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Dokumentationen

Plas Teg

Das Anwesen liegt düster und abwesend, nur wenige hundert Meter neben der verkehrsreichen Hauptstraße, die von Wrexham nach Mold führt. Das Herrenhaus ist eingebettet in eine Landschaft, die viele Geheimnisse birgt. Ihre vorgeschichtlichen Grabhügeln und Erzählungen über Hexerei haben sie berühmt gemacht. Das riesige, furchteinflößende Gebäude lag viele Jahre lang verlassen da. Es wirkt wie ein gewaltiges und finsteres Mausoleum, kunstvoll ausgestattet und von Geistern bewohnt. Vor kurzem wurde es von Frau Cornelia Bayley erworben und renoviert.



Das Haus wurde ursprünglich im Jahre 1610 von Sir John Trevor erbaut. Wenn man in die Zufahrt einbiegt, fühlt man sich eingeschüchtert von der übermächtigen Aura dieses Herrenhauses. Die Trevors waren eine mächtige walisische Familie. Sir John war Inspekteur der königlichen Flotte und besaß damit eine einträgliche Stellung. Viele der langen Balken, die die hohen Decken des Herrenhauses tragen, stammen angeblich von den mächtigen Schiffen, die den Stolz der britischen Seemacht in der damaligen Zeit begründeten hatten. Die riesigen kalten Räume sind ausgestattet mit schönen, ungewöhnlichen Möbeln, Wandbehängen und geheimnisvollen Gemälden, die eine Atmosphäre schaffen, die nur schwer in Worte zu fassen ist.
 

Die lange Gallerie

Tragische Geschichten überschatten das Anwesen. Im Laufe der Jahre geschahen hier im Haus und auf dem Gelände ungewöhnlich viele Selbstmorde. Der letzte Vertreter der männlichen Linie, ein anderer John Trevor, soll heute noch im "Regency Bedroom" spuken. Hier starb er 1743 nach einem langen und qualvollen Todeskampf, als er - nach dem tragischen und geheimnisvollen Tod seiner jungen Frau - mit der Pferdekutsche absichtlich einen Zusammenstoß provozierte und dabei schwere Verletzungen erlitt. Das wegen seiner Geister verrufene Gebäude stand leer und wurde von den Einheimischen gemieden. Unzählige Male aber sah man nachts in diesem Raum seltsame rechteckige Lichter. Man hört hier oft Schritte und schlagende Türen.



Ein anderes Gespenst des Herrenhauses ist die schöne Tochter der Trevors, die vor ungefähr zweihundert Jahren lebte und deren Liebhaber im Duell von einem Rivalen getötet wurde. Um den Annäherungsversuchen des eifersüchtigen Siegers zu entgehen - so heißt es - stürzte sie sich voller Trauer in einen tiefen Brunnen im Garten. Seitdem durchstreift ihr Geist Haus und Gelände. Amerikanische Soldaten, die während des letzten Krieges in Plas Teg untergebracht waren, wollen sie sogar des öfteren gesehen haben.

Es gibt einen Raum der "Indian Bedroom" genannt wird, der früher als örtliches Schiedsgericht benutzt wurde. Schwerverbrecher wurden dort verurteilt und gehängt, indem man sie am Strick durch eine Falltür im Fußboden verschwinden ließ. Kein Wunder, dass es in diesem Raum fürchterlich spuken soll!


Die stummen Zeugen düsterer Geheimnisse

Auch wird die Geschichte eines Gärtners erzählt, der im vorigen Jahrhundert gelebt haben soll. Eines Tages soll er sich auf dem Brunnenrand ausgeruht haben, als er plötzlich fühlte, wie scharfe, knochige Finger seine Schultern umklammerten und ihn nach hinten zogen. Der Gärtner sprang, zu Tode erschrocken, auf und spähte in das schmutzig-trübe Wasser, aber er konnte darin nichts erkennen. Damals befand sich am Pförtnerhaus ein Tor aus weißem Stein. Hier soll sich ein Pförtner erhängt haben, nachdem ihm ein Geist erschienen war. Was hatte er so schlimmes gesehen, dass er sich anschließend das Leben nehmen musste? Diese Frage wurde nie geklärt. Das Gebäude jedenfalls wurde danach nie mehr bewohnt und schließlich abgerissen. Autofahrer berichteten von gespenstischen Reitern, die spät in der Nacht durch das Wäldchen in der Nähe des Herrenhauses gezogen sein sollen.


