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Das Spukhaus von Stans


"Wäre der Spuk mir nicht selbst begegnet und wäre ich nicht schonungslos als Beute diesem rasenden Ungetüm vorgeworfen worden, ich hätte der Erzählung anderer nicht geglaubt.

Von der Existenz dieser wilden Bestie, habe ich mit allen wachen Sinnen und an helllichtem Tage überzeugen können. Dieser Schlag traf mich so unvermutet und so hart, wie es kaum ein anderes Unglück vermocht hätte.

Meine Liebe zur Wahrheit veranlasst mich, unverfälschtes, öffentliches Zeugnis abzulegen.
Getrieben von der Hoffnung, dass es eines Tages der Wissenschaft gelingen wird, das Rätsel des Spuks zu lösen. Ein Rätsel, durch das schließlich die gesamte Familie aus unserer geliebten Heimat vertrieben und vernichtet wurde."

- Melchior Joller, Zürich 12. September 1863 -


Mit diesen Worten wollen wir Ihnen eine Geschichte darlegen, die sich 1862 tatsächlich in Stans zugetragen hat!
 
Melchior Joller und Familie

 
Am 5. Juni 1862
nahm die Tragödie ihren Lauf, als Oskar - der Sohn von Melchior Joller - nicht zum Abendessen erschien. Als die Familie ihn suchte, fand man den Jungen ohnmächtig in einer Kammer liegen.

Als er wieder erwachte, berichtete er davon, dass es dreimal an die Türe klopfte und diese sich dann öffnete. Er sah eine weißlich unförmige Gestalt in die Kammer eintreten, kurz darauf verließen ihn die Sinne und er wurde ohnmächtig.


Die Kammer heute

 

Am 4. Juli 1862
wird Joller selbst Zeuge eines mysteriösen Ereignisses, welches selbst er sich nicht erklären konnte. Nach Beendigung eines Gerichtstermins kam Joller nach Hause. Kurze Zeit später rief ihn seine Frau zu sich ins Treppenhaus. Kaum im Treppenhaus, vernahm Joller auch schon seltsame Klopfgeräusche, die aus dem Inneren des Treppenhauses bzw. aus den Wänden zu kommen schienen! Er hörte zwölf mäßige Klopfgeräusche, die sich scheinbar bewegten. Sein erster Gedanke galt an Ungeziefer, doch wie er selbst gegen die Wand klopfte um etwaige Ratten zu verscheuchen, bekam er eine Art klopfende Antwort zurück.

Kurze Zeit später gab es dunkle Schläge als würde jemand mit der Faust zuschlagen und dann ertönte ein Klopfen an die Stubentüre. Joller dachte, jemand verlangte Eintritt, ging zur Türe und öffnete diese. Jedoch war dort niemand zu sehen.


Die Stube

 

Am 16. August 1862
ist Joller davon überzeugt, dass man ein böses Spiel mit ihm treibt. Er wälzte Bücher über Experimentalphysik, um dem anhaltenden Klopfgeräusch auf die Schliche zu kommen. Seine Bücher gaben ihm keine Antworten auf seine Fragen. So ging er nun selbst und bewaffnet mit einem Stilett in seinen Keller. Er selbst war der festen Überzeugung, jemand habe möglicherweise Apparaturen im Keller angebracht.

Doch so sorgfältig Joller auch den Keller absuchte, er fand nichts, was auf die seltsamen Ereignisse im Haus zurückzuführen wäre.


Am 26. August 1862
spitzte sich die Lage zu, als das Dienstmädchen und eines seiner Töchter ein schreckliches Erlebnis hatten. Beide befanden sich im Obergeschoss des Hauses, als sie im Gang schwere Tritte gegen die Tür vernahmen. Als sie nachschauten sahen sie, wie sich der schwere Eisenriegel bewegte und die Türe sich langsam von alleine öffnete.

Vor Angst gepeinigt, sprangen sie aus dem oberen Stockwerk hinunter und zogen sich leichte Fußverletzungen zu.


Der kleine Gang

 

Am 3. September 1862
waren die Ereignisse, die sich im Hause Joller zutrugen, nicht mehr geheim.

Die Zeitungen schrieben bereits schon überregional, was sich bei den Jollers zutrug. Auch die Gemeinde ließ sich nicht abhalten am Hause der Jollers zu stehen und sich zu bekreuzigen, angelockt von den Schlägen, die sie aus dem Hause kommen hörten.

