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PU "Keller in Rochlitz" PRT-S/SRT-L Drucken E-Mail
PU´s - PRT-S - Untersuchungen
Geschrieben von: PRT-S   
Sonntag, 18. April 2010 um 20:38
Paranormale Untersuchung "Kellergewölbe in Rochlitz"

Grund der Untersuchung war diesmal kein Hilfegesuch oder eine Spukgeschichte. Fear war 2009 eine Zeitlang bei dem Besitzer des Gebäudes angestellt und bekam durch Zufall die Gelegenheit, sich die Unterkellerung einmal anschauen zu dürfen. Nach der kurzen Erläuterung des Eigentümers zum Keller, stand für Fear fest, dass diese Räume einmal einer Untersuchung dienen würden. Die Untersuchung beruht also rein auf Eigeninteresse.

Geschichte des Kellers:
Ursprünglich besaßen die Anwohner der Rathausstraße in Rochlitz (einer 995 erstmals erwähnten Stadt) das Braurecht und so wurde unter anderem auch dieser Keller um ca. 1390 angelegt und hauptsächlich als Bierlagerkeller genutzt. Ein genaues Datum ist nicht nachweisbar, wurde aber von einem Experten nachträglich durch z. Bsp. gotische Rundbögen datiert. Die Gebäude darüber wurden erst zwischen 1804-1817 gebaut und waren Familienwohnsitz der Familie Winkler und Manufaktor für Webereierzeugnisse.

Störend bei den Bauarbeiten dürfte die Völkerschlacht gewesen sein. Denn während dieser reichten die Unterkünfte bzw. die Lazarette nicht aus ...

Zitat:
Eine viel schlimmere, als die im 7jährigen Kriege verlebte Zeit, brach mit Napoleon`s Emporschwingen auf den französischen Thron über Rochlitz herein. Schon in den Jahren 1805 und 1806 wurden bedeutende preußische und badensche Truppenmassen theils hier einquartiert, theils durch dirigirt. 1808 rückten wieder 12-13.000 Mann Franzosen, die aus Schlesien nach Spanien marschirten, hier durch. 1809 rückte die ganze sächsische Armee auf ihrem Marsche nach der Donau, wie auch französische, westphälische und holländische Truppen hier durch. Ebenso in den Jahren 1810 und 1811 war unser Rochlitz fortwährend mit Einquartierungen der verschiedensten Truppen geplagt. Doch das eigentliche Elend, mit fast nicht zu erschwingenden Opfern, brachten erst die nächsten Jahre, wo in Rochlitz, als Etappenort, fast alle durchziehenden Truppen Quartier nahmen.
Im Jahre 1812, wo der Krieg mit Rußland entbrannte, waren es meist Franzosen, Bayern und Italiener, welche auf ihrem Marsche nach Rußland hier Quartier nahmen, während im nächsten Jahre auch Russen, Preußen, Österreicher hier vielfach einrückten. Im März 1813 allein waren einquartiert 12 Generale, 129 Stabs-Offiziere, 749 Subalternoffiziere und 12.725 Unteroffiziere und Gemeine. Vom 7.-12. April befand sich Blücher`s Hauptquartier und die königl. Prinzen in unserer Stadt.

Diese nächtigten Aufzeichnungen zufolge in den Gebäuden über dem Keller. Dieses ließ sich durch akribische Aufzeichnungen des ehemaligen Eigentümers nachweisen.

