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Familie
Lutz und der Spuk in 112 Ocean Avenue
Die
nachfolgenden Vorfälle wurden anhand von Interviews und Zeitungsberichten
zusammengetragen und rekonstruiert. Sie stammen nicht aus dem Buch oder
den Filmen.
Über
ein Jahr hatte das Haus in der Ocean Avenue leer gestanden Eines Tages,
genauer gesagt im November 1975, stieß Familie Lutz in der örtlichen
Zeitung auf eine Anzeige für ein 3 stöckiges Haus direkt am
Fluss mit eigenem Bootshaus im holländischen Kolonialstil in dem
kleinen Küstenstädtchen Amityville. Der Preis erschien als
echtes Schnäppchen - $90.000 auf Verhandlungsbasis.
Bald
darauf vereinbarten die Familie Lutz einen Besichtigungstermin. Die
gesamte Familie verliebte sich sofort in das Anwesen, es war genug Platz
für die gesamte Familie und dazu ein Bootshaus.

Die
Maklerin erzählte den Lutzes die Vorgeschichte des Hauses, dieses
wurde innerhalb der Familie ausdiskutiert und ein Angebot über
$80.000 wurde unterbreitet. Dieses Angebot wurde auf Anhieb vom Nachlassverwalter
der Familie DeFeo, welcher als Verkäufer bevollmächtigt
war akzeptiert, da es keine anderen Interessenten mehr gab.
Die Lutzes waren erst kurz verheiratet, für beide war es jeweils
die zweite Ehe die sie eingingen. Kathy Lutz brachte drei Kinder mit
in die Ehe, zwei Jungen und ein Mädchen namens Missy. Sie waren
eigentlich eine völlig normale Durchschnittsfamilie, Kathy Lutz
führte den Haushalt während George Lutz einen eigenen mittelständigen
Betrieb führte.
Am 18. Dezember 1975 zog Familie Lutz in das Haus 112 in der Ocean
Avenue.
Während die Familie mit dem Entladen des Transporters und dem
Auspacken der Kartons beschäftigt war, schaute ein alter Bekannter
vorbei. Pater Pecararo, der George Lutz während seiner Scheidung
beigestanden hatte, kam um das Haus zu segnen, da Kathy ihn darum
gebeten hatte.
Er wanderte von Raum zu Raum, um seinen Segen zu sprechen, als er
im "Nähzimmer" angekommen war, verspürte er plötzlich
eine Eiseskälte und eine Stimme hinter ihm zischte ihn an, er
solle verschwinden. Verwirrt durch den Vorfall fragte er Kathy, ob
das Zimmer von jemandem aus der Familie bewohnt werden wird. Kathy
sagte, es werde lediglich als Spielzimmer verwendet. Als sie fragte
warum das von Interesse für ihn sei entgegnete er nur, dass dieses
Zimmer nicht "gesund" sei. Er wollte sich nicht weiter dazu
äußern und erwähnte den Vorfall auch nicht. Die Lutzes
erfuhren erst später davon.

In
der ersten Nacht geschah nichts Ungewöhnliches. George fühlte
sich allerdings von Beginn an kalt im Haus, ihm wurde nie wirklich
warm. Er wurde besessen von der Idee den Kamin brennen zu lassen und
verbrachte fortan Stunden damit Holz nachzulegen und in die Flammen
zu starren.
Die Kinder verbrachten die Zeit damit die Gegend zu erkunden, nur
Missy, die jüngste Tochter der Familie, hielt sich meist in ihrem
Zimmer auf. Einmal fragte sie ihre Mutter "ob Engel sprechen
könnten", in ihrem Zimmer wohne nämlich einer. Sie
gab ihm den Namen Jody. Natürlich hielt die Familie das für
ein Hirngespinst ihrer Tochter und amüsierte sich eher darüber,
als dass sie sich Sorgen machten - viele Kinder im Alter von 5-10
haben eingebildete Spielgefährten.
Jedoch veränderte sich das Verhalten der Tochter. Sie erzählte
von dem toten Jungen, der in ihrem Zimmer wohnte und das Jody sich
wünscht, dass sie für immer dort wohnen bleibe, damit sie
zusammen spielen können. Jody könne ihre Gestalt jederzeit
ändern, als Teddybär, als Junge, als Schwein usw., sie könne
sich sogar größer als das Haus machen wenn sie es wollte.