Joller selber hatte bereits Angst um das Haus, da die Schläge und das Klopfen immer lauter wurden. Die Schläge waren so laut und fest, dass sogar der schwere Eichentisch, einige Zentimeter vom Boden abhob und die Gegenstände die darauf lagen, hinunter fielen. Joller hatte schon die Befürchtungen, dass das Haus unter diesem Grollen einstürzen könnte.



Am 16. September 1862
Schlimmer für die Familie waren nicht nur das Poltern, sondern das nebst ihnen auch der Besuch Berührungen verspüren konnte, dessen Ursprung nicht auszumachen war!

Eines nachts spürte Melchior Joller die Hand eines Kindes, welches ihm über die Wange strich. Noch im Halbschlaf ergriff er die Hand des Kindes und erschrak sich, denn diese Hand fühlte sich nicht wie die warme gesunde Hand seines Sohnes an!

Als er letztendlich ziemlich erschrocken die Augen öffnete, war sein Sohn nicht da.


Das Schlafgemach

Die Situation, welche sich im Hause zu trugen, spitzten sich von Tag zu Tag zu, so dass Melchior Joller nicht mal mehr seinem Beruf nachgehen konnte.

Seine Familie hatte nunmehr Angst am helllichten Tage alleine in dem Haus zu sein, da nicht nur das Gepoltere und die Berührungen von Tag zu Tag mehr wurden. Nun verschwanden Dinge vor ihren Augen und tauchten an anderer Stelle wieder auf.

Am 21.September 1862
Nun wurde eine Dreier-Kommission einberufen, die sich dem Geschehen im Hause Joller annehmen sollten. Dazu war es nötig, dass die gesamte Familie Joller für drei Tage in das Hotel Engel ziehen sollte.

Die Kommission war nunmehr drei Tage und Nächte im besagten Hause, doch von einem Poltern und Grollen oder verschwindenden Gegenständen bis hin zu wundersamen Berührungen, tat sich nichts im Hause Joller. Und der Kommission blieb nichts anderes übrig, als in ihrem Bericht festzuhalten, dass keinerlei mysteriöse Vorkommnisse geschehen sind. Die Untersuchungen wurden eingestellt und der Fall ad acta gelegt. Die Familie Joller zog des nachts noch in ihr Haus zurück.

Am 22. September 1862
Kaum hatte die Familie Joller die Stube verlassen, vernahmen sie auch schon schnelle Schritte. Es klang fast so, als würde ein Schar von Leuten in Socken in der Stube herumtanzen. Um zu lauschen weilte Melchior Joller kurz vor der Tür, als er diese dann öffnete.

Die Familie war verwundert über den Anblick, der sich ihnen mit der geöffneten Türe bot. Der Tisch und die Stühle waren nicht mehr an ihrem gewohnten Platz, sondern es bot sich ein heilloses durcheinander.

Der Tisch lag auf seiner Tischplatte und die Stühle wurden ebenfalls mit der Sitzfläche nach unten auf dem Tisch positioniert. Dies alles geschah binnen einer Minute.


Der Bericht der Dreier-Kommission

Am 2. Oktober 1862
Melchior Joller beobachtete am frühen Morgen, wie sich ein Apfel verselbstständigte, indem dieser die Treppe herunterhüpfte. Von dort an der Haustüre vorbei in die Stube, dort kurz verweilte und dann weiter in die Küche hüpfte.

Die Magd nahm den hüpfenden Apfel und warf ihn dann zum Fenster hinaus.

Der Apfel kam durchs selbige Fenster wieder herein geflogen und lag dann auf dem Küchentisch. Als Melchior Joller später wieder in die Küche kam, schlug eine Birne direkt neben ihm auf den Boden auf. Diese Birne schien von der Decke gekommen zu sein.


Der Tisch und die Stühle - ein seltsames Bild

Am 12. Oktober 1862
Melchior Joller fügte folgende Worte in sein Tagebuch:
"Wer das Unglück hat, von einem solchen Ereignis berührt zu werden, den schützt weder Familienglück noch Ansehen und unbefleckter Name. Ich habe vieles ertragen, das fürchterliche Poltern und Lärmen, die mächtigen Erschütterungen, die geisterhaften Erscheinungen und die Ängste um Leib und Leben unserer Familie. Ich habe den Tumult und die Sensationsgier ums Haus ertragen und dass die staatlichen Stellen mich allein gelassen haben.

