
Eine weitere erwähnenswerte Begebenheit
ist die Erscheinung eines weiblichen Geistes im Garten, die auch in
Verbindung mit einem weiteren toten Kind gebracht wird.
Peter
de Savary kaufte 1985 Littlecote und veranstaltete kurz darauf eine
Art Ausverkauf von Gegenständen der Vorbesitzer, die nun aus dem
Haus geräumt wurden. Am Morgen des großen Ausverkaufs entschloss
sich Savary, etwas auf dem Gelände spazieren zu gehen. Während
er sich die Beine vertrat, begegnete er einer jungen Frau.
„Sie trug einen modernen Pullover
und einen Tweedrock.
Genauso wie die jungen Damen die in Hungerford zum Einkaufen kommen“
berichtete Savary 1993 gegenüber dem
Magazin Hello.
Als
die Frau näher kam, grüßte er sie und wollte seines
Weges weiter gehen. Doch die Frau hielt ihn an und beschuldigte ihn
ein schlechter Mensch zu sein, der mitsamt seiner Familie für seine
Taten noch büßen müsse. Sichtlich irritiert fragte er
die junge Frau, was er denn getan hätte. Sie entgegnete, er habe
die Sachen ihres Babys weggenommen. De Savary beteuerte seine Unschuld,
versprach aber, ihr die Sachen auszuhändigen, falls jemand der
Hausangestellten etwas von den Sachen an sich genommen haben sollte.
Die Frau erklärte, dass sie die Sachen nicht nehmen könne,
aber sagte ihm, wo die Kleider lagen und wo sie hingehörten. Savary
sicherte ihr zu, die Sachen an den von ihr beschriebenen Platz im Hause
zurückbringen zu lassen. Die Frau begann zu lächeln und sagte
ihm, dass er und seine Familie für immer gesegnet seien in Littlecote
House.
Danach verschwand sie, als hätte sie sich in Luft aufgelöst.
Nach seiner Rückkehr zum Haus, ordnete
er sofort die Beschaffung der Kleidungstücke an und die beschriebenen
Stellen wurden durchsucht. Tatsächlich fand man auch alles. Bei den
Kleidungsstücken befand sich unter anderem ein Blatt mit der Zeichnung
eines Kindergesichts darauf.
Darunter stand:
„Am frühen Morgen des 21.
Juli 1861.
Ruhig und kalt – oh so schön“
Ein weiters Blatt, das noch immer im Hause
aufbewahrt wird, hat Schlitze um Blumen durchzustecken.
Dieses trägt die Aufschrift:
„Gepflückt an Babys Grab,
23 Juli 1861“
All diese Gegenstände wurden unverzüglich
an die Stelle zurückgebracht, die der Geist der Frau bestimmt hatte.
In der Kapelle von Littlecote liegt der reizende Abguss eines schlafenden
Babys, den die Mutter des Kindes zum Andenken an ihr Geborenes machen
ließ – ruhig und kalt und wunderschön.

Littlecote Chapel
Weitaus weniger dramatisch erscheinen einem
die restlichen bekannten Vorkommnisse auf dem Anwesen. Bei einem Turnier
1993 traf eine Dressurreiterin auf eine dunkle Gestalt, schwärzer
als Schwarz, die ihr Zeichen gab. Die Erscheinung hatte kein Gesicht,
trug eine Kapuze und ein langes, wallendes Gewand. Auch marschiert zeitweise
eine Legion römischer Geistersoldaten durch den Park.

Garten und Parkanlage
In seinen Grundmauern ist Littlecote eine kleine römische Villa,
die wahrscheinlich 50 nach Christus als militärische Einrichtung
diente. Desweiteren spukt der Geist von Gerald Lee Bevin herum. Bevin
war in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts Pächter der Villa und
seiner Zeit in eine berühmte Betrugsgeschichte in der City verwickelt.
Savary und seine Familie berichteten vor
ihrem Auszug noch, dass es Plätze und Räume im Hause gibt, die
man des
Nachts besser meidet und sich bei Dunkelheit fern hält.
Als Art gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Mensch und Erscheinung.
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