Geister

Spektrale Wesenheiten

In der Umgangssprache nennt man spektrale Wesenheiten wegen ihres subjektiven Charakters gerne etwas abfällig "Geister". Sie wirken zwar in unsere materielle Welt hinein, sind aber nicht Teil derselben. Geister von Verstorben, so sagt man, agieren wie Lebende und glauben ihre frühere Existenz noch innezuhaben. Ihre lebenden Mitmenschen können sie meist gar nicht oder nur selten, unter gewissen anomalen Bedingungen, auf sich aufmerksam machen. Dadurch verwirrt, geraten sie mitunter in Panik, was spukhaftes Geschehen zur Folge haben kann. Nun fragen sich sicher einige: Stimmt das wirklich? Oder ist das alles nur bloß Humbug?

Eine Geistererscheinung wird erzeugt
Fräulein Evans erzeugt eine Geistererscheinung.
Das Bild wurde aufgenommen von Staveley Bulford (Brite, gestorben 1958).
Vermutlich eine Fälschung.

 

Für viele sind Erscheinungen keineswegs Erfindungen von Menschen mit einer allzu üppigen Phantasie, sondern real existierende "Objekte" einer anderen Realitätsebene. Sie hinterlassen bei denen, die irgendwann einmal mit ihnen konfrontiert wurden, oft einen äußerst realistischen Eindruck.

Die Vorstellung der Existenz von "Geistern" ist mit dem Glauben an die Unsterblichkeit der Seele eng verbunden. In der Parapsychologie werden sie durchwegs als halluzinative Manifestationen verstanden. Umgekehrt setzt das Auftreten von Erscheinungen voraus, dass es etwas vom Menschen geben muss, das den körperlichen Tod schadlos überdauert. Und dieses Etwas - ganz gleich wie wir es nennen - Seele, Geister oder Psyche -, scheint jenseits der Raumzeit in einer Art "Überwelt" angesiedelt zu sein. Somit hätte es Zugang zu all den unseren fünf Sinnen verschlossenen Welten.

Über Erscheinungenvon Geister wird schon seit Jahrtausenden in mündlichen und schriftlichen Überlieferungen berichtet. Selbst in den Zeugnissen der Natur- und Kulturvölker wird von ihnen erzählt. Seit Jahrtausenden bemühen sich Schamanen, Philosophen sowie undogmatische Mediziner und Wissenschaftler aller Kulturen, den Körper/Geist-Komplex, die Zusammenhänge zwischen Physis, Bewusstsein und Seele zu ergründen.

Einbrüche fremder Realitäten in unsere materielle Welt hinterlassen bei den meisten von uns begreiflicherweise Verständnislosigkeit, Ängste und Widerwillen. Das ist nicht verwunderlich, denn in diesem Moment stehen wir uns plötzlich Situationen gegenüber, die wir nicht unter Kontrolle haben. Die Zahl derer, die einmal oder wiederholt mit Erscheinungen konfrontiert wurde, dürfte mittlerweile Millionen ergeben. Häufig werden diese Phänomene Gegenstand akribischer Untersuchungen, so vor allem in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Geistererscheinungen zählen zu den interessantesten Erfahrungen der Menschheit, da sie, als typische Bewusstseinsphänomene, ähnlich wie die mediale und instrumentelle Transkommunikation, für das "Überleben" unserer Bewusstseinspersönlichkeiten sprechen könnten.


Dematerialisierung
Die Teil-Dematerialisateion des Mediums Marguerite Beuttinger, um ca. 1920.
Fotograf ist ein unbekannter Franzose. Vermutlich eine Fälschung

 

Es gibt Personen die bezeugen können, dass Aussehen und Verhalten mancher Erscheinungen mitunter so echt wirken, dass man sie noch mit lebenden, real existierenden Personen verwechselt. Sie können direkt oder aus den Augenwinkeln heraus meist nur ganz kurz wahrgenommen werden. Was die Dauer solcher Beobachtungen anbelangt, gibt es natürlich auch Ausnahmen. Nähert man sich ihnen oder spricht man sie an, verschwinden sie entweder allmählich oder übergangslos, was offenbar von der "Eindringtiefe" unseres Bewusstseins in die "andere Realität" abhängt. Diese Wesenheiten überwinden mit Leichtigkeit stoffliche Hindernisse und materialisieren sich spontan an beliebigen Orten, durchdringen Wände und geschlossene Türen.

Ein Großteil der "Geister" wird nur undeutlich, mehr schemenartig, schattenhaft oder verschwommen-verzerrt wahrgenommen. Liegt es vielleicht daran, dass sich das Bewusstsein des Wahrnehmenden in solchen Fällen gegen ein festes Eindringen in die zuvor beschriebenen Bewusstseins-Universen sperrt? Möglicherweise aus Zweifel oder aber auch aus Angst vor fremden Realitäten?

