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Die Frau mit der Maske

Bendte schreibt uns:

Ich glaubte eigentlich nie an Geister und tu es bis heute nicht wirklich. Ich interessiere mich für Paranormales, das ist wahr, doch manchmal will es nicht in meinen Kopf rein, dass Verstorbene Kontakt zu  einem Menschen aufnehmen können, denn meiner Meinung nach ergibt der Tod, das Dahinscheiden eines Menschen keinen Sinn mehr, wenn er sich dennoch Lebenden zeigen kann.

Dennoch ist mir schon einiges Ungewöhnliches widerfahren, obwohl ich doch mit meinen 17 Jahren noch nicht viel vom Leben erfahren habe.

Eines Nachts kam mein erstes Erlebnis, welches ich mir nie erklären konnte. Ich lag in meinem Bett und es war schon ziemlich spät, obwohl ich vielleicht zwölf gewesen sein muss, mein Vater war jedoch schon zu Bett gegangen. Es war Sommer und somit ziemlich warm und draußen waren noch einige verirrte Geräusche zu hören von nächtlichen Spaziergängern die feuchtfröhlich vor sich hin lachten, aber es war seltsam dunkel, obwohl ich damals mit meinem Vater in Hamburg in einem ziemlich geschäftigen und auch in der Nacht hell erleuchteten Viertel wohnte.
Da ich so hellwach war, störte mich die Dunkelheit und ich dachte bei einem kindlichen Einfall auf einmal: „Mensch, ist das Dunkel hier!"
Ich kann es einfach nicht begreifen, doch auf einmal ging meine Lampe an! Es war eine Stehlampe, die ich Abends jedoch nie anschaltete, da sie mich oben auf meinem Hochbett zu sehr blendete. Nach einem kurzen Schock überwand ich mich nach unten zu klettern und nachzusehen, wie das angehen konnte. Der Schieberegler war bedient worden! Nachdem ich noch einmal nach meinem lautschnarchenden Vater geschaut hatte, beschloss ich trotzdem wieder ins Bett zu gehen.

Doch diese Lampe wollte mich nicht in Ruhe lassen. Zum Beispiel machte ich mein Bett damals jeden Tag schön ordentlich und legte mich zum lesen darauf. Zu einer solchen Gelegenheit war die Lampe natürlich an, doch stand sie immer am Fußende meines Bettes und ich hatte sie nicht im Blickwinkel. Man muss gesagt haben, dass ich mich beim Lesen sehr ruhig verhalte und mich kaum bewege, doch mit einem Mal nahm ich einen beißenden Geruch wahr.
Die Bettdecke lag mit einem Mal in der Lampe und brannte!

Nun, man hätte meinen können, ich habe nun doch ein wenig gestrampelt, aber von nun an war ich natürlich immer vorsichtiger im Bezug auf diese Lampe geworden. Dennoch passierte es des öfteren, dass ich meine Bettwäsche verbrannt vorfand.

Nun wohne ich jedoch schon seit einigen Jahren nicht mehr in dieser Wohnung und es lohnt sich wohl nicht zu erwähnen, dass ich diese Lampe nicht mitgenommen habe. Seitdem sind meine häufigen Missgeschicke, bei denen ständig Brandverletzungen entstanden, auf einmal verschwunden. Damals habe ich mich sogar am Dampf des Wasserkochers verbrüht, doch vor einigen Wochen griff ich wieder einmal über einen Wasserkocher hinweg, wobei mir diese Erinnerung wieder einfiel. Dennoch habe ich mich keineswegs verbrüht, obwohl ich mir sicher bin, dass das Wasser damals schon ein wenig Zeit zum Abkühlen hatte...

Am schauerlichsten fand ich jedoch die Begegnung mit einer Frau, die ich vor einiger Zeit hatte. Ich habe eine kleine Wohnung in einem betreuten Wohnheim, weil ich mich bei meiner Mutter zu sehr um meine kleinen Geschwister kümmern musste (es sind insg. sechs) und ich vermisse sie sehr.

Vor ein paar Monaten lag ich in meinem Bett und konnte mich auf einmal nicht bewegen. Ich spürte einen seltsamen Druck auf meinem Körper und hatte den Drang, wild um mich zu treten, doch meine Beine schienen mit meinem Brustkorb eingenommen, dem größten Druck stand halten zu müssen. Ich schlug die Augen auf und mir war ein bisschen benebelt zumute, bis ich über mir eine Frau schweben sah. Sie schwebte dort völlig geräuschlos und dennoch wusste ich, dass sie weinte. Ihr Gesicht war unter einer weißen Maske verborgen, welche von ihren silberschimmernden Haaren sanft umspielt wurden. In der Hand hielt sie etwas, was ich nicht erkennen konnte, doch sie wollte es mir unbedingt zeigen. Wie diese Begegnung endete, kann ich euch leider nicht sagen, denn ich erinnere mich weder sie beim Verschwinden gesehen zu haben, noch wieder eingeschlafen zu sein...

Ein paar Tage später jedoch fragte mich eine Freundin, ob ich ein Foto von meinen Geschwistern hätte, weil sie sie einmal sehen wollte. Ich ging zu meinem Regal und wollte es holen, doch es war verschwunden! Ich hatte es seit meinem Umzug nicht in die Hand genommen, aber es Nachts ab und zu von meinem Bett aus betrachtet. Mit einem Mal wusste ich, dass es dieses Bild war, welches mir die Frau mit der Maske zeigen wollte.

Als mein Besuch irgendwann gegangen war, beschloss ich, das Bild zu suchen und wendete mich instinktiv meinem Bett zu. Noch immer mache ich es jeden Tag und es ist immer zurechtgelegt und genau deswegen kann ich einfach nicht verstehen, warum ich mein Bild schließlich unter einem Teddybären, den ich schon als Baby hatte fand, welchen ich immer ganz oben bei den Kissen hinlege, nachdem ich ihn nachts wieder versehentlich runtergeworfen habe.

Wie kommt das Bild dorthin und wieso ist es mir nicht aufgefallen, als ich mein Bett gemacht habe?


 
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