Paranormale Untersuchung
3. Beispiel einer durchgeführten PU und deren Auswertung

Paranormal Investigations

Zu guter Letzt nun ein Beispiel einer durchgeführten PU und deren Auswertung:


_________________Wawa berichtet: __________________


"...Vor einiger Zeit las ich in einem Forum über einen Fall. Dort sollte angeblich immer, an einer bestimmten Stelle in der Wohnung, ein Schatten erscheinen. Ich versuchte zuerst über das Forum in schriftlicher Form Hilfestellung zu geben, bot aber an - da es in meiner Region lag - mal zu schauen, ob da was ist. Das Angebot wurde angenommen und wir verabredeten uns an neutralen Orten, um weiteres zu besprechen und uns kennen zu lernen. Bei dem Treffen stellte ich durch Befragung erst mal sicher, dass kein offensichtlich psychologisches Problem oder Alkohol/Drogenkonsum vorlag, dann wäre nämlich eine PU sinnlos und die Antwort in den persönlichen Problemen zu suchen. Ebenso musste Stress oder Schlaflosigkeit ausgeschlossen werden. Dieses kann schon zu "Erscheinungen" führen.

Ich erzählte im Gespräch etwas über das Vorgehen bei einer PU und hatte Glück, dass mein Gegenüber sich schon gut mit dem Thema Paranormal auskannte und sogar "sensitiv" war. Ich ließ mir nun exakt Berichten, was dort in der Wohnung vor sich ging, fragte nach Zeiten, Orten, Häufigkeit, nach dem wie und wie stark die Erscheinung ist. Es gibt übrigens Klassifizierungen der Stärke eines Phänomens, das erleichtert das Gespräch, um z.B. im internationalen Forum oder Chat eine Situation darzustellen. Die Klassifikation in den USA (International) sieht folgendermaßen aus:



Klasse 1

Geräusche so wie Klopfen, Tippen, das Schließen von Türen, Schritte usw. keine Manifestationen einer Erscheinung.

Klasse 2

Alle in 1 genannten Punkte mit der Steigerung: Flüstern, Stimmen und das Schweben lassen von Objekten, ohne dass sie angefasst wurden. Das Verschwinden von Objekten und ihr späteres Wiederauftauchen an einem anderen Platz. Keine Manifestationen einer Erscheinung.

Klasse 3

Alle in 1+2 genannten Punkte mit der Steigerung: unerklärliche Düfte/Gerüche, Manipulation von Haushaltsapparaten oder elektrischen Apparaten. Keine Manifestationen einer Erscheinung.

Klasse 4

Alle in 1-3 genannten Punkte mit der Steigerung: Manifestationen einer Erscheinungen, in ganzer Form oder teilweise.

Klasse 5

Alle in 1-4 genannten Punkte mit der Steigerung: körperliches und oder mentales Angreifen auf Menschen und Tiere, in einem Gebiet oder Gebäude.

 

Nun verabredeten wir ein Termin zur PU, die ich und mein Gegenüber alleine in kleiner Form durchführen wollten.

Die Tage bis zur PU nutzte ich, um einen Plan zu machen, wie wir am Besten vorgehen und was zu tun war. Nach den Örtlichkeiten die mir genannt wurden, konnte ich schon grob den Standort für die Kamera festlegen und das Zubehör bestimmen. Da ich zu jener Zeit beruflich sehr gebunden war, wollte ich neben der "Ausschlussmessung" gleich einen "Sitdown" machen, mit einer offenen Fragerunde in dem Raum, um vielleicht Informationen von der "feinstofflichen Seite" zu bekommen.

Am PU-Tag vergewisserte ich mich, ob alles Einsatzbereit war. Das Wichtigste bei der Vorbereitung des Materials: Immer neue Video- oder Tonkassetten benutzen, um Fehler zu vermeiden! Wenn Digitalgeräte benutzt werden entfällt dieses natürlich. Im Vorfeld sollte man noch die Objektive der optischen Geräte und die Taschenlampen kontrollieren.

Dann war es soweit, ich betrat die Wohnung das erste Mal. Es ist immer wieder ein spannender Moment und man sollte tunlichst darauf achten, dass man seine Emotionen etwas steuert. Deshalb ist das "Akklimatisieren" wichtig. Ich nahm mir genügend Zeit, mich auf die Räumlichkeiten einzustimmen und sprach erst mal mit meiner Bekannten, die heute sogar Gruppenmitglied im PRG-HH ist, wie die Tage nach unseren ersten Treffen verlaufen waren. Ich versuchte mich beim "Aufwärmen" sensitiv einzustimmen auf die Wohnung, ich muss nun dazu sagen, dass ich erst seit kurzem auch in dieser Richtung Erfahrungen sammle und mich bemühe, mit meinen anderen gegebenen Sinnen wahrzunehmen.

Nun fingen wir an, eine "Ausschlussmessung" durchzuführen. Jeder nahm ein EMF-Dekoder in die Hand und wir suchten die Wohnung nach starker Strahlung ab, diese kann schon eine Ursache für "Unwohlsein" bis hin zu "Erscheinungen" sein. Es ist wirklich erschreckend, wie viel Elektrosmog in der Luft ist, durch schlechte Isolation oder Elektrogeräte verursacht. Bis auf eine Stelle in der Wohnung war es aber soweit im Rahmen des Normalen. In der Umgebung des Hauses befanden sich auch keine Hochspannungsleitungen, Industrie- oder Produktionsstätten. Funkmasten oder Bahnstrecken gab es auch nicht. Da ich nicht die Möglichkeit hatte Wasseradern aufzuspüren, fragte ich nach gehäuftem Blitzeinschlag im Haus, dieses wurde aber verneint.

