"Diese
Geschichte fängt mit einem Klischee an.
Dennoch
möchte ich betonen, dass es sich genauso zugetragen hat, auch
wenn ich mir bewusst bin, dass Gläserrücken kein Spiel ist
und man eigentlich zu 98% sich mit seinem eigenen Bewusstsein unterhält!
Es war
am 17.06.1994, als ich mit einer gemeinsamen Freundin auf die Idee
kam, nach langer Zeit mal wieder Gläser zu rücken. Wir trafen
sämtliche dafür notwendigen Vorkehrungen und fingen an,
einen Geist zu rufen, naja aus längerer Erfahrung war dies irgendwie
nicht mehr nötig, denn meistens war der Kontakt auch ohne Anrufung
bereits vorhanden! Nach
einer Weile des Rückens, kam immer wieder ein SOS dazwischen,
was überhaupt nicht in den eigentlichen Ablauf passte und das
ließ mich dann schon stutzig werden. Ich hatte wirklich das
Gefühl, als wollte sich "Etwas" in die laufende Unterhaltung
einmischen und ich fragte, wer denn da sei, daraufhin bekam ich die
Antwort: Evelyne!
Der
Name Evelyne sagte mir rein gar nichts und ich fragte wer sie denn
sei und was sie wolle, sie schrieb zurück: "SOS MAMA".
Ich verstand nicht, was sie meinte und fragte erneut, doch wieder
bekam ich nur ein: "SOS MAMA". Kurz danach kam ein: "SOS
MAMA IN NOT". Ich fragte, wer sie denn sei und welche Mutter
in Not sei und ob man helfen könnte, sie meinte daraufhin: "UNSERE
MAMA IN NOT". Ich war verdutzt, denn wieso sagte sie UNSERE MAMA?!
Ich
sagte ihr, dass mit meiner Mutter alles in Ordnung sei, aber ich nicht
wüsste, wie es ihrer Mutter geht, weil ich sie ja nicht kenne.
Da meinte sie: "ICH BIN DEINE ZWILLINGSSCHWESTER". Ich sagte
ihr, dass ich keine Zwillingsschwester habe und ich war überzeugt,
dass mein allseits bekannter Begleiter mich wieder auf die Schippe
nehmen wollte und testete sie *was im nachhinein eigentlich total
idiotisch war, denn es ist sinnlos eine Frage zu stellen, deren Antwort
man eigentlich selber ja bereits kennt*. Ich fragte nach meinem Geburtstermin
und sie sagte: "12.FEBRUAR 1975" Ich lachte und sie fügte
hinzu: "GEBOREN WURDEN WIR AM 11.01.1975".
Ich
wurde stutzig, denn das Datum war korrekt, also rief ich meine Mutter
an und fragte nach meinem eigentlichen Geburtstermin, denn mir war
nie bewusst, dass ich nie danach gefragt hatte. Für mich war
klar 11.01.1975, dass es natürlich auch einen errechneten Termin
gab und ich ein 8. Monatskind war, hatte ich total vergessen! Meine
Mutter sagte, dass der eigentlich errechnete Geburtstermin der 12.2.1975
war. Ich war wirklich geschockt, denn ich wusste diese Angaben ja
nicht.
Woher
wusste Evelyne von dem eigentlichen Geburtstermin?!
Nach
dem Gespräch mit meiner Mutter war ich irgendwie sauer, ich weiß
nicht warum, aber ich fühlte mich so auf die Schippe genommen.
Ich war davon überzeugt, dass eine Art Neckgeist sich eingeklinkt
hat, um mich mal so richtig auf's Korn zu nehmen und ich antwortete
schon recht flappsig: "Sorry, ich hab aber nur eine jüngere
Schwester, ich bin kein Zwilling!"
Ich
war wiederum über ihre Antwort doch sehr erstaunt, sie sagte:
"DANN GEH DOCH ZU DEINER SCHWESTER!" Sie schien richtig
sauer darüber zu sein, dass ich ihr keinen Glauben schenken wollte.
Ich sagte, dass sie es akzeptieren müsse, ich bin kein Zwilling
und habe eben nur diese eine Schwester. Daraufhin meinte sie: "WIR
HATTEN EINE TOLLE ZEIT IN MAMAS BAUCH!"
Dann
fügte sie noch etwas Seltsames hinzu, sie sagte: "ICH HABE
DIE GLEICHE NARBE WIE DU, NUR AN DER RECHTEN HAND"!