Ich habe auch ertragen, dass die zahlreichen Zeugen von ihren Aussagen abrückten und sich nicht mehr erinnern wollten. Eines aber konnte ich nicht ertragen: Die anonymen Angriffe in den Zeitungen, die feigen Gerüchte, den Hohn und Spott, ausgerechnet aus den Reihen meiner Freunde. Das war ein Angriff auf meine Ehre und die meiner Familie und hat mir am Ende das Fundament für das Bleiben in meiner geliebten Heimat entzogen."

Diese Tragödie war letztendlich der Grund, warum ein angesehener Mann nebst seiner Familie, all ihre Zelte abbrechen mussten um der Schmach zu entgehen.


Der Apfel macht sich selbstständig

 

Das Tagebuch gibt es nun auch zu kaufen!
Melchior Joller: Das Spukhaus von Stans
Nachwort: Brigitt Flüeler
Verlag: edition b
ISBN 3-033-00961-1 / 978-3-033-00961-5
25 SFR / 18 Euro

Direktlink zur Bestellung

Für unsere deutschen Besucher zu erweben bei: 
Lehmanns Fachbuchhandlung

Joller, Melchior;
Das Spukhaus von Stans

Preis: 16.95 Euro (Ladenpreis)

Direktlink zur Bestellung

~*~

Ist das das Ende?

Was ist mit der Familie Joller nun geschehen? Gibt es das Haus der Jollers noch? Und gibt es mittlerweile Antworten zum Rätsel, das sich damals im Hause Joller zutrug?

Volker Anding, ein Dokumentarfilmer, welcher sich insbesondere für die Grenzbereiche aus Wissenschaft, Kultur und Psychologie interessiert, hat von dem Fall Joller in einem Buch erfahren. Er hat sich mit seiner Crew auf den weiten Weg nach Stans gemacht, um Licht ins Dunkle zu bringen!

Begleiten Sie uns und Volker Anding ein Stück des Weges und lesen Sie, was Anding und seiner Crew im Hause Joller geschehen ist...


Speichermatt - Das Haus Joller

Die Crew, bestehend aus 5 Personen, zieht in die Speichermatt ein. Sie haben sechs Tage Zeit, dem Rätsel um Melchior Joller und seinem Spukerlebnis auf die Spur zu kommen. Schon bei den ersten Drehaufnahmen erlebt die Crew eine erste Resonanz, was sich wohl im Hause Joller zugetragen haben muss. Eine Türe, die wie von Geisterhand aufgehen soll, schließt sich von ganz alleine mit einem lauten Knall! Die Crew installiert in den Räumlichkeiten, die im Tagebuch besonders hervorgehen, Infrarotkameras, um auch in der Nacht Aufnahmen machen zu können.


Türe schließt sich von Geisterhand

Es wurden die unteren Räumlichkeiten, das Treppenhaus und der Schlafsaal der Crew mit Infrarotkameras ausgestattet. Als ersten Experten im Falle Joller wird Herr Husman in die Speichermatt eingeladen. Herr Husman vertritt die Meinung, dass es sich im Falle Joller wohl um eine Intrige handeln musste, da Melchior Joller sehr hoch verschuldet war.


Die Crew während der Nacht

Es stimmt zwar, dass Melchior Joller verschuldet gewesen ist, aber es gibt keinerlei Bestätigung dafür, dass der Spuk im Speichermatt künstlich erstellt worden ist.


Herr Husman † 2004

Am dritten Tag im Speichermatt hatte ein Crewmitglied ein besonderes Erlebnis. So ging am frühen Morgen ein Crewmitglied hinaus, um etwas frische Luft zu schnappen und als er zurück ins Haus wollte, war die Türe verschlossen und er konnte nicht hinein. Da niemand von der restlichen Crew die Türe verschlossen hatte, stellt sich hier die Frage "Wer war es?"

Ein weiterer Experte der eingeladen war, ist Christoph Borer - von Berufswegen Illusionist. Er wurde eingeladen, um sich vor Ort ein Bild zu machen, ob es für die damalige Zeit eine Möglichkeit gab, diesen Spuk künstlich zu erzeugen! Wir werden seine Interpretationen und auch seine Aussagen nicht vorweg greifen, aber seien Sie auf seine Erläuterungen im Film gespannt!


