In dem Jahre 1752 segelte das niederländische Schiff Palatine
mit etwa dreihundert Immigranten an Bord von Amsterdam Richtung Boston.
Am Weihnachtstag wurde das Schiff vor Block Island von einem gewaltigen
Sturm erfasst und kenterte an einem Felsenriff.
Zum Glück konnten sich die meisten Passagiere und auch die Besatzung
retten.
Dieses Ereignis lockte natürlich Plünderer an, die sich
an dem Wrack zu schaffen machten und es anschließend in Brand
steckten. Einige Zeit später, als die Palatine schon lichterloh
brannte, hörte man entsetzliche Schreie und erblickte eine Frau,
die bei lebendigem Leibe verbrannte, weil sie nicht mehr von Bord
gekommen war.
Seitdem
soll das brennende Geisterschiff jedes Jahr am Weihnachtstag zurückkehren.
Es gibt sogar bis in die neuere Zeit viele Augenzeugen, die an der
Küste einen roten Lichtschein wahrgenommen haben und dann auch
die brennende Palatine erblickten.

Das
Merkwürdigste an der ganzen Geschichte ist nur die Tatsache,
dass es die Palatine nie gegeben hat.
Fakt
ist, dass 14 Jahre zuvor, also im Jahre 1738, das deutsche Auswandererschiff
Princess Augusta an der Nordküste vor Block Island strandete,
allerdings wurde sie nicht in Brand gesetzt.
Daher
bleibt die Frage offen, ob hier einfach nur die Wahrheit mit der Legende
vermischt wurde oder warum das Geisterschiff, was demzufolge ja die
Prinzess Auguste sein müsste, brennend erscheint, obwohl sie
nie angezündet wurde