EVP - Electronic Voice/Video Phenomena
Anleitung nach "Akribator"


EVP ist die Aufnahme von Geistern oder Toten auf einen Datenträger. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Arten von EVP:

Bild-EVP (Electronic Video Phenomena) und Ton-EVP (Electronic Voice Phenomena). Beim Bild-EVP bringt man die Geister oder die Toten (was es nun ist, darüber wird noch gestritten) auf ein Bild - meistens am Fernseher. Beim Ton-EVP nimmt man die Stimmen der Geister auf.

Beim Bild-EVP kann man nur die Gesichter oder Umrisse der Geister sehen, welche meistens sehr undeutlich sind. Beim Ton-EVP dagegen kann man dem Geist Fragen stellen, die dieser nicht selten beantwortet. Allerdings ist hier eine gewisse Vorsicht geboten, denn man kann sich nie 100%ig sicher sein, was der Geist gesagt hat. Denn es ist so, dass Außenstehende, die bei der Aufnahme nicht dabei waren, im Nachhinein etwas Anderes verstehen oder gar nichts hören. Daher sollte man bei beiden EVP-Arten von möglichst vielen Personen beurteilen lassen, damit man auf ein klareres Ergebnis kommt.

 

Im Folgenden werden die Funktionsweisen beider Techniken ausführlich erklärt.

WICHTIG:
Mit der EVP-Methode beschwört man keine Geister. Man lässt sie sich auch nicht manifestieren, sondern man befragt sie, oder zeigt sie auf einem Bild. Wenn der Geist nicht antworten will, wird man nichts hören und wenn der Geist nicht gesehen werden will, wird man ihn nicht sehen. Daher kann man also sagen, dass es eine der ungefährlichsten Methoden ist, mit Geistern/Toten in Kontakt zu treten. Allerdings sollten die Techniken nicht von psychisch labilen Menschen oder Personen mit schlechten Erfahrungen im Umgang mit Geistern praktiziert werden. Weltweit ist noch kein Fall einer Attacke durch einen EVP-Geist aufgetreten. Es ist aber trotzdem davor zu warnen, da jeder Mensch auf gewisse Begebenheiten anders reagiert.

 

Bild-EVP

Hierzu braucht man (möglichst) einen Fernseher (man kann auch einen anderen Monitor verwenden), eine Videokamera und (wenn möglich) einen PC, an den man die Kamera oder den Fernseher anschließen kann, um dort die Aufnahmen besser auszuwerten.

EVP - Electronic Voice Phenomena
Auch über PC mit Videokartenanschluss möglich!


Zuerst schließt man die Kamera an den Fernseher an und achtet darauf, dass beide Geräte so eingestellt sind, dass das, was die Kamera aufnimmt, direkt an den Fernseher gesendet wird und der dieses darstellt. Stellt der Monitor dar, was die Kamera aufnimmt, platziert man die Kamera so, dass sie das komplette Monitor-Bild aufnimmt. Sie darf aber nicht mehr und nicht weniger aufnehmen - das könnte das Ergebnis verfälschen. Nun nimmt also die Kamera auf, was der Monitor darstellt und der Monitor stellt dar, was die Kamera aufnimmt. Das führt zu einem so genannten "Backloop". Dabei werden meist auch "Bildfehler" dargestellt. Streifen und Flecken sind in Ordnung - daraus bilden sich nun die Gesichter der Geister.

Es ist zwar eigentlich egal, ob man Einzelbilder aufnimmt oder eine Videosequenz, jedoch, wenn man eine Sequenz aufnimmt, dann sollte diese nicht länger als 2 Minuten sein, sonst braucht man für die Auswertung sehr lange, da man jedes einzelne Bild der Sequenz unter die Lupe nehmen sollte.

Das Nächste wäre also schon die Auswertung. Dazu sollte man am besten die Bilder auf den PC übertragen und mit einem Programm öffnen, welches die Möglichkeit bietet, die Farben, den Gammawert, die Helligkeit, den Kontrast und die Schärfe zu regulieren - diese Funktionen sind wichtig für die Auswertung. Es gibt aber keine Pauschallösung, ob ein kontrastreiches Bild besser ist, als ein kontrastarmes oder ein Schwarz/Weiß-Bild besser als ein Farbiges. Das sollte man selber entscheiden, schließlich sieht jeder Mensch anders.

Hinweis:
Die Bilder sollten erst NACH der Speicherung auf einem Datenmedium bearbeitet werden, um einen Verlust der Originalbilder zu vermeiden.


Ton-EVP:

Hinweis:
Da die Aufnahmen am Besten am PC bearbeitet werden können und dort mit dem wenigsten Datenverlust zu rechnen ist, wird hier nicht auf die weiteren Möglichkeiten z.B. per Kassettenrekorder oder Handy eingegangen. Außerdem haben die meisten Menschen ein Mikrofon oder ein Headset.

Für diese Technik braucht man auch nicht viel: Ein Mikrofon, ein PC und ein Radio oder Fernseher reichen aus. Empfehlenswert wäre es, wenn das Programm Audacity 1.2.4 auf dem PC installiert wäre - zur besseren Auswertung der Aufnahmen.


Zu beziehen unter Audacity.net.
Programm ist gratis! Einfach aufs Logo klicken.

