Barri Ghai (Lead Investigator UK) Laura Chalmers (Investigator & Case Manager) Simon Buckle (Investigator & Technical Manager) Bongo (Spiritualistisches Medium) Rob Powell (Trainee Investigator)
Vorbericht von: Bongo
Allgemeine Geschichte Stockwell
1285 – Das Rittergut South Lambeth wurde in Stockwell und Rittergut Vauxhall aufgeteilt.
1523 - Sir John Leigh, Herr des Gutes, gründete die erste Stockwell Kirche.
1555 – Königin Mary I übergab das Stockwellgut an den Vicomte Montagu als Anerkennung seiner Dienste während der Rebellion des Herzogs von Northumberland und Sir Thomas Wyatt.
1683 – Ein Teil des Guts wurde an John Howland verkauft, dessen Tochter Elisabeth den Herzog von Bedford heiratete. Ihre Mitgift beinhaltete Land in der Nähe der heutigen Landor Road.
1767 – Die Kirche von St. Andrews wurde in Stockwell Green gebaut - Land, das vom Herzog von Bedford gestiftet wurde (die älteste Kirche in Lambeth nach St. Mary-at-Lambeth).
1802 – Das Gutshaus von Stockwell wurde in einer Auktion verkauft.
1840 – In Stockwell wurden die ersten Häuser in der Park Road und Cresent gebaut.
1870 – Charles Spurgeon, Pastor des Metropolitan Tabernecle, baute das Stockwell Waisenhaus (heute steht dort die Stockwell Park Schule).
1873 - Vincent van Gogh wohnte in der Hackford Road Nummer 87.
1878 – Der Dichter Sir Edward Thomas wurde in der Landford Gardens Nummer 14 geboren. Er kämpfte im ersten Weltkrieg und starb 1917 in Arras.
1890 – Am 4. November wurde der Stockwell Bahnhof der neuen Linie von London City nach Süd London Stockwell vom Prinzen von Wales eröffnet.
1921 – Das Stockwell Kriegsdenkmal mit Glockenturm wurde errichtet. Heutzutage wird der Hauptteil der Gedenkfeier hier ausgetragen.
1942 – Luftschutztunnel wurden neben dem Stockwell Bahnhof gebaut. Sie wurden allerdings nicht vor 1944 geöffnet, als der Blitzkrieg schon längst vorbei war. Ursprünglich waren sie auch als zukünftiger Teil des North Line Express Zuges geplant.
1945 - Violette Szabo, eine britische Agentin, die im zweiten Weltkrieg in Frankreich operierte, wurde verhaftet und im Ravensbruk Gefängnis hingerichtet. Sie wohnte in der Burnley Road und bekam nachträglich das George Cross verliehen.
1948 – Die SS Windrush brachte 500 westindische Immigranten nach England, von denen viele in den Luftschutztunneln zwischen Stockwell und Clapham Süd untergebracht wurden.
Der Name Stockwell (erste Erwähnung 1197) bedeutet die Quelle beim Baumstumpf oder Wald und kommt vom altenglischen stocc + wella. Bis zum 17. Jh. gab es einen Stockwell Forst. Das Gut Stockwell wurde im 13. Jahrhundert gegründet, als König Edward es in die Güter Stockwell und Vauxhall teilte. Ortsansässige Händler bauten noch vor Ende des 18. Jahrhunderts Häuser entlang der Clapham Road und der Stockwell Road. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die ersten befestigten Straßen gebaut und der größte Teil der Stockwell Parkgegend entstand zwischen 1840 und 1850.
Der erste Tiefbau-Tunnel für die Untergrundbahn der Strecke Stockwell / King William Street wurde gebaut und 1890 eröffnet..
St. Michael’s Road
Die Straße verläuft in West-Ost Richtung von Stockwell Park Cresent zur Stockwell Road. Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Häuser mit ihren kleinen Vorgärten sind terrassenförmig angelegt. Dort, wo Häuser auf beiden Seiten der Straße stehen, empfindet man die Straße als sehr eng - fast schon wie eingezäunt. Der Charakter ist eher der eines Vorortes mit seinen überwiegend im italienischen Stil gehaltenen Details. Einen interessanten Gegensatz dazu bilden die Häuser im neugotischen Stil.