Die Gartenlaube von Plas Teg

Da gibt es noch so eine Geschichte über ein paar Spaziergänger die eine Party besucht hatten und auf dem Weg zurück, an Plas Teg vorbei mussten. Plötzlich riss sich einer aus der Gruppe und rannte völlig erschrocken davon. Er hatte etwas gesehen, was ihn zutiefst erschreckt hatte, aber er konnte einfach keine zusammenhängende Erklärung darüber abgeben, was er genau gesehen hatte. Auch Tage danach konnte er nicht darüber sprechen. Wo und was genau passiert war, hatte er nicht mehr richtig in Erinnerung, aber er befand sich zu dem Zeitpunkt wohl direkt gegenüber der Auffahrt, wo einst das Pförtnerhaus gestanden hatte.



Das Herrenhaus wurde einmal exorziert. Jedoch ohne großen Erfolg, denn der Spuk ist immer noch präsent. Er ist nur nicht mehr ganz so aggressiv.

 


 

Aberglasney House

Das Aberglasney Haus liegt im Südwesten von Wales auf einem Areal von ca. 3,6 Quadratkilometern. Als eines der interessantesten Restaurierungsprojekte, das je in diesem Land unternommen wurde, ist es zudem auch für seine drei ummauerten Gärten bekannt. Das Haus wurde im frühen 17. Jahrhundert vom Bischof Anthony Rudd als Wohnsitz erbaut. Doch es wechselte schnell und oft die Besitzer, auf Grund des Geldmangels der Besitzer. Durch die vielen Bau- und Renovierungsarbeiten stieg jedoch der Wert atemberaubend an.



Eines Tages, in den 1630er Jahren, sah der Verwalter des Anwesens in dem mit frischem Stuck versehenem blauen Salon des Hauses, in dem die Dienstmädchen schliefen, fünf Kerzen in die Luft steigen. Am darauf folgenden Tag wurden die Mädchen tot aufgefunden. Sie waren an dem Qualm des Feuers erstickt, welches brennen gelassen wurde, damit der Stuck schneller trocknen konnte. Dieser Kerzenschein wurde in den nächsten Jahrhunderten zu einer der ältesten Legenden von Aberglasney House. Der Tod der Dienstmädchen soll das Haus mit einem Fluch belegt haben und das schaurige Flackern galt von nun als ein böses Omen und Zeichen für einen bevorstehenden Tod.

Auf dem Anwesen spukt heute mindestens einer der ehemaligen Eigentümer aus dem 19. Jahrhundert. 1803 ging Aberglasney House in den Besitz des Arztes Thomas Phillips. Nach seinem Tod wurde sein freundlicher Geist von den Gärtnern, den Hausmädchen und Handwerkern gesichtet. Neuerdings haben aber auch Touristenführer gespenstische Schritte auf dem von Eiben gesäumten Gartenpfad vernommen. Die nachfolgenden Familien waren vom Pech verfolgt. Sie blieben kinderlos oder ihre Kinder starben sehr früh, sie litten unter ihrer Geldnot und Familienmitglieder jeden Alters starben einen plötzlichen Tod. Bald darauf machte sich eine melancholische Stimmung auf dem Anwesen breit, das ab 1960 schließlich vollkommen leer stand. Das Haus wurde von Schimmel befallen und das Unkraut wucherte über die prächtigen Gärten. Was die Natur jedoch verschont hatte, wurde durch Vandalismus zerstört.



Danach geschah jedoch ein Wunder. Das Anwesen wurde von einer Gruppe von Leuten gekauft, die das Haus und die Gärten wieder herrichteten. Dadurch rüttelten sich aber auch die Geister der Vergangenheit wach. Bauarbeiter, die sich an den Mauern zu schaffen machten, sahen des Öfteren den Geist eines Mädchens, das in einer Ecke des Kellers stand und scheinbar Essen kochte. Besucherfüher haben in den Gärten Schritte gehört, aber niemanden entdecken können. Die unheimlichste Erscheinung ist jedoch im Wachhäuschen, das sich am hinter Ende der Anlage befindet. Dort gibt es eine Stelle, an der sich Besucher von einer unheimlichen Unruhe übermannt fühlen, die stärker wird, je weiter sie vordringen.