Paranormal Investigations


Als nächstes bereiteten wir den "Sitdown" vor. Dieses "Hinsetzen" bedeutet nichts Anderes, als dass man sich mit den Messgeräten und einigen Sachen für einen Move-Test (Bewegungstest) vor die Kamera setzt, dabei noch den Ton mit einem separaten Gerät aufzeichnet. Dabei ist es leise und im Idealfall absolut dunkel, um seine Wahrnehmung zu schärfen und das trügerische "Auge" als Hauptsinnesorgan aus zu bremsen. Währen des "Sitdowns" ist es wichtig, dass die Anwesenden immer ihre Empfindungen den Anderen laut mitteilen, genauso wie selbst verursachte Geräusche. Diese Aussagen sollten später auf das Protokoll übernommen werden und optische oder akustische Aufzeichnungen der Geräte untermauern. Es gibt da einen schönen Satz, den man sich merken sollte:

"Bei der Übereinkunft zweier unterschiedlicher Reaktionen - gemeint ist z.B. EMF-Dekoder schlägt an und Streak ist auf dem Videoband in dem selben Moment zu sehen - kann man schon sicherer sagen, dass eine Anomalität erfasst wurde"

Ein weiterer Bestandteil eines "Sitdowns" kann eine offene Befragung in den Raum sein, um vielleicht Informationen der feinstofflichen Seite zu bekommen.
Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Art der kleinen "Transkommunikation" nichts mit Gläserrücken, Pendeln oder den Einsatz von einem sogenannten Ouija-Board zu tun hat. Diese Techniken bergen Gefahren und sollten nur gezielt und mit geübten Personen eingesetzt werden, dann können sie als Kommunikationsmittel gute Dienste erweisen. Ich würde eher in solchen Situationen ein Medium bitten, einen Kontakt her zu stellen.


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Wir führten bei meiner Bekannten einen "Sitdown" mit Befragung durch. Nach dem Zusammenpacken sprachen wir noch über den Abend und den Empfindungen die wir hatten. Ich fuhr dann nach Hause und begann mit der Auswertung die, wenn man es alleine macht, Tage dauert. Fotos, Video, Ton objektiv und skeptisch zu betrachten, kostet Zeit und Energie. Vieles hört oder sieht man erst beim zweiten oder dritten Mal und muss anschließend mit den Anwesenden besprochen werden. Woher kommt das Geräusch? Warst du das?
Hast du die Kälte punktuell empfunden? War das Fenster wirklich zu? Es kommen viele Fragen, die zu klären sind, wenn man keine Fakes produzieren will.

Zum Abschluss wird das Protokoll erstellt (Beispiel):

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Data Hamburg für 27.09.2005/20.00 Uhr

Temp:
16,1C / Luftfeuchte 91%/ Luftdruck 1006,8 hPa/ Niederschlagsmenge 0mm/ Windstärke 0ms/ Windrichtung 330, Sicht klar, Neumond

Ort: Musterstraße
PU:
3, 74563 HH

Zeit: PU: 19.00 - 21.30

Anwesende:
Corinna H., Bärbel S, Felix V. Gabi K.

Geräte:
2x EMF / 1x EVP / 1x NS-Video / 2x Digicam / 1x IR-Temp, Tischtennisbälle für Move-Test

Ausschlussmessung: negativ
EMF-Dekoder: negativ
EVP-Recording: negativ
Foto: Pic 025 unklar, Figur im Türrahmen?
NS-Video: Streak bei Minute 22,34 mittig, 2 sek.
IR-Temp: Schwankungen + - 2.5 Grad C Minute 12,41 /26,11/ 29,05

Move-Test: negativ

sensitiv:
zwischenzeitig punktuelle Kälte bei (Name) , Minute
26,05, 29,20
Gefühl eines Händedrucks bei (Name), Minute 11,17
Brustdruck, erhöhter Puls bei (Name), Minute 18,30
bis Minute 22,40
(Name) empfindet durchgehend die Präsenz des
Feinstofflichen im Bereich, jetzt aber auch im Raum

Fazit:
Nach Auswertung des Videos wurden 2 Soundabnormalien festgestellt.
Diese sind aber nicht dem feinstofflichen Gast zuzuordnen und ein Thema für sich.
Vorschlag wäre, mit mehreren Teilnehmern den "Sitdown" zu wiederholen und eine gezieltere Befragung durchzuführen. Nach meiner Einschätzung keine negative Energieform der Klasse 4, ohne
akustische Auffälligkeit, ohne Manipulation von Gegenständen.

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So nun wären wir am Ende der kleinen Exkursion des Themas "Paranormale Untersuchung" angelangt. Ich hoffe nun, bei nicht zu vielen Lesern eine Illusion zerstört zu haben, kann aber mit Gewissheit sagen, auch wenn sich alles ein wenig trocken und ungruselig anhört, spannend ist es allemal.



Vielen Dank für das Interesse.
- wawa -


~*~

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