Christoph Borer - Illusionist

Ein Geheimnis wird gelüftet

Durch Zufall fand die Crew hinter zwei schweren Vorhängen eingelassene Bücherregale, davon war das Eine leer und das Andere enthielt eine Reihe von uralten Büchern, darunter auch das Original Spuktagebuch von Melchior Joller "Selbsterlebte mystische Erscheinungen"

Mit diesem Fund hält die Crew einen unsagbaren Schatz in den Händen. Hiermit haben sie die Bestätigung, dass die Gerüchte um das "Spukhaus in Stans" keine Fiktion ist und ihre Recherchen auf Fundamentalem Boden stehen.

Beatrice Rüpli - ein Medium - wird ebenfalls eingeladen und erläutert ihre Eindrücke, die sie im Hause Joller wahrnimmt.


Beatrice Rüpli - Medium

Beatrice nimmt das Bild einer älteren Dame wahr - wer ist diese Dame und was hat sie mit den Jollers zu tun?!


Wer ist die rätselhafte Frau?

Die Crew selber scheint mit stetig versteckten Hinweisen konfrontiert zu werden, denn überall, wo sie hinschauen, erscheint ihnen ein Stern, der schon im Wappen der Jollers zu finden ist.


Das Wappen der Jollers


Der Stern im Nutella


Der Stern im Flaschendeckel


Der Stern im Mobiliar

Ebenfalls eingeladen, um sich vor Ort ein Bild machen zu können, der bekannte Parapsychologe Dr. Walter von Lucadou. Dr. Walter von Lucadou bringt äußerst interessante Aspekte ein, die sich nicht nur auf den Spuk von Stans spezifizieren, sondern allgemein, was die physikalischen Gesetze angeht, interessant sein dürften!


Dr. Walter von Lucadou

In der Dokumentation erwarten Sie noch weitere Experten, die zu dem Spuk in Stans eingeladen wurden. Was erwartet Volker Anding und seine Crew weiterhin?
Und was hat der Besuch in Rom zu bedeuten?



All diese Fragen werden in der Dokumentation von Volker Anding beantwortet, schauen Sie hierzu unter:
www.das-spukhaus.de

 

 ____ Wir bedanken uns sehr herzlich bei Volker Anding ___
für die freundliche Genehmigung!
Copyright: Volker Anding, www.das-Spukhaus.de

~*~

Die Dokumentation von Volker Anding

Das Spukhaus

Länge: 90 Minuten
Regie: Volker Anding
Kamera: Johannes Imdahl
Ton: Bernd Schreiner
Schnitt: Volker Anding
Musik: Oliver Weidtman


Volker Anding (Mitte) und seine Crew

In dieser interessanten Dokumentation berichtet Volker Anding über einen rätselhaften Spukfall, der sich 1862 in Stans ereignet hatte. Dieser Spukfall ist wohl einer der best dokumentiertesten Spukfälle, die je in die Geschichte eingegangen sind.

Melchior Joller ein Schweizer Anwalt und Nationalrat berichtete in seinem Tagebuch, was sich bei ihm und seiner Familie Mysteriöses zugetragen hat.

Volker Anding, Regisseur, Autor und Grimme Preisträger, macht sich auf eine Zeitreise der besonderen Art - er reiste an den Ort des Schreckens und bewohnte für die Dauer der Dreharbeiten zu "Das Spukhaus Stans", das Original Haus der Familie Joller.

Seien Sie dabei und treffen Sie gemeinsam mit Herrn Anding Dr. Walter von Lucadou einen bekannten Parapsychologen vom Freiburger Institut für Parapsychologie. Dr. Walter von Lucadou hatte sich ebenfalls auf den Weg nach Stans gemacht, um Volker Anding seine interessante Sicht der Dinge über die mysteriösen Begebenheiten, die sich im Hause Joller zutrugen, darzulegen.

Ebenfalls erwartet Sie in dieser Dokumentation ein Medium, das im Hause der Joller ein klares Bild einer Frau empfängt und diese so detailliert schildern kann, dass es möglich war, eine Zeichnung dieser Dame anzufertigen. Entdecken Sie gemeinsam mit Volker Anding das Geheimnis dieser rätselhaften Dame!

