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  Nacht des Grauens

    Ghosthunter berichtet:


        Es geschah im Sommer 1993 nach dem Tode meiner Mutter. Ich war damals 16 Jahre alt und zog nach ihrem Tod zu meinem Bruder und seiner Frau.

        Ich weiß nicht wieso, aber ich fühlte mich in der Wohnung meines Bruders schon immer unwohl, doch beschreiben konnte ich nicht, warum dem so war! An eine übernatürliche Kraft konnte und wollte ich nicht glauben, denn das lag mir einfach zu fern. Das war nicht meine Realität und ich konnte nicht glauben, dass mein Bruder und dessen Frau davon überzeugt waren, dass es in der Wohnung etwas gab, das unerklärlich war!

        Kurz nachdem ich eingezogen bin, hatte sich mein Bruder von seiner Frau getrennt, also blieb ich bei meiner Schwägerin, bis ich was Eigenes gefunden hatte.

        Ich war eines Abends unterwegs und traf mich mit Freunden in der Disco und wir feierten so richtig! Dementsprechend habe ich auch etwas getrunken und kam sehr spät nach Hause - es war bereits weit nach Mitternacht. Ich habe mich ins Bett gelegt und merkte aber, dass jemand mit mir im Raum war und mich beobachtete. Natürlich dachte ich mir selber, dass das an meinem derzeitigen Zustand des Alkohols liegen musste, dass ich vermeintlich etwas in meinem Zimmer zu spüren glaubte. Ich schloss meine Augen und urplötzlich merkte ich, dass mir irgendetwas die Augen zudrückte.

        Ich versuchte krampfhaft meine Augen zu öffnen, doch es ging einfach nicht! Es fühlte sich an, als würde jemand mit zwei Fingern tief in meine Augen drücken. In dem Moment als ich schreien wollte, ließ der Druck urplötzlich nach und ich konnte meine Augen wieder öffnen. Es war schon ein komisches Gefühl, aber Gedanken machte ich mir darüber keine mehr!

        Einige Tage später war ich wieder mit meinen Freunden unterwegs und kam wie in gewohnter Form spät nach Hause. Doch diesmal hatte ich wenig getrunken, sodass ich ausschließen konnte, dass das, was dann geschah, auf den Alkohol zurück zu führen war. Auf dem Nachhauseweg hatte ich schon ein mulmiges Gefühl und ich fühlte mich nicht wohl dabei, in die Wohnung meiner Schwägerin zurück zu fahren.

        Als ich zuhause ankam, schliefen meine Schwägerin und ihre Kinder bereits. Ich ging in mein Zimmer, setzte mich auf mein Bett und machte erstmal Musik an. Plötzlich klopfte es einmal an meine Tür und ich dachte, es sei meine Schwägerin. Ich antwortete mit: "Ja!", aber ich erhielt keine Antwort!

        Ich schaute zur Tür und plötzlich klopfte es noch zweimal, doch diesmal fester und energischer. In diesem Moment rief meine Schwägerin: "Was machst du denn für einen Krach um diese Uhrzeit?!" Ich war geschockt, denn ich ging davon aus, dass meine Schwägerin vor der Türe stand und jetzt hörte ich sie aus ihrem Schlafzimmer raus rufen!
        Ich antwortete ihr: "Ich bin das nicht, jemand klopft an die Tür, ich sitze auf meinem Bett!"

        Ich hatte in diesem Moment wirklich Angst, aber ich stand auf und ging zur Tür. Meine Schwägerin rief auf einmal ganz energisch: "Mach die Tür nicht auf!" In diesem Moment stand ich wie gelähmt vor der Tür und überlegte, was ich jetzt machen sollte und was passiert, wenn sich nun die Türe einfach öffnet?!

        Ich hatte grausige Vorstellungen, was vor der Türe sein könnte, ich malte mir aus, wie meine tote Mutter vor der Tür steht oder sonst etwas Unerklärliches! In diesem Moment wurde mir bewusst, dass es doch etwas wie "Geister" oder "Spukgestalten" geben musste, wie sonst könnte ich erklären, was sich vor meiner Türe abspielte?!

        Nach ein paar Sekunden ging ich langsam runter und schaute durch das Schlüsselloch um auszuschließen, dass vielleicht meine Nichte oder eines meiner Neffen vor der Türe stand - doch da war nichts, nichts als gähnende Leere!

        Kurz darauf entschloss ich mich, all meinen Mut zusammen zu nehmen und diese Türe doch zu öffnen. Ich reichte mit der Hand an die Klinke und riss die Tür auf, ich konnte es nicht glauben, es war nichts, absolut gar NICHTS vor meiner Tür! Ich zweifelte bereits an meinem Verstand, doch meine Schwägerin hatte es ja auch gehört, also konnte ich nicht verrückt sein und meine Nichte und Neffen lagen in ihren Betten und schliefen!

