// AntiAdBlock
Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]
// AntiAdBlock

Schloss Bontida

Wenn man die nördlichen Ausläufer von Cluj hinter sich lässt, und ca. 20 Meilen die Hauptstraße entlang fährt, erreicht man das Schloss Bontida. Dass Schloss gehörte einst dem einflussreichen Geschlecht der Bánffy. Die Familie Bánffy hatte auch ein Palais in Cluj erbaut, in dem ihr Landsmann, der Komponist Franz Liszt (1811 - 1886), häufig zu Gast war und mehrere Konzerte gab.

Beim Näherkommen bemerkt man mehrere zerbrochene Statuen, die auf dem Hof verstreut liegen. Auf dem einst gewaltigen Gebäude findet man die Reste des Wappen der Bánffy. In der Ferne erhebt sich der Turm einer verfallenen Kapelle und dahinter erstreckt sich ein riesiger Park. Die zahlreichen uralten Bäume sind von Krähen bevölkert, die mit einer wahren Kakophonie die Kommenden empfangen.



Aufgrund ihrer ungarischen Herkunft war die Familie Bánffy bei den meisten Einheimischen nicht sehr beliebt. Zudem sollen sie sehr bösartig gewesen sein, dass sich kein anderes Lebewesen im Schloss aufhalten durfte. Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss als Hauptquartier von den Nazis genutzt, die es dann in Brand steckten. Danach soll eine Gruppe von Zigeunern die Ruinen für eine kurze Zeit bewohnt haben, doch eines Nachts verschwanden sie plötzlich; niemand weiß warum.

Im großen Haus erwarten einen scheinbar endlose Labyrinthe von Zimmern, deren bröckelnder weißer Verputz den alten Wänden eine geisterhafte Blässe verleiht. Das Schloss und Anwesen stehen seit Jahren in einem geisterhaften Ruf.



Vor vielen Jahren hatte sich ein tragisches Ereignis zugetragen: Die Bánffys waren talentierte Reiter, und eine ihrer Töchter, ein wunderschönes und eigensinniges junges Mädchen, verliebte sich in einen verrufenen Edelmann, dessen Anwesen in der Nähe lag. Sie pflegte oft auszureiten, um ihn heimlich zu treffen, doch einer der Stallburschen der Familie wusste von ihre Affäre und drohte, da er eifersüchtig war, alles ihrem Vater zu verraten. In ihrer Verzweiflung, die Romanze geheim zu halten, verführte das Mädchen den Stallburschen und erstach ihn, während sie noch beieinander lagen. Danach vergrub sie seine Leiche auf dem Gelände. Der Geist dieses unglücklichen jungen Mannes wurde noch lange Jahre auf dem Anwesen gesehen. Es scheint, als ob seine Leiche nie gefunden wurde, so dass seine Seele nun kein Frieden findet.


Liegt hier irgendwo die Leiche des Stallburschen vergraben?

Artikel vorlesen lassen:



 
Zum Anfang