Auch werden Sie überrascht sein, welche Geheimnisse sich vor Ort noch auftun und welch seltsame Begebenheiten Volker Anding und seine Crew noch erleben durften!

 

Sie haben die Gelegenheit die DVD
Das Spukhaus in Stans

direkt bei Volker Anding zu bestellen.
Bitte nutzen Sie folgenden Link zur Kontaktaufnahme!
www.das-Spukhaus.de

~*~

Das Spukhaus-Protokoll
Aktuelles von Volker Anding

(Stand: Februar 2006)

Am 28.06.2003 war meine Premiere in Stans (nähe Luzern), das ist der Ort, wo das Spukhaus steht. Es lag also nahe, die Premiere vor Ort zu machen. Das Spukhaus ist zu klein, deshalb fand alles im Kollegium Sankt Fidelis in der Aula statt. 2 Vorführungen a 250 Leute. Ein brüllend heißer Tag.

Was die Sache für mich surreal auflud, war der Umstand, dass fast alle, die im Film vorkommen, plötzlich im Zuschauerraum saßen. In der ersten Vorstellung hatte ich den Schluss des Films von der Leinwand abgefilmt. Vorsichtshalber, falls es doch zu einem 2. Teil kommen sollte - zur endgültigen Lösung des Rätsels!

Plötzlich geht das Licht an, die Leute klatschen und ich stehe auf mit der Kamera in der Hand. Ich höre mich sagen: "Ich drehe schon an dem 2. Teil" (Film im Film im Film...)

Frage aus dem Publikum: "Haben sie denn in der Zwischenzeit die Geheimschrift bekommen?"
Ich verneine und weise darauf hin, dass am Abend die Familie Joller aus Rom hier sitzen und ebenfalls den Film anschauen wird. "Haben die denn die Schrift dabei?" - "Ich weiß es nicht", ist meine ehrliche Antwort. Es ist 21.30 Uhr, die 2.Vorführung ist zu Ende.

Die Familie Joller sitzt in der 3.Reihe. Gerade noch auf der Leinwand, jetzt im Zuschauerraum.
Man diskutierte heftig über den Film. War es Spuk? War es eine Verschwörung? Im so genannten "Höfli" unter Linden saßen dann später alle Mitwirkenden zusammen. Nein, die Jollers hatten die Geheimschrift nicht dabei. Noch nicht!

Am nächsten Tag hatte ich einen Besuch im Spukhaus organisiert. Die Familie Joller im Hause des Urgroßvaters. Kein Fenster schlug zu, nichts polterte zur Begrüßung. Leider, denn Johannes, der Kameramann drehte eine Kassette nach der anderen. Für die Familie war es jedenfalls ein großer Tag. Emanuele (Student der Mathematik) war ganz bewegt. Er kannte das Haus seit seiner frühesten Kindheit - als ein kleines Aquarell an der Wand.

Am Montag danach hatte das Staatsarchiv die Jollers dort hin eingeladen. Dort im Staatsarchiv erzählte mir eine Historikerin etwas, was mir Mut machte. Sie kenne es sehr gut mit den Privatarchiven. Es läuft fast immer gleich ab. Erst sträubt sich die Familie und hat Angst etwas zu entblößen. Dann zeigt sie ihnen das Archiv und wie sorgfältig man dort mit all den anderen Privat-Archiven umgeht - säurefreie Kartons etc. - und dann, nach einer Weile Bedenkzeit, geben sie es heraus.

~*~

Mai 2004

Reise nach Freiburg und Stans. "Das Spukhaus" steht noch! Von Martin von Matt (200 jährige Buchhandlungs-Dynastie) erfuhr ich den neuesten Stand: Der Investor hat ein Bauvorhaben für 150 Büros bei der Stadt Stans vorgelegt. Dies hat man erbost zurückgewiesen, da es auch in Stans viel Leerstand gibt. Die Sache ist also erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Falls es irgendwann einmal abgerissen werden sollte, wird man mich informieren und ich werde dabei sein. Wie reißt man in der Schweiz Holzhäuser ab? Mann fackelt sie ab, als Feuerwehrübung.

~*~

Im März 2004

bekam ich eine Todesanzeige aus der Schweiz - Herr H., unser Verschwörungstheoretiker, ist tot.
Von ihm wusste ich, dass er sterbenskrank war. Ich mochte ihn sehr gerne. Er war so ein Louis Trenker-Typ und ist allein auf das Matterhorn geklettert!