Zwar regte sich in Kathy Lutz mittlerweile ein wenig Besorgnis, sie
tat das Ganze jedoch weiterhin als kindliche Einbildung ab.
Im Laufe der Zeit mehrten sich merkwürdige Vorkommnisse, Schritte
auf der Treppe, Musik aus den unteren Geschoßen ohne jeden Ursprung
und das Zuschlagen der Haustür, obwohl diese verschlossen war.
Es gab außerdem mehrere unnatürlich kalte Stellen im Haus.
Eine im Korridor, eine im Nähzimmer, eine im Dachgeschoss und
eine im Bootshaus.
Das Bootshaus übte eine magische Anziehung auf George Lutz aus,
jede Nacht ging er dort hin, um die Türen zu überprüfen,
ohne einen Grund dafür zu haben, es erschien ihm ein innerer
Zwang zu sein. Außerdem wachte er jede Nacht gegen 3-3.15 Uhr
auf. In etwa jene Zeit zu der Ronnie DeFeo seine Familie tötete.
Dieses sollte bis zum letzten Tag im Haus der Fall bleiben.

Seltsame
Gerüche machten sich im Haus breit, so glaubte Kathy etwa den
Geruch eines sehr altmodischen Parfums zu riechen, sie beschrieb es
als Parfum einer alten Frau. Eine dunkle Substanz tropfte zeitweise
aus einem Schlüsselloch und einer Steckdose und die Toilette
im ersten Stock spülte eine breiige, schwarze Substanz ohne jegliche
Erklärung.
Als die Lutzes ein befreundetes Paar eingeladen hatten, konnten alle
Anwesenden ganz deutlich Schritte auf der Treppe und im ersten Stock
hören, doch niemand hielt sich zu der Zeit dort auf. Am nächsten
Morgen berichteten sie, dass sie in ihrem Gästezimmer von einem
kleinen Jungen geweckt wurden, der nach seiner Mutter fragte. Im Halbschlaf
hielten sie das jedoch für einen Traum, als sich aber herausstellte,
dass beide das gleiche erlebt hatten, wandelte sich dies. Sie rieten
den Lutzes das Haus nochmals zu segnen und dabei alle Fenster zu öffnen,
damit das "Etwas" aus ihrem Haus verschwinden konnte.
John
DeFeo
Die
Lutzes nahmen sich den Ratschlag zu Herzen und segneten das Haus
am folgenden Abend. Mittlerweile waren auch sie davon überzeugt,
dass mit dem Haus etwas nicht stimmte. Zumal Kathy am Tag zuvor
eine unheimliche Entdeckung gemacht hatte. Sie reinigte den Keller
und wollte ein Regal verrücken, als sie dahinter einen Raum
entdeckte. Nur etwa 2 qm groß und komplett in Rot gestrichen.
Dieser Raum war nicht in den Plänen des Hauses verzeichnet.
Es befanden sich auch keine Rohre oder Ventile in dem Raum. Es wird
allgemein behauptet, der Raum
wäre für den Klempner gedacht und dass hier der Zugang
zu allen Ventilen gelegen hätten. Es war nichts in diesem Raum
außer einer ungewöhnlich bedrückenden Atmosphäre.
Harry, der Familienhund, weigerte sich diesen Raum zu betreten und
kauerte sich, bei dem Versuch ihn dort hinein zu locken, in einer
Ecke des Kellers und reagierte feindselig auf Versuche ihn dort
heraus zu bekommen.
Die Lutzes waren gerade dabei das Haus zu segnen und gingen von
Raum zu Raum, als ein ganzer Chor Stimmen ertönte und sie aufforderte:
"Hört sofort damit auf"! George Lutz ist heute noch
der Meinung, dass mit der Segnung die ganzen Vorkommnisse im Haus
erst wirklich herausgefordert wurden. Seiner Meinung nach verschlimmerte
sich das Ganze dadurch.
Telefongespräche wurden unterbrochen, besonders Anrufe bei
ihrem Freund Pater Pecararo. Dieser litt seit seiner Segnung an
einer Art Brandblasen an der linken Hand die nicht verheilen wollten.