1999 besuchte eine Spiritistin die Anlage und berichtete, dass sie einen Mann fühle, der genau an der Stelle erschossen wurde, an der die Unruhe der Besucher überhand nimmt. Doch Aberglasney ist und bleibt ein wahrer Juwel in Mitten einer reizvollen Landschaft, die man sich vorstellen kann.

 


 

Borley Rectory

Stock/ Essex, um 1863
Von dem als "gespenstischstes Gebäude Englands" bezeichnete Pfarrhaus sind heute nur noch ein paar Ziegelsteinhaufen übrig - begraben unter einem Teppich aus Moos und Unkraut. Für die zweifelhafte Ehre die das Haus der Gemeinde eingebracht hat, interessieren sich die Bewohner schon lange nicht mehr. Sein einstiger Standort ist gar nicht so leicht zu finden und es gibt kaum noch Wegweiser, die Besuchern oder Geisterjägern den richtigen Weg zeigen. Doch derjenige, der sich wagt, einen der Bewohner auf die jetzigen Spukereignisse anzusprechen, muss mit einer deutlich ablehnenden Reaktion rechnen. Während Parapsychologen immer noch heftig über den Spuk im zerfallenen Borley Rectory beratschlagen, hört man Leute, die diesen ländlichen Winkel besucht haben, von seltsamen Erscheinungen und unheimlichen Geschehnissen berichten.


Borley Rectory - Foto von Harry Price

Laut Legende wurde das nicht wirklich attraktive Haus von Reverend Henry Bull im Jahre 1863 auf dem einstigen Gelände eines Mönchsklosters errichtet. Es war ein düsterer Backsteinbau mit 23 Zimmern. Es wird erzählt, dass einer der Mönche eine streng geheime Liaison zu einer Nonne aus dem benachbarten Kloster unterhalten habe und mit ihr durchbrennen wollte. Doch beide wurden bei diesem Versuch erwischt und zum Tode verurteilt. Der Mönch wurde gehängt (manche Quellen jedoch behaupten, er würde geköpft), die Nonne aber erlitt einen schlimmeren Tod, sie wurde lebendig in den Kellergewölben des Klosters eingemauert. Der Geist dieser Nonne wurde bald darauf noch an der Stelle gesehen, an der ihre sterblichen Überreste in den Mauren begraben liegen. Zunächst hielt man den Geist für einen gewöhnlichen Geist einer Nonne - einer von hunderten, die wegen ihrer fleischlichen Gelüste dazu verdammt sind, auf irdischen Gefilden zu wandern.

Später wurde der Geist der Nonne erst richtig verärgert, als man das Pfarrhaus auf ihrer gespenstischen "Reiseroute" errichtet hat. Ihr Missfallen brachte sie später in großer Deutlichkeit zum Ausdruck. So wurde öfters, von den zu Abend essenden Bewohnern, ihr Geist traurig vor dem Fenster stehen gesehen. Reverend Bull war schließlich davon so verärgert, dass er das Fenster zumauern ließ! Davon ließ sich die Geisternonne jedoch nicht aufhalten und tyrannisierte die Bewohner mit allerlei Poltergeist-Aktionen. Zwei der Töchter des Geistlichen behaupteten dann eines Tages, eine Schattengestalt im Garten der Pfarrei auf dem später so genannten "Nonnenpfad" gesehen zu haben. Ihre Aktivitäten wurden mit der Zeit immer schlimmer und als Reverend Bulls Sohn Harry im Jahre 1892 die Nachfolge seines Vaters antrat, gehörte sie bereits zum normalen Tagesablauf.


Angeblich wird die Nonne immer wieder auf dem Borley-Anwesen gesehen 

Das führte schließlich soweit, dass sich die Angestellten weigerten an einem Ort zu arbeiten, an dem man mit einer Geisterkutsche rechnen musste, die durch das Esszimmer jagt und danach wieder verschwindet. Auch von Geräuschen und Schritten in der Nacht, Türklopfen und Schläge ins Gesicht, während sie schliefen, wurde berichtet. Ein Studiengenosse von Harry Bull, der sich 1885 und 1886 im Pfarrhaus aufhielt, erzählte 60 Jahre später von Steinen die umherflogen, und wie seine Stiefel immer oben auf der Garderobe lagen. Er will die Nonne mehrmals gesehen haben, und hörte oft die knarrende Kutsche vorbeifahren.