Stockwell Spiritualist Kirche
1936 zogen die Brixton Spiritualisten in die Kirche in der St. Michael Road in Stockwell. Während der letzten 72 Jahre wurden regelmäßig Messen, physische Seancen, Entwicklungskreise und Heilsitzungen abgehalten. Die Kirche hat keinen offiziellen Friedhof, doch haben viele Unterstützer der Kirche ihre Asche im Garten der Kirche begraben lassen. Die Kirche hat den Ruf die meisten metaphysischen Phänomene zu beherbergen, verglichen mit anderen spirituellen Kirchen Londons.
Ich habe selber Beispiele dieser Phänomene gesehen, insbesondere eine Blumenvase, die während einer Messe von einem Regal flog, viele hörbare Phänomene, wie Klopfen, Schläge, Stimmen und Gelächter. Regelmäßig sieht man geisterhafte Lichter und noch häufiger Orbs und andere seltsame Objekte auf Fotos, die in der Kirche gemacht wurden. Wir haben schon oft Schritte gehört, ebenso, wie das Geräusch der sich öffnenden und schließenden Vordertür, obwohl diese verschlossen war. Außerdem gibt es zwei Katzengeister, die regelmäßig auftauchen, sowohl in der Kirche, als auch im Garten und Besucher berichten häufig von dem Gefühl, dass ihnen eine Katze um die Beine streicht.
Andere Phänomene, von denen berichtet wird, sind Apportationen (paranormaler Transfer von Gegenständen von einer Stelle zur anderen, oder das Erscheinen eines Gegenstandes, von dem keiner weiß, woher er kommt): mehrfache Begebenheiten von geisterhaften Luftzügen, leuchtenden Erscheinungen und ektoplasmischen Nebeln.
Video Clips:
Diese Clips wurden während eines Reinigungsrituals des Stockwell-Kreises aufgenommen. Beachten Sie bitte den unteren Teil des Bildschirms.
Zusammenfassung
G.P.S wurde von Bongo, unserer medialen Beraterin, gebeten, die spiritualistische Kirche in Stockwell zu untersuchen, bei der sie Mitglied ist. Wir sollten dort dem Kreis zur Entwicklung medialer Fähigkeiten unsere Arbeitsweise vorstellen und anschließend eine Untersuchung machen, bei der der Kreis eine Weile anwesend sein würde, um uns bei unserer Arbeit zu beobachten.
Außerdem wurden wir gebeten ihre Arbeitsweise anhand eines Beispiels zu dokumentieren.
Das Team und ich trafen am Samstag, den 9. August 2008 gegen 19 Uhr in der spiritualistischen Kirche ein und wurden von Bongo und den etwa 20 Mitgliedern des Entwicklungskreises begrüßt.
Sobald Ruhe eingekehrt war, durfte ich zu den aufmerksamen Mitgliedern des Kreises sprechen und ihnen unser Team vorstellen, unsere Arbeitsweise und das Equipment, das wir benutzen. Sie stellten viele Fragen und waren sehr gespannt darauf uns bei der Arbeit zu sehen.
Anschließend machten wir die Lichter aus und machten zwei experimentelle EVP- Aufnahmen, bei der jeder der Anwesenden im 10 Sekundentakt eine Frage stellte.
Hier ist ein kurzer Ausschnitt der ersten Aufnahme, bei der eines der Medien des Entwicklungskreises eine zufällige Frage stellt und man kann in der Pause zwischen der folgenden Frage eine Antwort hören.
EVP
EVP amplified
Während dies geschah, machten Investigator in Ausbildung Rob Powell und Investigator Simon Buckle Fotos von Stellen, an denen sie Geräusche hörten oder an denen die Medien Präsenzen spürten.
Auf den meisten Bildern, die in dem Zeitraum gemacht wurden, sieht man „Orbs“, die verstärkt vor den Samtvorhängen vor der Tür des Raumes auftreten.
Wir schlossen echte Orbs aus, denn es war offensichtlich, dass es sich dabei um Staubpartikel handelte, die vom Blitzlicht beleuchtet wurden.
Bei einer Gelegenheit, noch früher am Abend, spürte ich eine starke Präsenz rechts von mir und erwähnte dies vor der gesamten Gruppe.
