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Burgruine Kaiserswerth 05.12.09 Drucken E-Mail
PU´s - PU-NRW - Untersuchungen
Geschrieben von: Lucifel   
Montag, 01. März 2010 um 23:02

Dies ist der Bericht zur Untersuchung der Burgruine Kaiserswerth in Düsseldorf, durchgeführt von der Paranormal Research Unit NRW am 05.12.2009.
Ort: Burgruine der Kaiserpfalz Kaiserswerth in Düsseldorf
Teilnehmer: Lucifel, Marry, JayBee, Polarwolf, Terry
Wetter: 9°C, phasenweise Nieselregen (und ein ordentlicher Guss)
Ausrüstung: 3 Digicams, 1 digitales Diktiergerät, 1 digitaler Recorder, 2 GaussMaster, 1 IR-Thermometer


I. Geschichtlicher Hintergrund.
Die Festung Kaiserswerth in ihrer zuletzt bestehenden Form entstand im späten 12. Jahrhundert als Kaiserpfalz für Friedrich Barbarossa. Sie wurde über die Jahrhunderte mehrfach belagert.
Zerstört wurde Kaiserswerth im Jahr 1702 nach einer dieser Belagerungen.
Auf der Festung war zu dieser Zeit eine große Gruppe Franzosen (laut Augenzeugenbericht 5000) stationiert. Ab dem 16. April 1702 belagerte eine Allianz aus Holländern(/Habsburgern) und Preußen Kaiserswerth. Es kam zu mehreren blutigen Vorstößen und insgesamt massiven Zerstörungen der Festung. Die Kriegshandlungen endeten am 15. Juni 1702 mit der Kapitulation der Franzosen.
Kaiserswerth war durch die Kampfhandlungen bereits stark geschädigt worden. Die Alliierten zerstörten den noch bestehenden Rest, soweit sie konnten. Einige Mauerreste blieben jedoch bestehen.
Ein Augenzeugenbericht nennt 6000 Tote auf Seiten der Alliierten. Inwiefern diese Zahl (und auch die Zahl der Franzosen) korrekt ist, können wir so nicht mehr beurteilen. Wir können die Zahlen aus dem Augenzeugenbericht lediglich als Richtwerte zu Hilfe nehmen. Da der Verfasser des Berichts allerdings nicht namentlich bekannt ist, sind die Angaben mit Vorsicht zu genießen. Aber selbst wenn bei dieser letzten Belagerung „nur“ insgesamt 4000 Menschen gestorben sind – das ist immer noch eine ziemlich hohe Hausnummer. Und auch vorher wurde dort viel Blut vergossen.
(Quellen: Augenzeugenbericht, sowie B. Ebhardt: Der Wehrbau Europas im Mittelalter, Bd. 1)

II. Erste Begehung - bei Tageslicht (ab ca. 15 Uhr).

Gegen 15 Uhr erreichten wir die Burgruine. Um mögliche Fehlerquellen früh zu erkennen, sahen wir uns zunächst die Umgebung der Burgruine an. Die noch stehende Mauer der Ruine zeigt zum Rhein hin. Wegen des Schiffsverkehrs könnten brummende Störgeräusche auf den ESP´s zu hören sein. Es gibt Wege um die Ruine, die trotz des schlechten Wetters gelegentlich von Fußgängern benutzt wurden. Außerdem ist ein Teil der Ruine mit losem Kies aufgeschüttet worden – zumindest auf Terrys ESP´s konnte sie das Knirschen bereits ausmachen. Bis kurz vorher hatte es außerdem geregnet – deshalb mussten wir leider mit dem ein oder anderen Fehler durch Wassertropfen oder reflektiertem Licht auf den Bildern rechnen.
Während JayBee und Polarwolf nun Messungen mit dem GaussMaster und Audio- sowie Fotoaufnahmen in der Ruine durchführten, kümmerten sich Lucifel, Marry und Terry um den Außenbereich.
Nach dieser ersten Begehung zogen wir uns zu einer Besprechung zurück und planten die zweite Untersuchung.


III. Zweite Begehung – ohne Tageslicht (ab ca. 17:15 Uhr).

Zunächst wieder mögliche Fehlerquellen: Es waren deutlich weniger Menschen unterwegs als vorher, aber gelegentlich kam doch noch jemand vorbei (was aufgrund der Lage kaum vermeidbar war). Zwischenzeitlich gab es noch einmal Nieselregen. Der Schiffsverkehr blieb bestehen, war aber etwas weniger geworden.  Dazu kam dann noch der hell erleuchtete Weihnachtsbaum in der Mitte der Burgruine, den wir bei unseren Fotos vorsichtshalber großräumig ausgelassen haben.
Die Messungen in der Ruine führten JayBee, Polarwolf, Marry und Terry durch, während Lucifel sich um den Außenbereich kümmerte.
Unsere zweite Begehung dauerte ungefähr eine Dreiviertelstunde.


IV. Vorläufiges Fazit.

Die endgültige Auswertung von Bild- und Tonmaterial erfolgt voraussichtlich zum Wochenende. Vorher wird Terry noch keine Details zu etwaigen Ergebnissen posten.
Was wir aber schon heute sagen können ist: Unsere Zusammenarbeit als Team war wirklich großartig! Alle verhielten sich mehr als rücksichtsvoll und haben sich gegenseitig unterstützt. So wünscht man sich das!
Zudem wurde Marry von Lucifel und Terry zu einem vollwertigen Mitglied der Paranormal Research Unit NRW hochgestuft. An dieser Stelle noch einmal: Willkommen im Team! 

 

Hier sind ein paar Übersichtsfotos von der Burgruine Kaiserswerth.

 

 



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