Nach Harrys Tod hatte das Haus einen so schlechten Ruf, dass ganze 12 Geistliche das Amt als Pfarrer ablehnten. Man munkelt jedoch, dass Hochwürden Henry und sein Sohn und späterer Nachfolger Harry die Geschichte von dem Mönch und der Nonne mit Gusto erzählten, und sie mit immer mehr Details ausschmückten, dass sie Schulkinder des Dorfes schließlich von der Echtheit der Geschichte überzeugt waren.

Reverend G.E. Smith und seine Frau, die dem Spuk skeptisch gegenüberstanden, zogen schließlich 1928 in das Haus ein. Eine Woche später ging die Nonne wieder auf ihre nächtlichen Wanderungen. Sie ging aber nicht mehr allein, sondern wurde vom Geist von Harry Bull persönlich begleitet. Nachts hörte man Schritte aus leerstehenden Räumen, man vernahm seltsames unverständliches Geflüster, sowie das sanfte Stöhnen einer Frauenstimme, die immer lauter wurde, bis der Schrei "NEIN CARLOS, NICHT!" zu hören war und danach im Haus Stille einkehrte.

Am 10. Juni 1929 erschien sogar ein Bericht über diese Ereignisse im "Daily Mirror". In dem war die Rede von "Geistergestalten eines kopflosen Kutschers, einer Nonne und einer alten Zweispannkutsche, die auf mysteriöse Weise erscheinen und verschwinden, sowie Geräusche von Schritten in den leeren Zimmern…"

Harry Price

Der Gründer des britischen Instituts für Parapsychologische Forschung, Harry Price, war von dem Artikel so fasziniert, dass er das Pfarrhaus am 12. Juni 1929 besuchte und dort eine Untersuchung einleitete, die das kleine Dorf Borley ins Rampenlicht der Öffentlichkeit katapultierte. Die Geister reagierten mit besonders heftigen Aktivitäten darauf. Gespenstische Finger klopften Botschaften an Spiegel, unsichtbare Hände warfen Vasen an die Wand: Schlüssel wurden aus ihren Löchern auf den Boden geschleudert, eine Flut an Haushaltsgeräten stürzte die Treppe runter, eine Fensterscheibe wurde zerbrochen und einer der verärgerten Geister warf Harry Price sogar einen Kerzenständer an den Kopf. Price besuchte das Haus mehrmals während den kommenden Wochen, und jedes Mal ereigneten sich ähnliche Phänomene, über die dann im "Daily Mirror" berichtet wurde. Bereits wenige Tage nachdem der erste Zeitungsbericht erschienen war, wurde das Haus der Pfarrersfamilie von sensationsgierigen Besuchern aus London belagert. Im Juli 1929 hatten Reverend Smith und seine Frau die Nase voll und zogen aus.

Im Oktober 1930 fand sich schließlich Pfarrer Lionel Algernon Foyster, verwandt mit dem ursprünglichen Besitzer, ein. Er kam bereits beim Einzug mit den dunklen Mächten des Hauses in Berührung. Seine Frau Marianne wurde von einem unsichtbaren Angreifer ins Gesicht geschlagen und Gegenstände verschwanden oder tauchten an seltsamen Orten wieder auf. Als dann Harry Price seinen ersten Abend im Haus verbrachte, hießen ihn die Geister willkommen, indem sie seinen Wein angeblich in Tinte verwandelten. Die so genannten "Mariannenbotschaften" gehörten zu den Phänomenen, die Harry Price besonders anzogen. Diese unleserlichen, meist mit Bleistift geschriebenen, Kritzeleien an den Wänden, waren an die Frau des Pfarrers gerichtet und flehten sie an, Hilfe zu holen.


Fotografien der Geistergekritzel an den Wänden der Pfarrei von Borley und von Mrs. Foysters vergeblichen Versuchen, mit dem Geist schriftlich in Verbindung zu treten (Abschnitt unten). Einige meinten, Mrs. Foyster habe die Geisternachrichten selbst geschrieben, andere glaubten, es handele sich um Kritzeleien der kleinen Adoptivtochter Adelaide. Doch als die ersten Botschaften an den Wänden erschienen, war das Mädchen noch keine drei Jahre alt. 