Im Haus spielten sich weiterhin die merkwürdigsten Dinge ab.
Fenster und Türen öffneten und schlossen sich von allein.
Einer der Jungen quetschte seine Hand in einem der Fenster als dieses
von alleine herab fiel. Als sie zu einem Arzt fahren wollten, waren
die Schwellung und alle Anzeichen einer Verletzung verschwunden.
Kathy sah ein glühendes Augenpaar durch das Küchenfenster
starren und George etwas, das er als ein "riesiges Schwein"
bezeichnete. Das Nähzimmer war voller Fliegen obwohl es Winter
war und einmal klopfte ein Nachbar an die Tür um sich vorzustellen.
Als Kathy ihn bat einen Moment zu warten und kurz darauf zurückkehrte,
war er verschwunden. Nachforschungen ergaben, dass es sich nicht
um einen der Nachbarn gehandelt hatte. Über die genauen Ereignisse
der letzten Nacht schweigt sich die Familie nach wie vor mehr oder
weniger an. "Manche Dinge seien zu schrecklich um sich daran
erinnern zu wollen", so die Aussage von George Lutz. Anhand
von einigen Andeutungen und Statements aus Interviews lässt
sich folgendes Rekonstruieren.
Die Familie geht wie gewohnt ins Bett. Später erwacht George
mitten in der Nacht, er hört etwas, was er als "Marschkapelle
im eigenen Haus" bezeichnet. Doch obwohl er diese Musik schon
mehrfach gehört hatte, ist diesmal etwas anders. Sie ertönt
nicht aus den unteren Stockwerken, sondern scheint die Treppe heraufzukommen.
Er dreht sich zu seiner Frau um und weicht erschrocken zurück.
Er starrt in das Gesicht einer etwa 80 jährigen alten Frau
mit runzligem Gesicht und weißen Haaren, er stößt
einen entsetzten Schrei aus mit dem seine Frau aus dem Schlaf erwacht.
Sie starrt in den Spiegelschrank und stößt ebenfalls
einen Schrei aus, sie trägt nach wie vor das Gesicht der alten
Frau. Sie selbst sieht mit eigenen Augen ihr grausiges Spiegelbild.
Aus den Kinderschlafzimmern ist ein lautes Gepolter zu hören.
Es klingt, als ob die Betten krachend immer wieder zu Boden fallen
oder aneinander schlagen würden. Von den Kindern ist nichts
zu vernehmen. George versucht aus dem Bett aufzustehen, kann es
aber nicht, es fühlt sich an als läge ein Fels auf ihm.
Auch mit aller Gewalt schafft er es nicht sich zu bewegen. Er muss
mit ansehen, wie seine Frau aus dem Bett gehoben wird. Sie "schwebt"
ca. 40cm über dem Bett. Endlich schafft er es sich "zu
befreien" und greift den Arm seiner Frau. Diese fällt
zurück ins Bett, gelähmt vor entsetzen.
Wie sich später herausstellt, ging es den Kindern ähnlich,
sie wurden ebenfalls daran gehindert das Bett zu verlassen um zu
ihren Eltern zu gelangen. Was genau im Zimmer vorgefallen ist möchten
sie nicht erzählen. Nur dass ihre Betten sich bewegt hatten.
Was in den Stunden danach geschah kann niemand sagen.
Etwa gegen 8 Uhr am nächsten Morgen ruft Kathy Lutz Pater Pecararo
an. Sie berichtet ihm was passiert ist und auch er bricht sein Schweigen
über den Vorfall im Nähzimmer. Er regt an, sie solle mit
der Familie erstmal zu Verwandten fahren, um einen klaren Kopf zu
bekommen. Familie Lutz packt nur das nötigste an Kleidung ein
und fährt zu Kathy's Mutter. Als sie das Haus verlassen wollen,
fangen Wände und Fenster plötzlich an zu zittern, eine
"Gestalt mit Hut" (Zitat George Lutz) erscheint auf der
Treppe und deutet auf die Haustür mit den Worten:
"Verschwindet!"
©
2005 / Nicky - www.geisternet.com
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