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Privathaushalt Minden 20.02.2010 Drucken E-Mail
PU´s - PU-NRW - Untersuchungen
Geschrieben von: Lucifel   
Dienstag, 02. März 2010 um 00:15
Dies ist der Bericht zur Paranormalen Untersuchung eines Privathaushalts in Minden, durchgeführt von der Paranormal Research Unit NRW am 20.02.2010.
Um die Privatsphäre der Hausbewohner zu schützen, veröffentlichen wir zu dieser PU keine Fotos!

Teilnehmer: Lucifel, Marry, JayBee, Polarwolf, Terry

I. Die Vorbesprechung: Vorkommnisse, beziehungsweise Erlebnisse der Hausbewohner.
In diesem Haus wohnt ein Ehepaar mit seinem erwachsenen Sohn. Der Sohn bewohnt eine Wohnung im 1. Stock des Hauses, die genauso geschnitten ist wie die Wohnung der Eltern im Erdgeschoss. Im Erdgeschoss gibt es bis auf die Tür zum Eingangsbereich und die Türen nach draußen nur Schiebetüren, im 1. Stock nur ‚normale‘ Türen. Erbaut wurde das Haus in den 1960ern, eingezogen ist das Ehepaar in den 80ern. Die Familie hat zwei Hunde.
Das Ehepaar im Erdgeschoss hört häufig, wenn der Sohn nicht zu Hause ist, charakteristische Schrittgeräusche auf dem Laminat im ersten Stock. Im Gegenzug hört der Sohn, wenn seine Eltern nicht zu Hause sind, aus dem Erdgeschoss Schritte auf dem Laminat und lautes Knallen der (schweren) Haustür. Das Ehepaar berichtete, dass die Frau eines Tages – als sie allein zu Hause war – ebenfalls die Haustüre zuschlagen hörte. Der Mann habe sie einige Zeit zuvor beim Verlassen des Hauses allerdings fest hinter sich zugezogen.
Der Mann und sein Sohn haben beide (mit gut 20 Jahren Abstand) das gleiche Erlebnis im oberen Schlafzimmer gehabt: Sie fühlten sich ins Bett gepresst und konnten sich nicht rühren. Der Vater sagt, das Bett habe sich zudem bewegt. Bei seinem Sohn habe sich das Bett nicht bewegt.
Außerdem berichteten die Bewohner über Schritte im gefliesten Treppenhaus. Das obere Schlafzimmer ist laut Sohn „nicht schlafbar“, er schläft lieber im Wohnzimmer. Die Eltern haben im unteren Schlafzimmer massive Schlafprobleme und berichten, es wäre „eiskalt“. Auch der Flur wäre „eiskalt“, selbst wenn das Fenster geschlossen sei. Einmal ist der Mann aufgewacht und hatte Atemprobleme, die Luft sei „dick wie Rauch“ gewesen. Der Sohn hat mehrfach aus dem Bett im oberen Schlafzimmer gehört, wie im nebenan gelegenen und leeren Wohnzimmer jemand über das Laminat gelaufen sei und die Schränke geöffnet und geschlossen habe.
In diesem Haus sind 3 Menschen gestorben. Der Großvater der Frau im oberen Schlafzimmer, die Mutter der Frau in einem kleinen Schlafzimmer im Erdgeschoss, der Vater der Frau erhängte sich auf dem Dachboden. Die Bewohner sagten: „Dieses Haus hat nichts Gutes erlebt“. Sie berichteten von schweren Krankheiten, an denen sie und ihre Tiere gelitten haben (und teilweise auch noch leiden). Die Hunde gehen nur ungern in den ersten Stock und bleiben dort nicht lange.
Wir fragten unter anderem nach Schimmelbefall, Nagetieren und dem Zustand der Heizung. Die Hausbewohner berichteten, es habe weder Schimmel noch Ratten, Mäuse oder ähnliches Getier gegeben und die Heizung wäre auch in Ordnung.

II. Begehung und Messungen.
Unsere Untersuchungen begannen gegen 15 Uhr.
Mit einem eingeschalteten Diktiergerät zur passiven Aufnahme begaben wir uns auf einen Rundgang durch das Haus, vom Keller bis zum Dachboden. Dabei machten wir außer Fotos auch mehrfache Temperaturmessungen in jedem Raum, wobei wir die Ergebnisse in einen Grundrissplan des Hauses einzeichneten. Wir verwendeten auch einen Baufeuchtemesser.

