Schloss
Köpenick
Das Köpenicker Schloss ist eines der Jagdschlösser, die
Kurfürst Joachim II. um seine Berliner Residenz herum errichten
ließ. Es wurde 1558 vom Köpenicker Baumeister Wilhelm
Zacharias auf der Schlossinsel errichtet und überragte die Stadt
Köpenick, die damals etwa 100 Häuser zählte.

Sitzgarnitur aus vergangenen Zeiten
Die
Tochter des Burgherren, welche bildhübsch gewesen sein soll, verliebte
sich eines Tages in einen vornehmen Jüngling, der aus gutem Hause
stammte. Monatelang pflegten sie ein herzliches und inniges Verhältnis
zu einander. Bis eines Tages einer der Dienstboten zu ihr kam, und von
der Untreue des Jünglings berichtete.

Eines
der vielen Deckengemälde
Vom
Liebeskummer geplagt und dem Gelächter der Leute ausgesetzt, schlich
sie sich in einer düsteren und stürmischen Nacht unbemerkt
auf die Zugbrücke, wo sie sich ohne einen Laut ins kalter Wasser
stürzte und ertrank. Seit dem geisterte ihre ruhelose Seele, umhüllt
mit einem weißen Schleier, in der Burg herum, immer noch auf der
Suche nach ihrem untreuen Jüngling. Selbst als die Burg dem Schloss
weichen musste, wurde sie des öfteren in den Gängen und auf
dem Dach gesehen.

An der
Schlosstreppe
Heute
beherbergt das Jagdschloss ein Kunstgewerbemuseum, das Möbel, Porzellan
und Tafelsilber von der Renaissance bis Barock und Rokoko präsentiert.
Es ist wie ein Reise in die Vergangenheit, und man kann sich nur zu
gut vorstellen, wie das Leben zu damaligen Zeiten war.

Eines
der vier begehbaren Zimmer im Schloss