        Noch heute frage ich mich, was vor meiner Türe stand. Ich werde daraufhin wohl nie eine Antwort erhalten, wenngleich ich auch prompt die nächste Erfahrung in dieser Hinsicht erwarten durfte.

        Meine Schwägerin hatte gehört, dass ich die Tür aufgemacht hatte und rief voller Panik: "Gehe nicht in den Flur!" Ich überlegte kurz hin und her und entschloss mich, trotzdem zu meiner Schwägerin zu gehen, also lief ich quer durch den Flur ins Schlafzimmer meiner Schwägerin. Ich schaute kurz nach ihr, ging dann zur Küche, schaltete das Licht ein und holte mir einen Besen.

        Ich ging zurück zu meiner Schwägerin und setzte mich mit einem Besen bewaffnet zu ihr ans Bett: "Ich weiß das scheint alles sehr belustigend zu klingen, aber ich hatte leider keine Ahnung wie ich einem Geist sonst Herr werden könnte."

        Meine Schwägerin hatte eine Katze, die auch ganz wirr durch das Schlafzimmer rannte, es hatte den Anschein, als würde sie jemanden beobachten, den wir nicht wahrnehmen konnten. Man sagt ja allgemein, dass Tiere sehr sensibel sind!

        Ich hatte das Gefühl, ich werde langsam verrückt, ich weiß nicht warum, aber ich fing an, mich mit der Katze zu unterhalten und ich hatte das Gefühl sie versteht mich. Ich weiß nicht, ob ich es mir einbildete, aber auf eingehende Fragen schien sie wirklich zu antworten. Ich nahm die Fotos meiner Eltern und fragte die Katze wer von beiden denn nun hier anwesend sei. Ich sagte ihr, dass sie für ein "Ja" einmal miauen und für ein "Nein" zweimal miauen sollte!

        Diese Nacht war bereits mehr als seltsam, doch das heftigste war, dass diese unscheinbare Katze mich scheinbar verstand. Denn als ich sie fragte, ob meine Mutter anwesend sei, da miaute sie zweimal, also fragte ich sie, ob mein Vater anwesend sei, auch diesmal miaute sie zweimal!

        Plötzlich sah ich einen Schatten im Flur und ich konnte mit Gewissheit sagen, dass es sich hierbei um den Schatten eines Sensenmannes gehandelt hatte! Er sah irgendwie klassisch danach aus: Er hatte eine Kapuze und er hielt etwas langes in der Hand, was einer Sense sehr ähnlich war.

        Der Schatten schien aus der Küche zu kommen, ich ging die paar Meter vom Schlafzimmer in den Flur und hatte eine Angst, die mich schier wahnsinnig machte. Ich haderte mit mir selber, ob ich nun in die Küche gehen sollte oder nicht!

        Plötzlich war der Schatten weg und ich zweifelte nun wirklich an meinem Verstand, aber meine Schwägerin sah den Schatten ebenso wie ich - es konnte also keine Einbildung sein. Es kann nicht angehen, dass zwei Personen die gleiche Halluzination haben! Ich dachte, das ganze habe nun endlich ein Ende genommen, als wir auf einmal Geräusche auf dem Dachboden hörten.

        Es war unheimlich, es hörte sich an, als ob jemand auf dem Dachboden rumläuft. Es war kein alter Dachboden der mit Holz, sondern einer, der mit Stein ausgelegt war. Langsam wurde ich neugierig und ging raus in den Hausflur, um zu hören, ob sich tatsächlich jemand auf dem Dachboden befand oder ob mir meine Sinne einen Streich spielen wollten!

        Als ich im Hausflur stand, konnte ich dennoch weiterhin Schritte und Poltern auf dem Dachboden vernehmen und urplötzlich war auf einmal alles ruhig - es war so ruhig, dass es schon fast wieder unheimlich war! Es hatte den Anschein, als wäre der ganze Abend nur ein Alptraum gewesen und nichts schien mehr daran zu erinnern, was noch vor ein paar Minuten los war.

        Nach diesem Erlebnis konnte ich nicht mehr schlafen, ich war völlig verängstigt und hatte Angst in mein Zimmer zu gehen. Ich kann von mir behaupten, dass ich in jener Nacht Todesängste ausgehalten habe - so unbeschreiblich und grausam war das Erlebte für mich!

        Dieses Erlebnis war Gott sei Dank ein einmaliges Erlebnis und ich bin froh darüber, dass mir dies ein zweites Mal erspart blieb - nochmal möchte ich sowas wirklich nicht erleben!

        Ich war davon überzeugt, dass sich etwas Böses in dieser Wohnung befunden haben musste, denn ich kann mir sonst nicht vorstellen, was einem Menschen solche Angstzustände bereiten kann, wo ich bis zum damaligen Zeitpunkt auch überhaupt nicht an sowas geglaubt hatte! Doch diese Nacht hat meine Ansichten in dieser Richtung geändert - ich sehe jetzt alles auch von einer anderen Seite!


        - Ghosthunter -



 
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