Uns fiel auf, dass die Fußböden in beiden Stockwerken sehr laut knarrten. Um zu testen, ob man das Knarren aus dem Erdgeschoss wirklich bis in den ersten Stock hören kann, teilten wir uns auf: JayBee und Polarwolf verblieben mit einem Walkie Talkie im unteren Schlafzimmer, während Lucifel, Marry und Terry sich mit einem anderen Walkie Talkie ins obere Schlafzimmer begaben. Es war uns tatsächlich möglich, mittelschwere Schritte von unten zu hören! Umgekehrt klappte das natürlich besser... Aber dass man die Schritte im Erdgeschoss tatsächlich bis in das obere Schlafzimmer hören könnte, hatten wir ehrlich gesagt fast nicht geglaubt.
Wir bauten einen Move-Test auf dem Dachboden auf. Daneben stellten wir ein TriFeld und zur Dokumentation eine Videokamera. In das obere Wohnzimmer und die zwei Schlafzimmer legten wir Diktiergeräte zur passiven Aufnahme.

Uns fiel auf, dass es besonders in den Schlafzimmern ein starkes Temperaturgefälle gab. Der nach Osten zeigende Giebel des Hauses, an dem beide Schlafzimmer liegen, ist der jeweils kälteste Ort. Zur westlich gelegenen Wohnzimmerwand hin steigerte sich die Temperatur um ganze 6 beziehungsweise 7 Grad Celsius. Die Heizungen in beiden Schlafzimmern waren ausgestellt.
Der – mit rund 7 Grad ebenfalls subjektiv sehr kalte - Eingangsbereich des Hauses liegt neben dem Schlafzimmer. Dort gibt es (neben der schweren Haustüre, die die Bewohner von alleine zuschlagen hörten) ein kleines Fenster und einen noch verwendeten Sicherungskasten, also vermutlich einiges an Leitungen. Auf dem Nachttisch des unteren Schlafzimmers fand sich zudem ein Radiowecker, der ein starkes Ausschlagen unserer EMF-Messgeräte bewirkte. Ein auf das Kopfkissen gelegtes EMF-Messgerät zeigte allerdings keinen Ausschlag mehr an. Auch im sonstigen Bettbereich schlug keines unserer Geräte aus.
Der Move-Test auf dem Dachboden blieb unbewegt.

III. Drei Sit-ins.
Nach Einbruch der Dunkelheit führten wir drei Sit-ins durch, die wir alle auf Video aufnahmen. Außerdem machten wir währenddessen Fotos und EMF-Messungen.
Das erste Sit-in fand im unteren Schlafzimmer statt. Wir arbeiteten sowohl aktiv als auch passiv mit einem digitalen Diktiergerät. Allerdings bewegten und unterhielten sich währenddessen die Bewohner des Hauses ein paar Räume weiter, was leider unsere Tonaufnahmen beeinflusste.
Das zweite Sit-in machten wir im oberen Schlafzimmer, ebenfalls aktiv und passiv. Dabei gingen wir nun im aktiven Teil etwas provokanter vor.
Für das dritte Sit-in begaben wir uns auf den Dachboden, wieder mit aktiver und passiver Tonaufnahme. Im aktiven Teil steigerten wir die Provokation auf ein Maximum, beispielsweise durch JayBees kreative Beschimpfungen oder Terrys Aufforderungen, sie kräftig am Zopf zu ziehen. Dennoch wurde niemand berührt, geschubst oder von einer herabstürzenden Dachpfanne getroffen.
Gegen 19:30 Uhr endeten unsere Untersuchungen im Privathaushalt.

IV. Rückblick und Ausblick.
Es wäre zu klären, inwiefern die massiven Temperaturschwankungen durch den scheinbar schlecht isolierten Giebel zu den Schlafproblemen in beiden Schlafzimmern führen. Die Baufeuchtemessungen waren (auch in den Schlafzimmern) komplett in Ordnung. Schimmelspuren sahen wir im ganzen Haus keine. Wir fanden auch keinen Nagetierkot. Sogar der von Polarwolf und Terry akribisch abgesuchte Dachboden und der Keller waren clean. Es entsprach also beides den Angaben der Hausbewohner.
Ob das Fenster im Flur hundertprozentig dicht ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen oder ausschließen. Selbst wenn es undicht ist, wäre ein Zuschlagen der wirklich schweren Haustür wohl kaum möglich gewesen – aufgrund der Lage zumindest nicht durch einen von diesem Fenster ausgehenden Luftzug.
Bei der erlebten Bewegungsunfähigkeit könnte es sich um eine Schlafparalyse gehandelt haben – mit Sicherheit sagen können wir das aber nicht.
Es ist selbstverständlich möglich, im Erdgeschoss Schritte aus dem ersten Stock zu hören. Wir fanden interessant, dass das auch umgekehrt möglich ist – wenn auch sehr leise und nur dann, wenn man im Erdgeschoss nicht auf Zehenspitzen geht. Im Bett liegend Schritte zu hören ist also durchaus möglich.
Erklärungen für die von den Bewohnern gehörten Schrittgeräusche haben wir (noch?) keine.
Dafür haben wir mehrere Stunden Ton- und Bildmaterial sowie unzählige Fotos, mit deren Auswertung wir noch längst nicht fertig sind. Wir halten euch auf dem Laufenden!
 



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