Zeitungsbericht 1
Zeitungsbericht 2

Zitat:
Vom April 1813 bis September 1814 hatte Rochlitz im Ganzen in Quartier: 185 Generale, 350 Obersten, 141 Oberstlieutenants, 1.098 Stabs-Offiziere, 12.534 Subaltern-Offiziere und 152.521 Unteroffiziere und Gemeine.
Die dadurch entstandenen Schulden der Stadt beliefen sich auf 19.357 Thlr. 1 Gr. 10 Pf.
Zu all diesen Lasten kam nun noch öfter die Besorgnis, die Stadt durch ein Gefecht zerstört zu sehen, doch blieb es hier glücklicherweise bei der Besorgniß, ohne daß dieselbe sich verwirklicht hätte.
Ein anderer Uebelstand war aber der, daß durch die vielen hier untergebrachten Kranken sich Nerven- und Lazarethfieber verbreiteten.
Im März 1813 passirten die Reste der Bayerschen Armee, aus Rußland kommend, unsere Stadt, und da es fast lauter Kranke waren, so sah man sich genöthigt, sie in der Hospitalkirche unterzubringen. In einer einzigen Woche kamen hier circa 1.000 Kranke durch ...


komplette Quelle oder "Chronik der Stadt Rochlitz und Umgegend" Friedrich Bode (1865, S.129-131)

Nach einer Vorbegehung durch Fear, Erde und den Eigentümer D. Zobel, begannen die Planungen für die Untersuchung und aufgrund der Raumaufteilung wurde das SRT-Leipzig (Caro und Daniel-Leipzig) hinzugezogen.

Bericht der Untersuchung durch PRT-S und SRT-Leipzig

Datum: 3.4.2010 (17-24 Uhr)
Teilnehmer: Fear, Erde, Blutelfchen und ihr Mann Andreas (PRT-S)
Caro und Daniel-Leipzig (SRT-Leipzig)
Equipment: 2 Digitalkameras, 1 Spiegelreflex
2 Olympus-Voicerecorder
2 Sony - Handycams
4 EMF-Checker
1 Gaußmaster
3 IR-Thermometer
versch. Materialien für die Move-Tests (Essen, Schreibzeug, Seidenschal, Zigarre)


Nach Betreten des Kellers, Vorbegehung, Aufteilung der Geräte und Einteilung in Teams wurde der Keller in 2 PU-Objekte eingeteilt, die dann von beiden Teams im Wechsel besucht wurden um Grundmessungen und erste Aufnahmen vorzunehmen.

     

 Bereits nach diesen Begehungen gab es gewisse Ungereimtheiten, die unerklärlich waren und es größtenteils auch nach ausgiebiger Suche nach Ursachen auch blieben.

Gemeint sind hier Temperaturschwankungen und EMF-Ausschläge.
Seltsam war hier, dass ein Raum bei Betreten wärmer war als beim Verlassen, was völlig unlogisch ist, da sich der Raum ja normal erhitzen müsste wenn überhaupt. Dieses Phänomen zog sich durch den kompletten Abend, Temperaturunterschied betrug immer so ca. 2-3°C.
Schrittgeräusche konnten hierbei später durch Nachstellung dem anderen Team oder vorbeigehenden Passanten zugeordnet werden.

Eine zweite Begehung mit dem Ziel von EVP-Aufnahmen wurde wieder im Wechsel durchgeführt. Dabei steigerten sich diese seltsamen Phänomene noch. Andreas hatte den Gaußmaster bei sich, der in einer Ecke wie wild ausschlug und das Maximum von 9 Milligauß anzeigte, Usprung unbekannt.
Während des Wechsels wurde das Gaußmaster übergeben mit dem Zweck, dass das andere Team dem auch mal auf den Grund gehen sollte. Das tat das Team, fand aber erstmal nichts ... weder in der Ecke noch an den genannten Stellen. Jedoch gab es so einige Stellen am Boden, an denen es nennenswerte Ausschläge gab. Auf diese wird momentan nicht weiter eingegangen, da das erst noch mit dem Besitzer geklärt werden muss. Das PRT-S geht momentan davon aus, dass sich unter der Erde entweder Granit befindet oder aber noch etwas aus den 600 Jahren Geschichte übrig ist.
Im Anschluss ließ sich das Team Fear zu einer aktiven EVP-Session nieder, bei der es zu einem tollen Vorfall kam. Es wurden Fragen gestellt und Fear hielt während der Befragung das Gaußmaster in der Hand. Dieses war auf sensibel gestellt und vor dem Körper.
Nachdem sie sagte "du darfst mich auch küssen" kam der erste Ausschlag. Auf Nachfragen und Aufforderung, näher zu treten und dieses "Zeigerspiel" (Gaußmaster) zu wiederholen wurde es interessant.
Es schien so als spiele dieses Energiefeld mit Fear.
Das andere Team wurde sehr schnell dazugeholt. Leider gibt es von dieser Szene trotz der relativ schnellen Reaktion keine vernünftige Videoaufnahme und es hatte dast den Anschein, als wurde dieses "Etwas" verschreckt durch die Aufregung. Das freischwebende Magnetfeld war weg und konnte auch nach "Suchen" erstmal nicht wiedergefunden werden. Zeugen dafür sind demnach leider nur Blutelfchen und Erde.

