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Kreuz "an der Linde" |
Nebet*Ankh

Erscheinung
  

Dabei seit: 23.02.2010
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| Kreuz "an der Linde" |
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Hallöchen!
Durch Zufall bin ich dort heute Mittag vorbeigekommen und hab gleich mal etwas Recherchiert!
Also:
Das Kreuz "an der Linde" ist ein weißes Sandkreuz und steht auf der Höhe zwischen Michelbach und Nunkirchen. Es ist umgeben von einer Ulme und einer Linde und wird auch "Schwedenkreuz" genannt. Vorallem die Linde hat eine traurige Vergangenheit und kostete schon vielen Menschen das Leben. Die Spuren reichen bis ins Mittelalter und sind heute noch zu sehen. Dort wurden früher viele Menschen enthauptet oder zur Abschreckung an den Ast, der genau über dem Kreuz ragt, aufgehängt. Die Einkerbung an denen der Strick hing sind heute noch zu sehen. (Leider hab ich es verpasst ein Bild von dem besagten Kreuz und Ast zu machen, aber das kommt noch!
)
Die bekannteste Geschichte ist aber folgende:
Im Winter 1634/35, während des Dreißigjährigen Krieges, zogen schwedische und französische Truppen durch das Saarland, um in Frankreich Schutz und Hilfe zu suchen. Ein berittener Vortrupp kam nach Nunkirchen um Quartier zu machen und Lebensmittel zu bekommen. Viele dieser Soldaten waren wilde Burschen, die die Bewohner ausraubten. Einer drang sogar in die Kirche ein und raubte aus der Sakristei goldene Schätze. Aus dem Tabernakel stahl er die Monstranz, und die Hostien schleuderte er aus dem Kelch auf den Boden. Als der Truppenführer von dieser Schandtat erfuhr, befahl er diesen Burschen zu sich. Er rief mit empörter Stimme: "Habe ich nicht befohlen, die Kirchen in Ruhe zu lassen? Sollen wir auch noch den Herrgott zu unserem Feinde haben? Diese Tat muss mit dem Tode bestraft werden. Ergreift ihn und bindet ihn an diese Linde! Eine Kugel ist für ihn zu schade. Legt ihm den Strick um den Hals und hängt ihn auf!" So geschah es. Mitleidige Nunkircher, unter ihnen auch der Küster, erkannten ihn als den Kirchenräuber und waren ergriffen. Sie beerdigten ihn an derselben Stelle und setzten ein Birkenkreuz auf sein Grab. Seitdem heißt dieses Kreuz "Schwedenkreuz". Das Holzkreuz wurde mehrmals erneuert, bis man ein Steinkreuz dort errichtete.
Und hier mal ein Bild von dem Kreuz das ich im Netz gefunden hab:

LG Nebet

"Man hat nicht vor den offensichtlichen Fakten Angst, sondern davor die Kontrolle zu verlieren!"
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03.03.2010 17:46 |
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Mysti

Gespenst


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Interessante Geschichte!
Weißt du, ob es da irgendwie "Aktivität" gibt? Hast du selber mal Fotos von dieser Stelle gemacht?
Lese grade, dass du das noch machen willst. Würde mich echt mal interessieren!
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07.03.2010 14:05 |
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Jane-Doe