Schauplätze spukhafter Erscheinungen sind nicht allein historische Bauwerke (Schlösser, Burgen, Ruinen), fluchbeladene Herrenhäuser, Friedhöfe und Schlachtfelder. Man begegnet ihnen ebenso in modernen Apartments, in Flughäfen, Bahnhöfen und Konzertsälen. Und dies keinesfalls ausschließlich zur nachtschlafender Zeit im halbwachen Zustand oder im Traum, sondern auch bei helllichtem Tage, im dichtesten Verkehrsgewühl und in Anwesenheit Dritter. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Arten einer Erscheinung. Es sind meist ausgetretene Astralkörper, auch könnten sie von Toten, Sterbenden oder von noch lebenden Personen sein, aber eines haben sie gemein: Sie sind Projektionen des menschlichen Bewusstseins in das Unbewusste anderer Personen, ganz gleich, wo immer sich diese auch aufhalten mögen.


Geistererscheinung

 

Man hat festgestellt, dass die Beweggründe für das Erscheinen "Verstorbener" unterschiedlicher Natur sein können: Reue über begangene Fehler, über Unrecht, das man anderen zeitlebens zugefügt hat, unerledigt gebliebene Vorhaben, eine allzu enge Verbundenheit mit irdischen Besitzständen, der bei einer Gewalttat erlittenen Schock oder das Nichtbegreifen des "Todseins".

Jenseitige Bewusstseinspersönlichkeiten (auch als "Untote" bezeichnet) manifestieren sich auf ganz unterschiedlicher Weise:


- Als "Präsenzen" subjektiv wahrgenommene unsichtbare Wesenheiten
- sichtbare Erscheinungen
- und sogenannte Materialisationen dreidimensional-lebendig wirkende Phantome, die man gelegentlich sogar anfassen kann.


Gerade wegen der Vielzahl gut bezeugter Fälle werden Erscheinungen ernstgenommen und als potentielles Indiz für die Fortexistenz unserer Bewusstseinspersönlichkeiten in einer anderen Realität gewertet.

 

Hologramme des Bewusstseins?

Paranormale Erscheinungen, gleich welchen Ursprungs, werden entsprechend den Vorstellungen einiger rein materialistisch geprägten Wissenschaftler, bislang als Wachtraumprodukte oder schlimmer, als pathologisch bedingte Halluzinationen gedeutet. Doch gerade jüngste Untersuchungen an den Universitäten von Princeton und Nevada haben Gegenteiliges erkennen lassen. Gemeint sind vor allem die temporäre Aufhebung physikalischer Gesetzmäßigkeiten durch den Einfluss übergeordneter Bewusstseinsfelder, sowie des Ursache-Wirkungs-Prinzips, an dessen Stelle der Begriff "Gleichzeitigkeit" auftritt: Unser "Jetzt" entspricht auch allen Zeitpunkten in der Zukunft und gleichzeitig eben solchen in der Vergangenheit. Zeit degeneriert unter dem Gesichtspunkt einer omni-dimensionalen Ewigkeit zum Nichts.


Geistererscheinung am Friedhof


Obwohl dies Albert Einstein schon vor über 80 Jahren postuliert hat, haben die heutigen Naturwissenschaftler selbst noch Mühe, seine waghalsigen Gedankengänge nachzuvollziehen und in die Praxis umzusetzen. Daher schiebt man (Psi-) Phänomene gerne in erkenntnistheoretische Abseit und überlässt deren Deutung lieber Psychologen, Psychiatern, Neurologen und Theologen. Dabei gilt die Einflussnahme unseres Bewusstseins auf unsere materielle Welt allein schon durch die Einführung des quantenphysikalischen Begriffs des "Beobachtereffekts" als erwiesen.


Spektrale Erscheinungen in ihrer unterschiedlichen Darbietungsformen aufgelistet:


- Erscheinungen Lebender sind gewollt oder ungewollt herbeigeführte Astralkörperprojektionen des eigenen Bewusstseins in das Bewusstsein anderer.
Hier zählt auch die Fähigkeit an zwei oder mehreren Orten zur gleichen Zeit zu erscheinen (Bilokation = Zweiörtlichkeit).

- Erscheinungen Sterbender, deren Bewusstsein im Begriff steht, sich vom biologischen Körper zu trennen, um in der Hyperwelt (Jenseits) Aufnahme zu finden. Es gibt es Tausende gut bezeugter Fälle dieser Art.

- Erscheinungen Verstorbener [Psi-Halluzinationen), deren autonomes Trancebewusstsein sich nachts im halbwachen Zustand, im Traum oder in Trance, aber auch bei Tage, in veränderten Bewusstseinszuständen im Unbewussten des Wahrnehmenden manifestiert.

 

 

 

 


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