Geschichtliches

Historisch und nicht aus kirchenhistorischer Sicht betrachtet, sind die Weihnächte oder auch Rauhnächte ein uraltes heidnisches Ritual. Dieses Ritual dürfte mindestens so alt wie Stonehenge sein, also über 5000 Jahre. Erst Karl der Große machte in Mitteleuropa um 800 das Weihnachtsfest zum Kirchenfest, wer demnach die alten Riten feierte, wurde mit dem Tod bestraft. Seinen Ursprung hat dieses Fest in der germanischen Zeitberechnung. Die Germanen kannten das Mond- und das Sonnenjahr, wobei sie in Mondzyklen (ca. 29,5 Tage) rechneten. Da das Sonnenjahr aber 365 Tage hat, besteht eine Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten. Die 12 Nächte sind die 12 Weihnächte oder auch 12 Rauhnächte. Eine jede steht für einen Mondzyklus. Zur Mitte der Weihnächte, nämlich zu Silvester, sollte Wotan mit den Toten zur wilden Jagd aufbrechen. Daher auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen. Die indogermanischen Kelten feierten diesen Brauch zu Samhain, was in der Neuzeit zum verkitschten Halloween avancierte. Wotan war nicht nur oberste Gottheit der Germanen, sondern auch der Weltenwanderer, der es verstand, sich zu verwandeln. In der Mythologie verwandelte er sich u.a. in eine Fichte; daher ist die Fichte Symbol bei heidnischen Julfeiern. Zur Herkunft des Christbaums aus dem den Paradiesspielen am 24. Dezember vgl. Weihnachtsbaum. Die Kirche feierte die Geburt Jesus nicht immer zu Weihnachten. Es gab im Verlauf der Kirchengeschichte verschiedene Doktrinen, eine davon hielt an der Geburt Jesu im März fest.

 

Quelle und mehr Infos zu Weihnachten unter: http://de.wikipedia.org


 

Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Amerika
Hier bringt Santa Claus mit seinem Rentierschlitten die Geschenke in der Nacht auf den 25. Dezember.
Für seine Tiere stellen die Kinder am Weihnachtsabend Kekse und Milch bereit.
Truthahn und beleuchtete Vorgärten sind in Amerika zum Fest schon fast ein Muss.

Australien
Weiße Weihnachten gibt es in Australien nicht, denn gerade um diese Zeit ist dort Hochsommer.
Da Tannenbäume relativ selten und teuer sind, nehmen die meisten mit Plastikbäumen Vorlieb. Wegen der Hitze trifft man sich zu Weihnachten meistens draußen, sitzt beieinander, entzündet Lagerfeuer und singt gemeinsam Weihnachtslieder. Auch hier gibt es die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezembers.

England

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember kommt Santa Claus in die Häuser der Engländer und steckt die Geschenke traditionsgemäß in Strümpfe, die an den Kamin gehängt wurden.
Das Weihnachtsessen findet am 25. Dezember statt; es gibt Brot und Hackfleisch, saure Äpfel, Backpflaumen, gefüllter Truthahn, Plumpudding & Eierpunsch. Es wäre noch zu erwähnen, dass die meisten Engländer an diesem Tage gerne Papphütchen tragen und Knallbonbons platzen lassen. Ab 15 Uhr geht es dann vor den Fernseher, um der 10minütigen Ansprache der Queen zu lauschen.

Estland
In der Adventszeit beschenken Gnome die Kinder mit Früchten und Süßigkeiten.
Kurz vor Weihnachten müssen die Besen in Haus und Hof gründlich gereinigt werden.
Denn die Teufelchen und Hexen, die zu dieser Zeit gerne ihr Unwesen treiben, benutzen sie als Fluggeräte.
Und diese möchte man mit einem dreckigen "Gefährt" ja nicht unbedingt reizen.

Frankreich
Hier bringt Pere Noel, ein Kollege des Weihnachtsmannes, die Geschenke in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Er kommt durch den Schornstein und packt die Geschenke in bereitgestellte Schuhe.
Am 25. wird es festlich, dann gibt es zum Weihnachtsessen meistens Gänsestopfleber und "Buche de Noel", ein Kuchen mit Buttercreme in der Form eines abgesägten Baumstammes.

Griechenland
Hier müssen die Kinder etwas länger warten...
Erst in der Nacht zum 1. Januar bringt der Heilige Vassilius die Geschenke, indem er sie den Kindern vor das Bett legt. Für die Familie gibt es an diesem Tage einen Kuchen, indem vorher eine Goldmünze eingebacken wird.
Wer sie findet, soll hat das ganze Jahr Glück haben.

Italien
Hier ist es schon etwas komplizierter:
Am 6. Dezember kommt San Nicola, am 13. Dezember beschenkt dann Santa Lucia die Kinder, am 25. Dezember wird überall in Italien Il Bambinello Gesu (Christkind) gefeiert und am 6. Januar freuen sich alle Kinder auf La Befana (die gute Hexe).

Kenia
Am Morgen des 25. Dezembers wird eine Ziege geschlachtet, deren Fleisch dann in der Familie verteilt wird.
Dann wird von Haus zu Haus gegangen, um jedem frohe Weihnachten zu wünschen, anschließend wird bis in den Morgen des nächsten Tages getanzt.

Kolumbien
Hier beginnen die Feierlichkeiten bereits am 14. Dezember.
Die ganze Familie wandert in den Wald, um Moos für die Krippe zu sammeln, die an diesem Abend aufgestellt wird. Bei Anbruch der Dunkelheit wird dann gebetet, gefeiert und Weihnachtslieder gesungen.
Die Feier endet um Punkt Mitternacht, wird aber jeden Tag bis zum Heiligen Abend wiederholt.
Geschenke gibt es aber erst am Morgen des 25. Dezembers.

Niederlande
Für die Kinder ist der Sinterklaas am wichtigsten, denn dieser bringt am 6. Dezember, begleitet vom Zwarten Piet, die Geschenke.

Polen
Zum Heiligen Abend gehören in Polen unbedingt die Weihnachtsobladen.
Vor dem Weihnachtsessen werden die Obladen untereinander geteilt; ein Zeichen dafür, dass die Familie das Leben miteinander teilen will, außerdem ist es eine Geste der Liebe und der Versöhnung.

Russland
Nach dem lulianischen Kalender feiert die russisch-orthodoxe Kirche am 6. Januar (entspricht dem 25. Dezember) die Geburt des Herrn. Väterchen Frost bringt seine Gaben und wird in jedem Dorf mit herzlicher Musik empfangen. Dazu werden Kuchen gereicht, die mit vielen Herzen verziert sind.
Für jedes Herz soll ein Traum in Erfüllung gehen.

Schweden
Am Morgen des 13. Dezembers ist hier der Tag der Lichterkönigin.
Die älteste Tochter erscheint als Luziabraut im weißen Kleid und einem Kranz aus Preiselbeerzweigen und brennenden Kerzen auf dem Kopf. Die "Lussibrud" weckt die Familie und serviert das Frühstück.
Zum Julfest kommt auch hier der Weihnachtsmann, aber auch Julgeiß und Julbock gehören dazu.

 


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