Rumpelgeist

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Hallo,
Ist die besagte Linde, die Linde auf dem Foto? sie wäre dann gut und gerne 400 Jahre alt...
Woher hast du die Geschichte und was hat dich zur Recherche veranlasst?
Finde sowas immer interessant.
Zum Thema Schwedenkreuz habe ich folgendes gefunden:
| Zitat: |
Ein Flurkreuz (auch: Weg(e)kreuz, bairisch: Marterl) ist ein Kreuz an einer Wegkreuzung, an einem Weg oder einer Straße, am Feldrand oder im Wald. Es kann aus Holz, Stein oder Metall bestehen. Häufig sind Flurkreuze als Kruzifixe gestaltet. Steinkreuze werden auch Hussitenkreuze, Schwedenkreuze oder Sühnekreuze genannt. Im Münsterland sind an vielen Stellen Hofkreuze zu finden. Sie gehören zu Bauernhöfen und stehen meistens an öffentlichen Wegen in der Nähe der Hofzufahrt.
Flurkreuze findet man besonders häufig in katholischen Landstrichen. Die meisten entstanden schon in den vergangenen Jahrhunderten und wurden von der damaligen Bevölkerung als Zeichen ihres Glaubens errichtet. Einige von ihnen sind an Orten aufgestellt, an denen zuvor entweder ein Unfall oder ein Verbrechen geschah. Die Sitte, an Straßenstellen, wo Menschen tödlich verunglückt sind, ein Unfallkreuz aufzustellen, hat sich mittlerweile weltweit verbreitet. Sonderformen stellen das Mordkreuz und das Pestkreuz dar. Viele Flurkreuze dienten aber einfach als Wegemarkierungen zur Kennzeichnung schwieriger oder gefährlicher Stellen oder als Hinweis auf Wegekreuzungen. In Wanderkarten werden Flurkreuze oder Bildstöcke zur Orientierung eingetragen. An einigen Kreuzen befindet sich eine Inschrift, aus der zu ersehen ist, warum das jeweilige Kreuz aufgestellt wurde und von wem.
In einigen Gegenden bestehen Flurkreuze größtenteils aus Holz (z. B. dem Alpenraum). Vom kleinen unscheinbaren bis hin zu den aus starken Balken gezimmerten Kreuzen ist jede Größe vertreten. An manchem Kreuzen befindet sich eine kunstvoll geschnitzte Christus-Figur. Wurde ein hölzernes Flurkreuz im Lauf der Jahrzehnte morsch oder baufällig, restaurierte man es oder stellte ein neues an dem betreffenden Ort auf.
In den meisten Gegenden (z. B. dem Rheinland) sind Flurkreuze jedoch aus Stein und damit weitaus dauerhafter. Gerade im Rheinland sind allerdings viele Kreuze während der französischen Besetzung (1794-1814) verloren gegangen, da hier im Zuge der Säkularisierung Wegekreuze verboten waren. Nur wenige Kreuze konnten von der Bevölkerung versteckt werden und sind so ihrer Vernichtung entgangen.
Ursprünglich waren die Steinkreuze von gedrungener Form und mit ihrer Höhe von etwa einem halben Meter deutlich kleiner als hölzerne Flurkreuze. Im 19. Jahrhundert wurden dann (zumindest im Rheinland) deutlich größere Steinkreuze errichtet.
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quelle: Wikipedia
Nachtrag: habe das noch gefunden:
Schwedenkreuz: Altes Wegkreuz. Der Begriff stammt aus der Zeit der Schwedenkriege (Dreißigjähriger Krieg von 1618 bis 1648).
Nachtrag2: im WWW gibt es viele Geschichten zur Entsteheung des Schwedenkreuzes, die reichen tlw. sogar noch weiter zurück als der 30 jährige Krieg.

LG Jane-Doe
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Unerklärliche Phänomene bestehen aus...
40 % Zufall, 70 % Bessesenheit, 10 % Wahrheit und ergeben so 120% Grusel!
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11.03.2010 10:25 |
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Firespark
Hauch

Dabei seit: 14.08.2008
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Im Buch "Sagen, Märchen und Legenden aus dem Saarland" (ISBN: 3-8124-0068-5 Saarbrücker Zeitung ) findet man auch die Geschichte "Der Geist am Steinkreuz bei Nunkirchen"
Diese Geschichte erzählt die Geschichte des Kreuzes unter der Linde auf einem Berg bei Nunkirchen. Im Dreisigjöährigen Krieg kamen plündernte Truppen nach Nunkirchen, einer der Männer verlangte vom Küster das dieser ihm die Kelchen und Mnstranz und alles Kostbare aus der Kapelle geben solle. Als der Küster sich weigerte ertach der Soldat ihn und lünterte die Kapelle. Dieser Soldat kannte das Gebiet gut und diente auch anderen Truppen als Führer. Als er einmal wieder nach Nunkirchen kam rühmte er sich am Friedhof seiner Tat. Der Anführer dieser Truppen lies über ihn zu Gericht sitzen und er wurde zum Tode durch den Strick verurteilt.
Seither wollen Anwohner immer wieder den Geist des Veruteilten sehen. An der Linde sitzend oder auch hängend. Einige breichten das sie von ihm des Nachts verfolgt wurden.
Die gleiche Geschichte findet man auch unter diesem Link etwas anders erzählt. Allerdings geht aus dieser Geschichte hervor das es das Schwedenkreuz nichtmehr gibt:
http://www.wad-nun.de.s15210274.onlineho...asSchwedenkreuz
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11.03.2010 19:11 |
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