Er hat über seinen Sohn, ein Anwalt, noch viele interessante Dokumente ans Licht gebracht.
Es zeigt sich, dass es Melchior Joller wirklich an den Kragen ging. Es gab Gerichtstermine wegen nicht zurückbezahlter Schulden. Das Staatsarchiv hat bei Frau H. angefragt, ob sie sein Archiv bekomme.

Es sieht sehr gut aus. Also, noch etwas in Geduld üben! (Fällt mir schwer) Wie geht es weiter?
Mein Gefühl sagt mir, dass ich mich auf einen längeren Zeitraum einrichten muss.
Was dann? Wie geht es dann weiter? Wie im Film. Dort sagt der Ich-Erzähler: "Familiengeheimnisse brauchen Zeit, und ich brauche Geduld. Rätsel ziehen mich immer schon magisch an und - lassen mich nicht mehr los..."

~*~

Was steht in der geheimen Schrift?

a) Am wahrscheinlichsten ist die "spiritistische Hypothese": Seine Großmutter ist ihm in jener Nacht erschienen. Solch eine Schrift kann man getrost im Familienarchiv aufbewahren.

b) Am zweit-wahrscheinlichsten ist, dass er das Spuk-Modell von Lucadou erfahren hat: Der Spukagent war er selbst (oder seine Frau?), der Spuk hatte was mit verborgenen Familienkrisen zu tun.

c) Die These, dass in der Schrift vom misslungenen Komplott mit den Ultras die Rede ist, finde ich unwahrscheinlich. Er war unter Schock nach dieser Nacht. Er war weißhaarig geworden. Wenn er Verfehlungen hätte beichten wollen, dann hätte er es ja mündlich tun können. Sie zu veröffentlichen nach all dem, macht keinen Sinn.

~*~

6. Dezember 2004

Zeitungsausschnitt von Dreharbeiten vor dem "Spukhaus in Stans". Es war für eine Reihe im DRS -Fernsehen über Geister und Spuk. Neben dem Foto sah man ein S/W-Foto von dem mittlerweile berühmten Arnold Odermatt - der Polizist mit den seltsam poetischen Unfall-Fotos!
Im rechten oberen Drittel sieht man etwas Merkwürdiges über dem Haus schweben. Es sieht aus wie ein Rollschuh. Arnold Odermatt hat das Dia(!) im Labor untersuchen lassen. Niemand fand bisher eine plausible Erklärung dafür.

~*~

2.September 2005

Lukas Vogel, vom Kulturamt in Stans/Luzern, hatte mich eingeladen. Wie jedes Jahr kommen die Kultur-Vertreter der Inner-Schweiz zusammen. Ein Ort richtet das Treffen mit Programm aus.

Lukas Vogels Idee war, das "Spukhaus-Projekt" vorzustellen. Dafür hatte ich eine 25-Minuten-Fassung geschnitten. Es waren ca. 25 Leute im Winkelried-Haus. Der Film kam gut an und noch beim Essen danach wurde heftig diskutiert. Ich traf B. Sie will im Herbst in ihrem eigenen Verlag (Edition B.) das Joller-Tagebuch neu herausbringen: "Selbsterlebte mystische Erscheinungen"

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Im Juni 2006

Ich werde in der Kunsthalle-Düsseldorf an einer Gruppenausstellung teilnehmen. (www.kunsthalle-duesseldorf.de) Dort plane ich, von der Dachkammer aus dem Joller Haus inspiriert, eine begehbare Skulptur zu zeigen. Im Inneren erfährt man dann, wie an einem Tatort, von dem berühmten Spuk in der (siehe auch "Das Spukhaus von Stans") Speichermatt zu Stans.
Die Installation werde ich mit unterschiedlichsten Medien ausstatten: Mit Büchern, Faksimiles, Texten, Objekten und 6 Fragmenten aus meinem Film auf verschiedenen DVD-Playern.

~*~

Am 11. Juli 2006

mache ich in der Kunsthalle nachfolgende Veranstaltung: "Von Geistern und Spukteilchen"

Ein Abend im Spannungsfeld zwischen Kunst, Wissenschaft und Medien.
Kunsthalle Düsseldorf, 11. Juli, 19.30 Uhr.