Hochwürden Foyster begann die Ereignisse im Hause in einem Tagebuch festzuhalten. Geschirr verschwand und tauchte plötzlich wieder auf, Bücher fanden sich am falschen Platz, Bilder wurden von den Wänden genommen und auf den Fußboden gelegt, seine Frau und er selbst wurden mit Gegenständen beworfen, Türen waren buchstäblich wie von Geisterhand verschlossen. Während der fünf Jahre, die die Foysters in Borley verbrachten, notierte der Geistliche mehr als 2000 Einzelfälle, von denen sich die meisten in den ersten zwei Jahren ereignet hatten.

1937 zog Reverend Foyster aus und Harry Price mietete das Haus für ein Jahr. Er suchte dann in der "Times" per Annonce "verantwortungsvolle Personen mit Muße und Intelligenz, unerschrocken, kritisch und vorurteilsfrei", um ein Team freiwilliger Beobachter zusammenzustellen. Unter den Bewerbern wählte er 40 Leute aus, die ihm bei seinem gespenstischen Experiment helfen sollten. Während einer spiritistischen Sitzung erzählte ihnen ein Geist, der sich als Harry Bull ausgab, dass die Leichen einer Nonne und eines Mönches namens Fade noch im Garten begraben seien. Ein weiterer Geist, bei dem es sich um die Nonne handelte, ihr Name war Marie Laine, erzählte ihnen, dass das Haus in jener Nacht abbrennen würde, aber nichts dergleichen geschah.
 

Die Überreste von Borley Rectory

1938, nachdem Price das Haus verlassen hatte, zog ein neuer Mieter namens Captain W.H: Gregson ein. Als dieser gerade am 27. Februar 1939 seine Bücher einräumte, stürzte ein Regal um und brachte eine Parafinlampe zum Umkippen und das Haus brannte völlig aus (Gregson selbst wurde der Brandstiftung bezichtigt), es blieben nur die rauchgeschwärzten Grundmauern stehen. Augenzeugen berichten, dass in den Flammen gespenstische Gestalten und der Geist einer Nonne zu sehen waren.

Im Jahre 1943 kehrte Harry Price zu den Überresten zurück, wo er bei Ausgrabungen einen Meter unter dem Keller die Gebeine einer Frau fand.1948 debattierten Parapsychologen, ob es Spukerscheinungen waren, oder ob alles gut inszeniert gewesen sei.  

Kommentar:

Nach dem Tod von Herry Price (1951) erlitt sein Ruf einen empfindlichen Schaden. Dir "Society for Psychical Research bat einige Mitglieder um eine kritische Überprüfung der Angaben. In ihrem Buch "The Hauntig of Borley Rectory 1956), behaupteten sie, Harry Price hätte die ganze Geschichte erfunden.
Große Beachtung schenkte man der Tatsache, dass die Foysters zeitweise in Amherst, Nova Scotia, gelebt hatten, das 1878 Schauplatz einer berühmten Poltergeistmanifestation gewesen war, die ihnen bekannt gewesen sein musste. Denn es stellte sich heraus, dass sich Hochwürden Foyster sich des Pseudonyms "Teed" bediente, als er über die Vorkommnisse in Borley schrieb. "Teed" war der Name des Eigentümers des Hauses in Amherst!

Des Weiteren vermutete man, dass Mrs. Foyster verantwortlich für die poltergeistähnlichen Vorkommnisse war. Sie soll außerdem keine treue Ehefrau gewesen sein. Auch meinte man, dass das Gekritzel an den Wänden von der dreijährigen Adelaide stammte.