Als Erstes schließt man das Mikrofon an den PC an und startet das Programm. Dann macht man das Radio oder den Fernseher an. Beim Fernseher wäre darauf zu achten, dass ein Kanal eingestellt ist, bei dem nur weißes Rauschen kommt. Beim Radio sollte entweder auch eine Frequenz eingestellt sein, bei der man nur Rauschen hört - man kann aber auch einen ausländischen Radiosender einstellen, allerdings sollte man möglichst noch ein Rauschen im Hintergrund haben und man darf kein Wort von dem Sender verstehen, was sonst die objektive Beurteilung der Aufnahme beeinträchtigen könnte.

Es ist noch wichtig, dass das Mikrofon so liegt, dass das Hintergrundgeräusch und man selber gleich laut ist.
Hat man alles soweit, kann man die Aufnahme starten mit dem großen roten Button links oben in Audacity. Sobald die Aufnahme begonnen hat, kann man eine Frage stellen. Bei den ersten Fragen sollte man z.B. danach fragen, ob jemand anwesend ist und wenn ja, wer es ist. Hat man einen Namen oder dergleichen, kann man anfangen, konkretere Fragen zu stellen. Beispielsweise kann man nach der Herkunft und dem Vorhaben fragen. Hat man die Frage gestellt, wartet man ein paar Sekunden - am Besten zwischen 10 und 20 Sekunden, dann stoppt man die Aufnahme.


EVP - Bild, Audiacity

Bevor man sich nun an die Analyse setzt, sollte die Aufnahme gespeichert werden. Erst dann sollte man mit der Auswertung beginnen. Empfehlenswert ist es, die Aufnahme ein paar mal in voller Länger anzuhören. Hierbei kann man schon einmal "Probehören". Wenn man ohne Bearbeitung schon eine Stimme hören kann, ist zu erwarten, dass sie auch von anderen Personen gehört wird. Versteht man jedoch nicht was gesagt wird, sollte man versuchen, mit dem Entrauscher zu spielen. Dazu markiert man die gesamte Aufnahme in Audacity und klickt auf "Effekte > Rauschentferner". Dort schiebt man den Regler erst mal ganz nach links und klickt dann auf "Rauschprofil ermitteln". Dann muss man noch einmal auf "Effekte > Rauschentferner".

Nun kann man auf "Rauschentfernung" klicken. Das gröbste Rauschen sollte nun entfernt und die Stimme auch deutlicher sein. Ist das Rauschen noch zu stark, macht man den Vorgang rückgängig mit der Tastenkombination STRG + Z und wiederholt den Vorgang des Entrauschens, allerdings sollte nun der Regler etwas weiter nach rechts gesetzt werden.

Hat man verstanden, was die Stimme sagt, sollte man sich das notieren und die entrauschte Datei abspeichern. Nun kann man mit einer neuen Aufnahme fortfahren, wenn man möchte.

 

Weiterer Tipp zur Filterung der Stimme:

Hat man eine Aufnahme in Audacity, kann man auf die Spektrum-Ansicht wechseln, indem man links oben, neben dem X auf Tonspur klickt. Es öffnet sich ein Menü, in dem man verschiedene Ansichten auswählen kann, darunter auch Spektrum. Bei dieser Ansicht sieht man die Intensität der Frequenzen, auf denen der Ton liegt. Das "Spektrum" reicht von 86 Hz bis 8 kHz. Je roter und "voller" der Bereich ist, umso
intensiver liegt der Ton auf dieser Frequenz.

Es kann passieren, dass man eine Stimme aufnimmt, die von den tiefen bis mittleren Tönen übertönt wird. Das ist ungefähr der Bereich von 86 Hz bis ca. 5 kHz. Alles darüber wird oft von den Frequenzen darunter "verschluckt". Um dieses Problem zu umgehen, gibt es ein in Audacity eingebautes Tool. Eigentlich sind es zwei, aber das Zweite braucht man seltener. Sie können die Töne auf bestimmten Frequenzbereichen herausfiltern und so die anderen Frequenzen "bloßlegen". Man markiert die Stelle, an der man einen bestimmten Frequenzbereich herausfiltern möchte, und klickt dann auf "Effekt > High-Pass Filter".

Dadurch erhält man ein Eingabefeld und einen Schieberegler. In das Feld kann man eine Frequenz eintragen (bis zu der von 86 Hz) womit diese dann herausgefiltert werden. Alle Frequenzen über dem angegebenen Wert bleiben erhalten. So kann man beispielsweise sehr hohe Stimmen leichter aus einem tiefen oder sehr lauten Rauschen herausfiltern. Der Low-Pass Filter funktioniert genauso wie der High-Pass Filter, nur fängt er nicht bei 86 Hz an, sondern bei 8 kHz. Mit ihm kann man die hohen Frequenzen herausfiltern. Allerdings wird er - wie bereits geschrieben - seltener gebraucht.


Hinweis:

Die Stimme kann sich nur aus einem Hintergrundgeräusch bilden. Das sollte, wenn möglich, ein gleichmäßiges Rauschen sein, wie von einem Radio oder TV. Allerdings ist es auch möglich, Wasserplätschern oder das Reiben zweier Gegenstände zu verwenden. Auch gleichmäßiger Straßenlärm ist möglich.

Man sollte die Aufnahmen ebenfalls möglichst vielen Personen vorspielen, damit genauer herauskommt, was der Geist gesagt hat. Im Übrigen ist es nicht wichtig, dass man möglichst hochwertige Mikrofone hat. Ich habe mit einem 3 Euro-Mikrofon gute Aufnahmen erzielt.

 

Zu den Disskussions-Threads in unserem Forum:

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Somit ist jeder interessierter Leser herzlich dazu eingeladen, mitzudiskutieren!

 
 

 


 

 


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