Das Winchester-Mystery-House

Die Geister des Winchester-Mystery-House

Man sagt, Sarah Winchester baute das Haus, weil eine Gruppe von Geistwesen, mit denen sie sich jeden Abend in ihrem blauen Sèance-Zimmer besprach, sie davon überzeugt hatte, dass sie mit einem Fluch belegt werden sollte. Es gäbe nur einen Weg sich davor zu schützen. Sie sollte ein großes Haus bauen, das so dermaßen verwinkelt und undurchschaubar ist, dass die bösen Geister, die ihr diesen Fluch anheften sollten, sie nicht finden konnten. Also fing sie an, dieses kuriose Haus zu bauen und zog dort ein.


Das Winchester-Mystery-House
Alte Postkarten vom Mystery-House, Quelle: http://www.alamedainfo.com


Sarah wechselte jede Nacht das Schlafzimmer. Sie verweigerte jeden Kontakt zu Menschen, außer zu ihren unzähligen Bauarbeitern und Hausmeistern. Sarah hatte gehört, Geister verschaffen sich gerne Einlass durch einen Kamin, also ließ sie 47 Kamine bauen. Sie war, wie bereits erwähnt, von der Zahl 13 wie besessen, also bestand sie auf 13 Kuppeln für das Gewächshaus, 13 Palmen neben der Auffahrt, Decken mit 13 Holzpaneelen usw.

Eines Tages war sie sich sicher, den Handabdruck des Teufels in ihrem Weinkeller gesehen zu haben, also befahl sie, ihn zu versiegeln und einzumauern. Das wurde so gründlich gemacht, dass man ihn fast ein Jahrhundert später noch immer nicht gefunden hat.

Als Sylvia Browne (ein berühmtes amerikanisches Medium) von der Los-Angeles-Fernsehshow "Evening Magazine" gebeten wurde, Berichte über Gespenster im Legendären Winchester-Mystery-House nachzugehen, hat sie nicht lange gezögert. Als das Fernsehteam sie ersuchte, war sie bereits mehrmals mit Forschungsteams dort gewesen. In der ersten Nacht, die Sylvia im dunklen Haus verbrachte, - das zum Teil nie elektrisch angeschlossen war - passierte einiges, was sie und das Team wahrhaft in Spannung versetzte. Von überall bliesen unerklärliche, eiskalte Windstöße. Das Team bekam plötzlich eine äußerst bewegte Lichtshow zu sehen, die hell aufflackerte und ebenso rasch, wie sie gekommen war, wieder verging. Zwei riesige Kugeln in zornigem Feuerrot stellten sich der Forschungsgruppe mitten in der Luft in den Weg, bevor sie explodierten und es wieder dunkel wurde. Alle hörten das Hämmern der Zimmermänner auf Leitungen und Holz. Sie hörten, wie sich die Türen selbstständig öffneten und schlossen, Fußtritte und rasselnde Ketten, von denen frühere Besucher immer wieder berichtet hatten, aber Sylvia Browne hörte auch Orgelmusik, die keiner ihrer Begleiter wahrnahm. Aber am nächsten Tag war sie auf dem Tonband, das sie hatten mitlaufen lassen, ganz deutlich zu hören.

Man könnte vermuten, dass Sarah Winchester selbst in erdgebundener Gestalt im Haus umherwandert, da ihre schreckliche Angst vor dem Tod leicht hätte dazu führen können, dass sie sich später nicht damit abfand, dass sie tatsächlich gestorben war. Zudem war sie bekanntermaßen mit diesem Haus verbunden, also könnte man annehmen, Sarah wäre lieber hier als im Jenseits.

Doch Sylvia Browne sagt deutlich: "Sarah Winchester ist zu Hause in der geistigen Welt. Es geht ihr dort gut und sie ist glücklich. Nur einmal hat sie kurz an einem Fenster im zweiten Stock hereingeschaut, während Aufnahmen für eine meiner Fernsehsendungen, die lange nach meinem ersten Aufenthalt in diesem Haus stattfanden.

Dennoch treiben sich im Winchester-Mystery-House noch immer zwei von Sarahs Hausangestellten herum. Sie sind immer noch genauso fleißig und sorgfältig, so loyal und beschützend wie eh und je. Die Beiden tauchten in der Nacht auf, in der ich meine erste Untersuchung machte, und stellten sich als Hausmeister vor. Es war nicht gerade eine freundliche Begrüßung. Denn vielen Erzählungen zufolge war Sarah Winchester gegenüber ihren Angestellten immer fair und freundlich gewesen. Noch nicht einmal ihr Tod hatte verhindert, dass sie weiterhin gern für sie arbeiteten. Ich war ein Eindringling. Sie starrten mich Beide an, und die Erscheinung des Hausmeisters knurrte: "Verschwinden Sie von hier." Aber sie kamen nie auf mich zu oder bedrohten mich körperlich. Bevor ich sie davon überzeugen konnte, dass sie nicht länger für eine Frau arbeiten mussten, die gar nicht mehr da war und die sie im Jenseits wieder sehen würden, wenn sie auch dorthin gehen würden, blieben sie plötzlich verschwunden."

Anfangs hat Sylvia ihre Namen bislang niemals erwähnt, aber nun hofft sie, dass jemand die Informationen die sie hat, bestätigen kann. Er soll ein großer skandinavisch aussehender Mann namens Emile sein. Sie trug ein weißes Kopftuch über ihrem schwarzen Haar und hieß Susan Hanna.

Tatsächlich glaubt eine Nichte der Winchesters, sich an einen Bediensteten mit dem Namen Emile zu erinnern, aber absolut sicher ist sie sich nicht. Bislang konnte Sylvia Browne leider nicht verifizieren, dass Susan Hanna und Emile Hausen in jenem unmöglichen Haus für Sarah Winchester arbeiteten.

Sie sollen sich jedoch immer noch in diesem Haus befinden. "Begierig auf die Anerkennung einer Frau wartend, die schon längst weitergezogen ist.", laut Sylvia Browne.


 

 

© 2006 / Nicky - www.geisternet.com


Das Winchester-Mystery-House

weitere
Spukorte

Button England
Button DeutschlandButton IrlandButton USAButton Weltweit