Hört,
hört! Ich war nun wirklich von der Rolle, ich habe in der Tat
eine Narbe auf dem linken Handrücken in Form eines Auges. Ich
bin, wie ihr ja bereits wisst, ein 8. Monatskind und wurde per Kaiserschnitt
auf die Welt gebracht. Sie haben bei der Operation meine Hand aus
versehen mit aufgeschnitten, sodass nun diese hässliche Narbe
meinen Handrücken ziert! Ich
war schockiert, aber zugleich auch sehr fasziniert, denn irgendetwas
war ganz anders als sonst. Dieser Kontakt war so intensiv, so klar,
es war wirklich als wäre etwas am Werk, was unbedingt Kontakt
zu mir suchte.
Die
Unterhaltung wurde auch kein einziges Mal unterbrochen. Alle Antworten
kamen klar und flüssig rüber, ganz anders eben wie sonst.
Es war nicht so, als hätte ich zu dem Zeitpunkt das erste Mal
Kontakt mit Wesenheiten über das Glas gehabt, ich hatte zu diesem
Zeitpunkt bereits 3 Jahre Erfahrung in diesem Bereich! Ich
war wie in einen Bann gezogen, wenngleich ich auch völlig hin
und her gerissen war. Ich wollte nicht glauben was ich da las, aber
rein theoretisch wäre es möglich gewesen, dass ich einen
Zwilling gehabt haben könnte!
Meine
Mutter war mit mir bereits im 5ten Monat schwanger als sie zum Arzt
ging. Ultraschall gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das kam erst
kurze Zeit später. Das war die erste und letzte Untersuchung,
die meine Mutter machen ließ. Evelyne
berichtete mir so einiges, was ich letztendlich immer als Humbug abgetan
hatte. Sie machte mir einerseits Angst, andererseits wollte ich den
Kontakt zu ihr nicht verlieren, ich wollte mehr über sie erfahren.
Ich wollte wissen "wer" oder "was" Evelyne in
Wirklichkeit war! Sie
erzählte mir, dass wir nach der Geburt voneinander getrennt wurden
und dass sie in eine andere Familie kam. Sie erzählte mir, sie
habe ihren Bruder dabei und dass sie ermordet wurden!
Das
war doch mal wieder sowas von typisch, wenn man Kontakt zu einer Wesenheit
hat, dann sind alle immer unter ganz dramatischen Umständen ums
Leben gekommen. Hier war es also auch der Fall, das war mal wieder
so richtig typisch!
Wir
hörten an diesem Abend auf und verabredeten uns kurzerhand für
den nächsten Tag. Ich hatte nicht damit gerechnet, aber kaum
waren unsere Finger auf dem Glas, meldete sich auch schon wieder Evelyne.
Sie bat uns diesmal darum, ein Fotoalbum rauszuholen, sie wollte so
gerne Familienbilder sehen. *Ich wohnte zu dem Zeitpunkt bei meiner
Freundin, Evelyne wollte sich die Bilder von meiner Freundin anschauen*.
Meine Freundin holte ein Fotoalbum raus und schlug es auf. Evelyne
sagte uns immer, wann wir umblättern sollten! Ich
bemerkt recht schnell, dass sich Evelyne eingehend die Bilder von
den Kindern meiner Freundin anschaute oder Bilder von Tieren im Zoo.
Fotos auf denen Erwachsene zu sehen waren, schien sie nicht zu interessieren.
Der
Kontakt war so faszinierend und ich merkte schon recht bald, dass
was immer auch da war, mich bereits gefesselt hatte. Es verwirrte
meine Sinne, es klang zwar alles wie aus einem billigen Horrormovie,
aber dennoch wollte ich, dass ein Funken Wahrheit darin steckt!
So verabredeten
wir uns wiederum für den nächsten Tag und auch diesmal wurde
ich nicht enttäuscht. Der Kontakt war wie erwartet sofort da,
doch diesmal wollte Evelyne was ganz Besonderes, sie wollte malen!
Meine
Freundin hatte einen weißen Wohnzimmertisch und Evelyne wollte,
dass wir am Glas einen Bleistift anbringen, damit sie was auf den
Tisch malen konnte. Also haben wir ihr diesen Gefallen getan, ich
weiß nicht warum, aber ich fühlte mich zu ihr hingezogen
und ich wollte sie nicht verletzen, indem ich ihr etwas abschlug!
Also
befestigten wir einen Bleistift mit Tesa an dem Glas und sie fing
an zu malen. Sie malte Kinderhände auf den Tisch
Dann
wollte sie dass wir den Tisch reinigen und sie fing erneut an zu malen.