Eines der Mitglieder machte in dem Moment dieses Foto. Es zeigt einen sonderbaren Nebel, der bei meinem Mund und auf meinem Arm Form annimmt.
Wir schließen aus, dass es sich dabei um kondensierten Atem oder Rauch handelt, denn die Temperatur im Raum lag während der ganzen Nacht zwischen 22 und 23°C und wir rauchten nicht im Gebäude.
Investigator & Technical Manager Simon Buckle machte ungefähr gegen 22.30 Uhr ein Foto, das etwas zeigt, das eine rote schwebende weibliche Erscheinung zu sein scheint. Jedoch konnten wir nach ausgiebiger und gewissenhafter Analyse ausschließen, dass es sich dabei um etwas Paranormales handelt. Tatsächlich ist es eine seltene technische Lichtanomalie, verursacht durch die Brechung des Lichtes des Blitzes.
Gegen 0 Uhr verabschiedeten sich die Mitglieder des Entwicklungskreises und wir verschlossen die Türen. Die Lichter wurden wieder ausgemacht und wir beschlossen weitere Experimente mit den drei verbliebenen Medien und unserem Team durchzuführen.
Wir fanden es sinnvoll nun weitere EVP´s aufzunehmen, da sich nun wesentlich weniger (körperliche) Personen anwesend waren.
Nach dem ersten Versuch meinten Bongo und die beiden anderen fortgeschrittenen Medien, dass wir vielleicht bessere Ergebnisse erzielen würden, wenn sie sich an einen Tisch setzten und ihre Energien in einer Art Seance fokussieren würden.
Diese Methode erschien uns ziemlich unorthodox und entspricht so gar nicht unserer Arbeitsweise, doch wir fanden, dass es vielleicht helfen könnte, mögliche anwesende Energien in der Kirche zu konzentrieren. Ich wollte dieses Experiment unbedingt gefilmt haben und auch noch zusätzliche Tonaufnahmen machen, da dieses Material möglicherweise einen besseren Einblick in diesen Bereich des Medialen und des Spiritualismus bieten würden.
Ich legte das digitale Aufnahmegerät in die Mitte des Tisches und die drei Frauen begannen Fragen zu stellen, mit der Bitte, um sofortiges Bemerkbarmachen durch physische oder auch hörbare Zeichen.
Zwei der Medien holten eine Frau und einen Mann herbei, deren Anwesenheit sie spürten, doch sie bekamen keine Antworten.
Wir beschlossen in das angrenzende Heilungszimmer zu gehen, um mit dem Experiment fortzufahren. Sobald wir dort alles aufgebaut hatten, sahen und hörten wir, wie sich die Tür zu den Toilettenräumen schloss und klapperte.
Ich entschied, dass wir uns neben diese Tür setzen sollten, um sie zu beobachten, während die drei Medien mit ihrer Sitzung fortfuhren. Ich fühlte mich dort überhaupt nicht wohl und musste meinen Platz verlassen. Das Gefühl war sehr stark, eine Art von starker Paranoia.
Die Sitzung wurde mit einem Mal interessant und die Medien spürten, dass es vor einigen Jahren in diesem Teil des Gebäudes einen verdächtigen Todesfall gegeben hatte und dass die weibliche Energie die der ermordeten Seele war, die sie herbeigeholt hatten.
Da ich solchen Sitzungen extrem skeptisch gegenüber stehe, besonders der des Tischrückens, entschied ich mich dafür, mich den drei Damen anzuschließen und meine Fingerspitzen ebenfalls auf die Tischplatte zu legen.
Nach einigen Minuten kippte der Tisch auf dramatische Weise, indem er sich an der mir gegenüber liegenden Seite anhob. Dies war unglaublich und für alle Anwesenden recht aufregend. Wir haben glücklicherweise Fotos und Videoaufnahmen von diesem Ereignis gemacht.
Während all dies geschah, hörten wir außerdem noch ein Weinen vom anderen Ende des Raumes. Simon hat dieses unheimliche Geräusch ebenfalls auf dem Video mit aufgenommen.
Das Kippen des Tisches kommt zwischen Minute 5 und Minute 7 auf dem Video, das Weinen bei ca. 13:17.