Diese Ganzen Tatsachen scheinen die These zu stützen, dass der ganze Spuk unecht sei. Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende: In den 60er Jahren verbrachten der Parapsychologe Geoffrey Croom-Hollingworth und sein Assistent Roy Potter über mehrere Jahre hin viele Stunden auf dem Grundstück und hörten merkwürdige Geräusche. Und dann geschah in einer klaren Nacht folgendes:

"Plötzlich sah ich sie ganz deutlich in ihrer grauen Tracht mit der Haube durch den Garten und die Hecke gehen. Ich dachte, da will mich jemand auf den Arm nehmen…Roy war draußen auf der Straße und ich rief nach ihm. Die Gestalt war in einer Garage verschwunden und ich dachte, damit hat sich's. Doch kaum stand Roy neben mir, sahen wir sie beide auf der anderen Seite wieder herauskommen. Sie kam uns auf etwa 3,5 m nahe, wir sahen beide ihr Gesicht, das einer Frau so um die 60. Wir folgten ihr, sie glitt über einen trockenen Graben, als ob der gar nicht da wäre, und verschwand in einem Berg von Bausteinen… Etwa 12 Minuten lang sahen Roy und ich die Nonne ganz deutlich!"


Die Kirche von Borley

1974 bekam Croom-Hollingsworth die Erlaubnis, nachts in der Kirche von Borley Tonbandaufzeichungen machen zu dürfen. Er nahm dabei eine Menge merkwürdiger Geräusche auf, doch es gibt nur die Zeugenaussagen der Beobachter, dass diese Geräusche nicht natürlichen Ursprungs sind. Auch andere Berichteten von Geräuschen und Fotos mit unerklärlichen Wesenheiten darauf. Croom-Hollingsworth behauptete fest:" Es ist mir schnurzegal, ob Price was erfunden hat oder nicht. Die Grundfrage lautet doch - spukt es hier? Und Sie können mir glauben: Es spukt. Ich habe nichts erfunden!"  


 

Pluckley


Im Herzen von Kent liegt der geheimnisvoll schöne Ort Pluckley. Er genoss lange Zeit den Ruf des "gespenstischsten Dorfes Englands".

Doch dieser Ruf konnte ihm durch Prestbury streitig gemacht werden. Aber unter den Einwohnern gibt es keine Zweifel, dass der Ort von einer unheimlichen Energie heimgesucht wird und dadurch der Kirchhof, die Pubs und Wohnhäuser von einer Menge Geister "befallen" sind.


 
Die meisten der Spukerscheinungen gehen mit der Dering-Familie, die das alte Gut vom 15. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg bewohnte. Die Derings hinterließen in Pluckley eine gespenstische Spur, und zwar in der Dorfkirche "St. Nicholas". In dieser Kirche, in der man des Öfteren nachts ein geheimnisvoll flackerndes Licht gesehen hat, liegen viele Mitglieder dieser Familie begraben. Das flackernde Licht wird von dumpfen Klopfgeräuschen begleitet, die aus dem Grabgewölbe unter dem Boden empordringen.
Anfang der 1970er ließ sich eine Gruppe Parapsychologen mit Erlaubnis des Pfarrers, Reverend John Pittoch, eine ganze Nacht lang einschließen. Bewaffnet mit Tonbandgeräten, Kameras und anderen Apparaten gingen sie auf die Jagd nach den Geistern der Dering-Familie. Am nächsten Morgen erzählten sie dem Pfarrer, dass nichts Außergewöhnliches passiert sei, außer, dass sie durch die Besuche des Hundes des Reverend etwas Abwechslung bekamen.


"Rose Court" Pluckley

"Eigentlich", antwortete der Pfarrer verdutzt, "habe ich gar keinen Hund."
Zudem spuken auf dem Kirchhof die Geister zweier Frauen, von denen angenommen wird, dass sie auch zur Dering-Familie gehören.

Es gibt zum einen die "Rote Frau", deren Kind in einem namenlosen Grab bestattet worden sei, nachdem es nach der Geburt gestorben ist. Die Frau, die kurz nach dieser Geburt selbst gestorben ist, geht seitdem laut schreiend, mit einem, von der Geburt mit Blut getränktem Kleid, auf dem Friedhof, auf die Suche nach ihrem Kind. Gesellschaft leistet ihr die "Weiße Frau", die so schön gewesen sein soll, dass ihr Mann es nicht ertragen konnte ihren Körper verrotten zu lassen. Er kleidete sie in ein weißes Kleid und legte ihr eine rote Rose auf die Brust. Danach steckte er sie in einen Bleisarg und diesen wiederum in mehrere luftdichte Holzsärge. Doch nachts bricht sie aus ihrer Gruft aus und wandelt mit der Rose in den Händen über den Friedhof.