Diesmal malte sie ein wirklich hässliches Gesicht und ich fragte,
wo sie denn sowas hässliches gesehen hatte?! Ich nahm zu diesem
Zeitpunkt an, dass wenn man im "Jenseits" ist, man solch
hässliche Fratzen nicht zu sehen bekommt! Sie schrieb als Antwort
auf den Tisch: "BEI MAMA"
Ich
wollte ein Bild von dieser Fratze machen und fragte meine Freundin
ob sie eine Kamera hätte. Sie holte ihren Fotoapparat raus und
schoss ein Bild:

Bild von einer Fratze gemalt von Evelyne
Ich
weiß nicht warum, aber es ließ mir innerlich keine Ruhe
und ich wollte nicht darauf warten, bis wir den Film entwickeln ließen.
Ich fragte meine Freundin, ob sie eine Polaroidkamera habe, denn ich
wollte das Resultat sofort sehen. Sie holte eine Polaroidkamera raus
und fotografierte von der gleichen Stelle aus den Tisch ein weiteres
mal! Mich
traf der Schlag, als das Bild aus der Kamera kam. Irgendetwas stimmte
nicht mit dem Bild, doch meine Freundin meinte, dass sich das Bild
erstmal entwickeln müsste!
Nach
kurzer Zeit meinte auch sie, dass ich wohl recht hätte, das Bild
sah doch ganz anders aus. Es war kaum zu glauben, nachdem das Bild
nun vollständig erschienen war, war auf dem Bild der weiße
Wohnzimmertisch zu sehen. Die
gemalte Fratze war nicht zu erkennen, sondern es sah aus wie eine
Schwarz-Weiß-Fotografie. Man sah ein Mädchen ca. 14 Jahre
alt und ein Baby ca. 8 Monate alt, das grade im Begriff war, seinen
Daumen in den Mund zu stecken!
Wir
waren wirklich geschockt und konnten die Augen nicht ablassen von
dem Bild. Es war irgendwie weniger schockierend diese zwei Kinder
auf dem Bild zu sehen, sondern es war erschreckend, dass das Mädchen
aussah wie ich in diesem Alter. Es glich mir wirklich fast bis aufs
Haar!
Nach
kurzer Zeit, erschienen auf dem Bild rostrote Punkte, die langsam
an den Körpern runter lief. Es hatte den Anschein, als würden
die Körper bluten. Nochmals einige Minuten später erschien
in der Mitte der Körper helle Lichtpunkte, die sich langsam über
die ganzen Körper ausbreitete und die Körper im Nichts verschwinden
ließen!
Das
Einzige, was man jetzt noch auf den Bildern erkennen kann, sind hellgelbe
Schatten an den Stellen, wo das vermeintliche Blut runter gelaufen
ist. Die eigentliche Fratze ist so nicht mehr zu erkennen, nur das
Glas lässt erahnen, dass es sich dabei um das gleiche Bild handelt!

Um
die gleiche Ansicht zu haben, wie ich sie damals hatte, muss man das
Bild auf den Kopf drehen. Dort wo jetzt das Datum und die Uhrzeit
steht, waren die Köpfe der Kinder. Man muss das Bild also um
180° drehen!
Info: Zwischen den beiden Bildern liegt eine Zeitspanne von ungefähr
2 Min. vor!
Es hat
auch über 4 Jahre gedauert, bis ich festgestellt habe, dass eine
Anomalie auf dem Bild zu sehen ist. Wenn
man genau hinschaut, sieht man auf dem normalen Foto die Fratze und
auch das Glas ist sehr gut zu erkennen. Das Seltsame aber an diesem
Bild ist, dass der Bleistift - wenn man genau hinsieht - nicht außerhalb
von dem Glas ist, sondern quer in dem Glas drinsteckt und außerhalb
am Glas ist noch sehr gut das Tesa zu erkennen!
Das
Komische daran ist aber, dass das Glas von uns nicht berührt
wurde. Auch steht das Glas verkehrt herum auf dem Tisch, also mit
dem Boden des Glases nach oben. Der Bleistift ist größer
als das Glas selbst. Es ist eigentlich nicht möglich, dass der
Bleistift quer im Glas stecken kann, da das Glas eigentlich dann eine
schiefe Position einnehmen würde.
Während
man auf dem Polaroidbild wiederum gut erkennen kann, dass der Bleistift
außerhalb vom Glas befestigt ist und dass der Bleistift auch
weit über das Glas hinausragt.
Nach
diesem wirklich seltsamen und zugleich schockierenden Ereignis, wollte
ich keinen Kontakt mehr zu Evelyne haben. Es war mir zu suspekt und
ich konnte und wollte nicht annehmen, was ich mit eigenen Augen gesehen
habe.
Doch
werde ich je wieder eine Begegnung mit Evelyne haben??..."
Fortsetzung...
- Nicky
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