Nach diesem Vorfall wurde beschlossen, ein paar Movetests aufzubauen und das Gebäude für eine längere Pause zu verlassen. Einer der Movetests bestand darin, eine große, relativ schwere Stumpenkerze in den Boden zu drehen damit sie stabil steht und anzuzünden.
Bei Wiederkehr nach ca. 2 Stunden waren alle Movetests bis auf den Kerzentest ergebnislos. Was diese Verschiebung ausgelöst hat, ist bis dato unbekannt. Man kann allerdings davon ausgehen, dass es wohl keine Erderschütterung war, da sich dann die anderen Tests mit wesentlich leichterem Material ebenso verändern hätten müssen.

   

Nach gründlicher Beratung wurde beschlossen, die ersten Kellerräume, die leider in der untersten Etage komplett mindestens 20 cm unter Wasser standen außer Acht zu lassen aufgrund der scheinbar höheren Konzentration von Vorfällen im Keller unter der Basis.
In diesem Keller wurde dann alles für einen längeren Sitdown vorbereitet.
Andreas platzierte sich nahe dem Eingang zum zweiten Gewölbe während der Rest des Teams nahe dem Ausgang saß. Er hatte den Gaußmaster bei sich und ein IR-Thermometer mit dem er während des Sitdowns Temperaturunterschiede an der hinteren Wand von ca 5°C bis auf -1,5°C maß, die dann allerdings wieder stiegen. Auch der Gaußmaster meldete häufig erhöhte Konzentration, die aber sehr wahrscheinlich auf das Energiefeld zwischen Kamera und dem Rest der Geräte entstand.

Verschiedene Fragen wurden gestellt, auch in Fremdsprachen wie Französich, Russisch und Englisch. Die Aufnahmen sind ergebnislos.
Auch ein Marsch, der in die Zeit Napoleons passen dürfte (Name unbekannt) wurde abgespielt - ebenfalls ohne Reaktion.
Andreas wurde für eine Dauer von ca. 10 Minuten auf eigenen Wunsch allein zurückgelassen und stellte aktiv Fragen in den Raum, aber auch während dieser Zeit geschah nichts außergewöhnliches.

   

Der Termin für die nächste Untersuchung steht bereits fest und da Fear jederzeit in die Gewölbe hineinkann, wird es wohl eine Langzeituntersuchung werden und es ist geplant, auch mal über einen längeren Zeitraum Geräte zu positionieren. Auch der Boden wird soweit es der Denkmalschutz zulässt einer Untersuchung dienen sowie die EMF-Werte noch einmal einer Überprüfung unterzogen werden. Eventuell könnte die hohe Luftfeuchte oder das stehende Wasser eine Rolle dabei spielen.

Videos kommen noch, allerdings ist noch etwas anderes diesbezüglich in Planung, das erst abgewartet werden muss und noch nicht spruchreif ist.

Das komplette Team bedankt sich recht herzlich beim Eigentümer der Kellergewölbe für das Vertrauen und die Unterstützung.
Auch an die PRG-HH geht ein riesengroßes Dankeschön für die Leihgabe diverser Geräte. Ihr seid toll!
Auch an Caro und Daniel ein Danke ... es hat sehr viel Spaß gemacht, mit euch zusammenzuarbeiten.

 



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