Nahe der Kirche befindet sich der Pub "Black Horse Inn", in dem ein schelmischer Geist sein Unwesen treibt. Er liebt es, die Sachen der Inhaber und der Gäste zu verstecken.


Seltsamer Nebel vor St. Marys Church

Unweit vom Gasthof verläuft die "Station Road". Zwischen dem weißen Gebäude namens "Greystone" und dem gegenüberliegenden hübschen Häuschen "Rose Curt" macht sich eine verzweifelte Stimmung auf der Straße breit. Im 16. Jahrhundert lebte ein Mönch an er Stelle, an der heute das Greystone Haus steht. Dieser verliebte sich in eine Frau, die gegenüber lebte und die Mätresse eines Angehörigen der Dering-Familie war. Sie trafen sich heimlich zu Spaziergängen und wurden von ihrem Hund begleitet. Doch die Frau hielt die Dreiecksbeziehung nicht länger aus und nahm sich mit einem Cocktail aus giftigen Beeren das Leben. Der Mönch starb kurze Zeit darauf an gebrochenem Herzen. Noch heute hört man das Bellen eines unsichtbaren Hundes und die Stimmen zweier Menschen näher kommen und sich in Luft auflösen, wenn man nachts auf der Station Road spazieren geht.

Die Erscheinung des einsamen Jungen wird noch heute im Wald gesehen, zweifellos immer noch auf der Suche nach seiner Mutter.


 

Bradford-on-Avon


Nur wenige Meilen von der englischen Stadt Bath entfernt, liegt die schönste Gemeinde der Grafschaft Wiltshire - "Bradford-on-Avon". Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Ort gehört die kleine Steinkirche angelsächsischen Ursprungs aus dem 11. Jahrhundert. Sie überdauerte die Jahrhunderte - Krieg und Verwüstung - nur deshalb, weil sie zeitweise als Scheune oder Lagerhaus benutzt wurde, und zudem von anderen Gebäuden umgeben war, wodurch ihre Identität mit der Zeit verloren ging.

Die kleine angelsächsische Kirche St. Lawrence

Wiederentdeckt wurde die Kirche erst im 19. Jahrhundert. Ein archäologisch interessierter Geistlicher erblickte die Kirche, als er von einer Anhöhe aus den Gebäudekomplex überschaute und das verborgene Kirchlein anhand seiner Dachform identifizierte. Erst nach einigen Mühen gelang es dem Pfarrer, endlich die Mitbürger und Altertumsforscher für die Restaurierung des Gotteshauses zu interessieren. Zunächst wurden sämtliche Gebäude, die das Kirchlein umsäumten oder die mit ihm direkt verbunden waren, abgerissen. Zurück blieb ein Kleinod aus Stein, das nach seiner endgültigen Restaurierung im Laufe der Zeit zur Touristenattraktion wurde. Auffallend sind seine extrem kleinen Abmessungen. Das Hauptschiff ist nur 7,5 Meter lang und 3,5 Meter breit. Der Vorbau stellt mit einer Grundfläche von lediglich einem Quadratmeter ein Kuriosum dar, das weltweit einmalig sein dürfte.

Der Ortspfarrer hatte die Gewohnheit, in dem restaurierten Gotteshaus von Zeit zu Zeit Gottesdienste abzuhalten. Dabei soll er häufig von einer unsichtbaren Entität gestört worden sein. Da sein Bruder, der ebenfalls Pfarrer war, beim Besuch dieser Kirche die gleichen beunruhigenden Erfahrungen gemacht hatte, wagte er es nach einigem Zögern, offen über dieses Phänomen zu sprechen. Gemeindemitglieder, die an der Messfeier teilnahmen, klagten über ähnliche unangenehme Empfindungen, die sie vor allem in der Nähe der Kanzlei zu spüren bekamen. Etwa Böses schien von ihnen Besitz ergreifen zu wollen. Der Einfluss dieser "Wesenheit" war manchmal so stark, dass der Pfarrer während des Gottesdienstes die Nerven verlor oder einem Ohnmachtsanfall nahe war.