Der Abend ist eine Premiere in mehrfachem Sinne. Ich zeige Ausschnitte aus meinen Dokumentarfilmen über Geister und Spuk und bisher noch nicht gezeigtes Material. Außerdem gibt es eine Begegnung der besonderen Art: Ein Quanten-Physiker (N.N.) trifft auf den Physiker und Spukforscher Dr. Walter von Lucadou. Was beide verbindet sind die so genannten "Spukhaften Erscheinungen".

Die Idee zu dieser Begegnung bekam ich, als ich entdeckte, dass in beiden Wissenschaftszweigen der SPUK eine wichtige Rolle spielt. Während die Arbeit am Quanten-Computer seit einigen Jahren auf zunehmendes wirtschaftliches Interesse stößt, hat die Spukforschung oft damit zu kämpfen, in die Esoteriker-Ecke gestellt zu werden. Könnte es nicht sein, dass es sich um ein Naturphänomen handelt, bei dem allein die Betrachtung und die Dimension unterschiedlich ist? Beide Wissenschaftler arbeiten mit ähnlichen Systemen und Theorien.

Spuk geschieht dann auf der Micro-Ebene und gleichzeitig auf der für einen Beobachter sichtbaren Macro-Ebene. Sind dies vielleicht die "zwei Seiten der Medaille" die wir Wirklichkeit nennen?

Ich erfülle mir mit diesem Abend einen lang gehegten Wunsch. In meiner künstlerischen Arbeit geht es ihm (geht es wem?) immer um Überschreitung von Grenzen und Genres. Es verspricht ein spannender Abend zu werden, ein Abend in der Kunst und Wissenschaft gemeinsam versuchen, einem Welträtsel ein Quäntchen näher zu kommen.

~*~

www.das-Spukhaus.de

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Vita von Volker Anding

Volker Anding, Jahrgang 1955, studierte in Wuppertal Kommunikationsdesign. Nach seinem Diplom absolvierte er ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Irmin Kamp und wurde 1980 zum Meisterschüler ernannt.

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Ab 1980 entstanden erste Video-Kunst Projekte, Clips und Kurzfilme. Die Arbeiten von Volker Anding wurden von Sammlern gekauft, in zahlreichen Ausstellungen und auf internationalen Festivals gezeigt und von Fernsehsendern im In- und Ausland gesendet.

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1986 erhielt er für seinen Dokumentarfilm "Der Fall des Elefanten'" den Adolf Grimme Preis für Buch und Regie.

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1989 entwickelte er "Donners' Tag" ein Kunst-Comedy-Format für den damaligen Kulturkanal 'Kanal-4' (auf RTL und Sat1). Bis 1994 schrieb und inszenierte er 40 Folgen dieses Magazins.

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1990 erhielt er dafür den Adolf Grimme Preis.

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Ab 1994 verlagerte sich sein Schwerpunkt auf Dokumentationen. Insbesondere interessierte er sich für die Grenzbereiche aus Wissenschaft, Kultur und Psychologie.

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1999 wurde Herr Anding für den 90 minütigen Dokumentarfilm 'Ratten' (Co-Autor: Enno Hungerland) mit dem Adolf Grimme Preis für Buch und Regie ausgezeichnet.

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Ab 2000 ist er auch als Produzent mit eigenem Schnitt-Studio tätig und produziert seine Filme überwiegend selbst.

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Seit 2002 ist Volker Anding als Dozent für Drehbuchentwicklung und Schnittdramaturgie am
"Institut für Musik und Medien" der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf tätig.

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GeisterNet-Interview mit Volker Anding


GeisterNet:
Seit 1986 sind Sie bereits im Filmgeschäft tätig, ihr Schwerpunkt liegt im Dokumentationsbereich. Wann haben Sie die Grenzwissenschaften für sich entdeckt und was möchten Sie mit ihren Dokumentationen den Menschen näher bringen?

Volker Anding:
Die Parapsychologie hat mich im Fernsehen in den 70er Jahren kalt erwischt. Dort sah ich Prof. Bender und den Fall Rosenheim. Da fragte ich mich, ob an den Erlebnissen, die Edgar A. Poe, Stevenson etc. erzählen, vielleicht doch etwas Wahres dran ist.


GeisterNet:
Wie sind Sie auf den Fall "Spukhaus in Stans" bzw. Melchior Joller aufmerksam geworden und was war es, das Sie dazu veranlasste, der Geschichte der Familie Joller auf den Grund zu gehen?

