zur Seite stehen wollen, sicherlich sind sie aber auch befähigt,
den Menschen Leid zuzufügen.

Der
personengebundene Spuk
Meist
tritt diese Art von Spuk bei Heranwachsenden auf, die sich noch in
der Entwicklung ihrer geistigen und körperlichen Reife befinden.
Der personengebundene Spuk kann Wochen, Monate oder gar Jahre andauern
und meistens hört er so plötzlich auf, wie er begonnen hat. In
seltenen Fällen können auch paranormale Körperverletzungsphänomene
auftreten. Meistens bezeichnet man diese Art von personengebundenen
Spuks auch *Poltergeistphänomene, obwohl dies situationsbedingter
Natur ist, denn nicht jeder Spuk ist gleich ein Poltergeistspuk.
Bei
einem personengebunden Spuk kann es vorkommen, dass die betreffende
Person (Fokusperson) scheinbar wahllosen Attacken ausgesetzt zu sein scheint, so sind heranfliegende
Gegenstände noch eines der kleineren Übel. Es
gibt Berichte, in denen die Fokusperson von scheinbar unsichtbaren
Händen aus dem Bett gerissen wurden und man sehen konnte, dass
diesem wohl Gewalt angetan wurde. Auch gibt es Fälle, wo man
Kratzspuren am Körper ausmachen konnte, auch diesem Spuk scheinen
keinerlei Grenzen gesetzt zu sein. Bei dieser Art von Spuk ist es
möglich, dass man psychischen wie auch physischen Schaden nehmen
kann.
Es
ist hierbei noch anzumerken, dass vorwiegend Heranwachsende scheinbare
Auslöser für paranormale Aktivitäten zu sein scheinen,
aber dies ist keine Grundvoraussetzung - es gibt auch Spukphänomene,
die nicht mit einem Heranwachsenden in Verbindung zu bringen sind.
In
vielen Situationen ist eine psychotherapeutische Behandlung in Erwägung
zu ziehen, dies könnte einem personengebunden Spuk durchaus Abhilfe
schaffen. Es ist möglich, dass durch eine psychischen Effekt
ein vermeintlicher Spuk unbewusst selbst herbeigeführt wurde.
Eines
haben diese Spukphänomene jedoch gemein, man kann diese nicht
bewusst lenken und manchmal verhalten sich die Phänomene den
Menschen gegenüber neutral oder günstig, aber in vielen
Fällen jedoch feindlich oder gar teuflisch.
*Anmerkung:
Der klassische Poltergeist ist
kein intelligentes, unabhängiges Phantom, also kein realer Geist,
sondern eine mentale Projektion bzw. eine unterbewusste Persönlichkeitsabspaltung
- insbesondere seelisch angespannter Pubertierender - die sich in
psychokinetischen Effekten "entladen" kann.
Spuktheorien
1.
Die animistische Theorie:
Spuk werde von Lebenden unbewusst selbst verursacht. Diese Theorie
trifft auf Poltergeistphänomene zu, aber nicht auf ortsgebundenen
und über Jahrhunderte andauernden, beobachteten Spuk, wie etwa
die "Weiße Frau" in sogenannten Spukschlössern.
2. Die spiritistische Theorie:
Spuk werde nur von unabhängigen Wesenheiten verursacht und zwar
von Seelen Verstorbener, die noch immer auf Erden wandeln und nicht
bereit sind, ihr irdisches Dasein zu verlassen, um ins endgültige
Jenseits über zu gehen. Eine
abgeschwächte spiritistische Theorie ist die von Marie-Louise
von Franz vertretene Teilseelen-Theorie: Spuk werde von verselbständigten
Teilseelen bzw. abgespaltenen psychischen Komplexen Verstorbener verursacht,
die sich halb intelligent, halb sinnlos verhalten.