Ich verließ den Tisch und die Medien setzten die Sitzung fort, um weiter Informationen über die Seelen, die im Raum waren, zu bekommen. Ich sah mich im Raum um und machte mehrere Fotos. Ich unterbrach meine Arbeit kurz, um durch die Scheibe aus gefrostetem Glas in die Haupthalle der Kirche zu schauen, als ich dort eine nach vorne gebeugte Gestalt auf einem der Stühle sitzen sah. Ich winkte Rob zu mir, der dies sofort bestätigte. Ich sah weiter durch die Scheibe, während Rob schnell in die Halle der Kirche ging. Sobald er den Saal betrat, spürte er, wie er es beschreibt, eine Art von Elektrizität, so als ob der ganze Raum aufgeladen wäre. Die Gestalt, die wir durch das Fenster gesehen hatten, konnte er nirgendwo entdecken und auch ich sah sie, als ich durch die Scheibe blickte, buchstäblich vor meinen Augen verschwinden, als ob sie niemals da gewesen wäre.
Ich beschloss die Untersuchung zu beenden und wieder in die Haupthalle zu gehen, um die Ereignisse zu besprechen und unser Equipment einzupacken. Mittlerweile war es 3 Uhr morgens.
Schlussfolgerung
Wir finden, dass die Untersuchung im Großen und Ganzen gut gelaufen ist und es war eine gute Trainingsmöglichkeit für unsere Trainees. Obwohl die Beweise für die Anwesenheit paranormaler Aktivität gering waren, haben wir es doch geschafft einiges an gutem Beweismaterial zu sichern. Fotografisches Material war in diesem Fall schwer zu entlarven. Es gab dutzende von scheinbaren Orbbildern, die sich jedoch alle als Staubpartikel erwiesen, die vom Blitzlicht beleuchtet wurden. Dies kann ganz klar durch das Videomaterial bewiesen werden, das mit Infrarotlicht aufgenommen wurde.
Das Foto, das von Simon aufgenommen wurde und ein rotes schwebendes Gesicht zeigt, schien zuerst einzigartig und unglaublich, doch nach näherer Analyse und Diskussion kamen wir zu dem Schluss, dass es sich dabei um eine seltene technische Lichtanomalie handelt, die durch die Brechung des Blitzlichtes verursacht wurde. Tatsächlich handelt es sich bei dem roten schwebenden Gesicht um unsere mediale Beraterin Bongo, die direkt am Tisch darunter sitzt.
Das Tischrücken ist unserer Meinung nach ziemlich seltsam und einmalig, da wir es nur bei diesem Fall angewendet haben und das ja auch nur um die Arbeit der Medien zu dokumentieren. Es war offensichtlich, dass niemand der Anwesenden den Tisch absichtlich angehoben hat und das Weinen, das auch auf dem Video zu hören ist, war für alle, die es wahrgenommen hatten, sehr eigenartig. Wir können dieses Phänomen nicht erklären, außer dass es von dem weiblichen Geist kam, der zu der Zeit mit den drei Medien kommunizierte.
Alles in allem ist die Stockwell Spiritualisten Kirche tatsächlich ein ganz besonderer Ort. Das Energieniveau durch den psychischen Entwicklungskreises, der sich häufig dort trifft, ist sehr hoch. Unsere Untersuchung hat nur wenige Ergebnisse hervorgebracht, daher können wir nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob es dort wirklich spukt, doch unser Instinkt und unsere persönlichen Erfahrungen lassen uns doch glauben, dass dies der Fall sein könnte. Ich denke, dass die Geister/Seelen, die an dem Abend anwesend waren, nicht unbedingt dorthin gehören und dass sie eventuell nur „auf Durchreise“ waren oder sich an eines der Mitglieder des Entwicklungskreises angehängt haben, oder erst durch sie gerufen wurden. Ich würde die Kirche gerne noch einmal untersuchen, vielleicht sogar die ganze Nacht, doch auf jeden Fall mit weniger Leuten, vorzugsweise nur mit meinem Team.
G.P.S dankt dem Präsidenten der Spiritualistischen Kirche und all ihren Mitgliedern dafür, dass sie uns eingeladen haben und wir diese Untersuchung bei ihnen durchführen durften.
Die Fotos dieser Untersuchung kann man sich hier ansehen: Stockwell Fall
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