   
    Eileen Garrett (1893 - 1970)

Als die Vorsitzenden der Parapsychologischen Gesellschaft Großbritanniens, der berühmten S.P.R., von den Vorgängen in Bradford-on-Avon erführen, schickten sie ihr bestes Medium, Eileen Garrett, zusammen mit zwei Begleitern - dem Ehepaar Barber - dorthin, um die Ursache zu erkunden.

Eileen Garrett betrat das Kirchlein und sah sich übergangslos ein einer völlig fremden Umgebung versetzt, in ein Gotteshaus, wie es Jahrhunderte zuvor ausgesehen haben mochte. Als sie sich umsah, nahm sie vor der Kirche eine große Menschenmenge wahr, Personen, denen offenbar gerade das Abendmahl gereicht wurde. Der besseren Übersicht wegen begab sie sich daraufhin an eine Stelle unmittelbar neben der Kanzel, von wo aus sie durch ein Guckloch nach draußen blicken konnte. Ihr fiel auf, dass die Männer und Frauen, wie Menschen des 15. oder 16. Jahrhunderts gekleidet waren. In den Gesichtern der Leute stand Hass und Ablehnung geschrieben. Frau Garrett gewann den Eindruck, dass man diesen armen Menschen zum Gottesdienst befohlen hatte. Niemand von ihnen schien von Freude und inneren Frieden erfüllt zu sein.

Erst viel später erfuhr sie, dass es vor Jahrhunderten in der Nähe von Bradford eine große Leprakolonie gegeben hatte. Die von der Krankheit befallenen Menschen waren zur Sicherheit der Gesunden nur außerhalb der Kirche zum Gottesdienst zugelassen. Predigt und Gebete vernahmen sie allenfalls durch die kleinen Fenster und die Öffnung neben der Kanzel. Solche Gucklöcher sind auch heute noch in vielen alten Kirchenbauten Englands zu sehen.



Noch während Frau Garrett durch die Öffnung nach draußen schaute, wurde sie plötzlich unsanft am Hinterkopf geschubst. Da sich zu diesem Zeitpunkt außer ihr und den Barbers weiter niemand in der Kirche aufhielt, glaubte sie zunächst, dass ihre Begleiter sie versehentlich angerempelt hatten. Die beiden hielten sich in diesem Augenblick jedoch an einer anderen Stelle auf. Die größte Überraschung stand Frau Garrett aber noch bevor, denn mit einemmal sah sie sich einem furchterregenden Individuum gegenüber, das in der Nähe von etwas stand, das wie eine Tür aussah. Obwohl sie wusste, dass es dort in Wirklichkeit keine Tür gab, schritt sie, neugierig geworden, geradewegs auf diese zu, wobei sie sich der unheimlichen Erscheinung bedenklich näherte.

Aus nächster Nähe erwies sich die vermeintliche Tür als ein in die Wand gelassenes Gewölbe, in dem etwas Unleserliches eingemeißelt war. Diese Entdeckung schien ihr derart interessant, dass sie spontan die Barbers herbeirief. Ob sie ihrer Aufforderung nachkamen, erfuhr sie nicht mehr, denn im gleichen Augenblick erhielt sie einen kurzen, kräftig geführten Stoß gegen den Hinterkopf. Sie taumelte, fiel der Länge nach hin und verlor das Bewusstsein. Es war, als habe sie eine unsichtbare Hand mit Absicht zu Boden geschlagen. Zwei Stunden später kam sie in einer Gastwirtschaft wieder zu sich. Sie hatte schreckliche Kopfschmerzen.

Unbeeindruckt von ihrer Erfahrung, nahm sich Frau Garrett mehrmals fest vor, dass Kirchlein noch öfters zu besuchen. Aber wie auch immer sie es anstellte, wurde ihr Vorhaben stets durch andere wichtige Termine durchkreuzt. Frau Garrett erweckt durch ihre Schilderung den Eindruck, als wäre sie beim Betreten des Gotteshauses in eine ferne Vergangenheit entdrückt worden. Sie beschrieb nämlich die Kirche ganz anders, als es sich Besuchern heute darbietet. Auch gab es in ihrer Vision unmittelbar neben der Kirche keine Gebäude, sondern nur freies Feld.
 
Es scheint, als ob die schrecklichen Zustände der damaligen Zeit, in einer anderen Realität bis in alle Ewigkeit fortdauern.

 
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