3. Theorien gespeicherter psychischer Eindrücke:
Eleanor Sidgwick war davon überzeugt, Gegenstände/Häuser
könnten seelische Energie aufnehmen und auf sensitive Menschen
übertragen. Ebenfalls vermutete Professor Henry Habberly Price
(Proceedings of the Society for Psychical Research), emotionsgeladene
seelische Eindrücke würden nicht von Gebäuden, sondern
in einer Art von "psychischen Äther" zwischen Geist
und Materie gespeichert (Psychic-ether-hypothesis) werden. Die so
gespeicherten Eindrücke könnten immer wieder wahrgenommen
werden, so entstünde das typische Phänomen, das viele Spukerscheinungen
Krisenereignisse wiederholten.
Diese
Theorie der "Psychic-ether-hypothesis" vertritt auch der
bekannte Parapsychologe Dr. Hans Bender. Er vertrat die Ansicht, dass
sich starke Emotionen örtlich binden können und somit paranormale
Ereignisse begünstigen oder verursachen könnten. William
G. Roll, der Leiter der Psychical Research Foundation in Durham, North
Carolina, erweiterte diese Ansicht zu einer Spektrumtheorie:
Spuk
könne zwar auf gedächtnisähnliche Spuren in der stofflichen
Umgebung zurückgehen, daneben würden aber auch viele Spukphänomene
vom Perzipienten (Wahrnehmenden) unbewusst selbst erzeugt werden,
um emotionale Bedürfnisse zu befriedigen. Es gäbe ein Spektrum
mit den paranormalen Eindrücken auf der einen und den Bedürfnissen
des Perzipienten auf der anderen Seite.
4. Die psychogeographische Theorie:
Verlassene
Gemäuer und Schlösser - im Prinzip alle mystischen oder
unheimlich aussehenden Orte - haben oft (aber eben nicht immer) eine
unheimliche Atmosphäre, die auf die Psyche und die Wahrnehmung
der Besucher einwirken können. So ist es nicht auszuschließen,
dass gar kein spukhaftes Treiben stattgefunden, sondern dass einem
sein eigener Sinn einen Streich gespielt hat.
~*~

Geisterarten
Nach George
Tyrell (Mathematiker und Präsident von Society for Psychical Research
von 1945-1946) gibt es vier oder fünf Hauptkategorien von Geistern
oder Gespenstern.
Experimentiergeister
Bei denen die Geister lebender Menschen durch geheimnisvolle Kräfte
dazu veranlasst werden, anderen an unterschiedlichen Orten zu erscheinen.
Krisengeister
Sie erscheinen Verwandten, wenn den Angehörigen, zu denen sie
gehören, ein furchtbares Schicksal mit Todesfolge zu ereilen
droht.
"Post-mortem"-Geister
Die erst nach dem Tod eines Menschen in Erscheinung treten, aber dem
Verstorbenen so sehr ähneln, dass sie bei der Person, der sie
erscheinen, meist einen tiefen Schock auslösen.
"Echte"
Geister
Die am häufigsten auftauchen und von Menschen gesehen werden,
die überhaupt keine Verbindung zu ihnen haben. Sie können
Jahrhunderte nach dem Todesfall erscheinen, sind aber im Allgemeinen
an eine bestimmte Umgebung, etwa ein altes Gemäuer, gebunden.
Astralgeister
In den altorientalischen Religionen waren sie die Geister der als
beseelt gedachten Gestirne. In der Dämonologie des Mittelalters
sind Astralgeister sowohl gefallene Engel und auch Seelen von Verstorbenen,
als auch aus Feuer entstandene Geister, die - zwischen Erde, Himmel
und Hölle schwebend - keinem dieser drei Reiche angehören.
Abschließend ist noch zu erwähnen, dass obwohl es eine
Vielzahl von wissenschaftlichen Theorien und zahlreiche Dokumentationen
darüber existieren, es dennoch keinen endgültigen bzw. anerkannten
Beweis dafür gibt, dass "Geister" wirklich existieren!