Volker Anding:
Ich entdeckte in einem Antiquariat in Leipzig SPUK - EIN RÄTSEL DER MENSCHHEIT von Fanny Moser. Dort ist das Tagebuch von Melchior Joller abgedruckt. Die Geschichte zog mir schlicht die Schuhe aus. Ich habe mir sofort ein Bahnticket gekauft und bin hingefahren.


GeisterNet:
Wie lange haben Sie für die Recherchen "Das Spukhaus in Stans" gebraucht, um letztendlich mit Ihrem Dokumentarfilm anfangen zu können?

Volker Anding:
Ich habe mir vor der Reise eine DV-Kamera gekauft und die Recherche sofort mitgedreht. Davon ist auch einiges im Film gelandet. Als ich dort erfuhr, dass das "Spukhaus" bald abgerissen werden soll, habe ich mich sehr beeilt und versucht, mit meinem Filmkonzept ZDF/ARTE zu interessieren - mit Erfolg!


GeisterNet:
In der Dokumentation ist auch Dr. Walter von Lucadou zu sehen. Wie haben Sie Dr. Walter von Lucadou kennen gelernt und was denken Sie über seine Arbeit als Parapsychologe?

Volker Anding:
Der Film "Geister sind auch nur Menschen" ist ein Portrait über seine Arbeit. Er ist ein kreativer Wissenschaftler, der nie seinen Humor verliert.

 

GeisterNet:
In der Dokumentation sind einige seltsame Begebenheiten zu sehn, unter anderem, wie sich des Nachts eine Tür wie von Geisterhand öffnet! Was haben Sie gedacht, als Sie die Auswertungen des Filmmaterials vorgenommen hatten?

Volker Anding:
Ein Geschenk für jeden Dokumentarfilmer!

 

GeisterNet:
Ist es Ihrer Meinung nach wirklich möglich, dass Orte oder Personen von "Geistern" heimgesucht werden, oder sind Sie davon überzeugt, dass alles eine natürliche Ursache haben kann?

Volker Anding:
Überzeugt bin ich davon, dass wir trotz wissenschaftlicher Fortschritte mehr Fragen als Antworten haben. Ich glaube nicht an Übernatürliches. Wenn es Spuk gibt - tausende von Erfahrungen sprechen dafür - dann gehört es zur Natur, wie Blitz und Donner. Den Kugelblitz hat man bis heute noch nicht vollständig erklärt. Weil Kugelblitze selten sind und es wenige Zeugen gibt, werden sie von vielen Wissenschaftlern angezweifelt. Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass man Phänomene, die man nicht erklären konnte, oft als Teufelswerk bezeichnet hat. So war es noch vor 200 Jahren sehr gefährlich zu behaupten, dass manchmal Steine vom Himmel fallen. Heute weiß jedes Kind, dass es Meteoriten gibt.


GeisterNet:
Wie wird es mit "Das Spukhaus in Stans" weiter gehen? Wird es eine weitere Dokumentation mit einem möglichen Ende bzw. des Rätsels Lösung geben?

Volker Anding:
Hoffentlich gibt es eine Lösung des Rätsels! Dokumentarfilm ist leider kein Wunschkonzert. Aber Rätsel ziehen mich immer schon magisch an und lassen mich nicht mehr los. Ich bleibe dran...

 

GeisterNet:
Sind von Ihnen noch weitere Dokumentationen im Bereich der Grenzwissenschaften geplant und wenn ja darf man erfahren, was uns erwarten darf?

Volker Anding:
Siehe oben: Ich habe, seitdem der Film fertig ist, schon wieder mindesten 6 Stunden Filmmaterial gedreht. Sobald ich das Rätsel löse, beginnt sofort der offizielle zweite Teil des Films. Vielleicht wirkt ja die Neu-Edition des Tagebuchs von Melchior Joller wie ein Kick für die "Wächter des Archivs" in Rom.


GeisterNet:
Abschließend noch eine Frage. Glauben Sie an ein Leben nach dem Tode? Oder sind Sie der Überzeugung, dass mit dem Ableben wirklich alles vorbei ist?

Volker Anding:
Ich bin überzeugt davon, dass man es nicht herausfinden kann; denn sonst wüsste man es hier und jetzt ja schon. Ich lass mich überraschen.



 

 
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