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Xochimilco – Insel der Puppen

Xochimilco, eine Insel im Süden von Mexico-City. Berühmt für seine schönen Gärten, malerischen Kanäle und seine alten Geschichten. Tausende von Touristen pilgern jährlich durch die landschaftlich reizvollen Kanäle um dort die hängenden Gärten zu bestaunen.

Tief versteckt in diesen Kanälen, fernab der üblichen Tourismusrouten gibt es jedoch einen unheimlichen Sumpf. Dicht bewaldet mit zotteligen Bäumen. Alle behangen mit zerbrochenen alten Puppen, die mit toten Blicken auf Besucher starren. Ein Anblick der jedem einen eiskalten Schauer beschert.



1951 ertrinkt hier ein junges Mädchen. Ein tragischer Unfall dessen Umstände nie ganz geklärt werden konnten. Damals wird die Insel bewohnt von Don Julián Santana Barrera, ein Blumenzüchter der auch die Leiche des Mädchens, bei der Verrichtung seiner Arbeit schließlich fand.

Barrera berichtete kurz nach dem Vorfall das er immer wieder laute Stimmen, jämmerliches Wehklagen und Weinen des Nächtens höre. Schließlich erscheint ihm auch eine geisterhafte Gestalt. Die Gestalt des kleinen Mädchens das er vor einiger Zeit tot treibend vor seiner Chinampa aufgefunden hatte.



Eines Morgens treibt eine alte Puppe ans Ufer seiner Behausung. Barrera fischt das Spielzeug aus dem Wasser und bringt sie ins Haus. Dieses Ereignis wiederholt sich nun seltsamerweise die darauf folgenden drei Tage. Der Blumenzüchter stellt fest, dass mit steigender Zahl der Puppen die Stimmen leiser werden, die ihn seit längeren um den Schlaf bringen. Er beginnt damit auf Streifzügen durch die nahe gelegene Stadt Müll zu durchwühlen und sammelt von nun an sämtliche Puppen die er finden kann. Entgegen seiner Hoffnung verstummen die Stimmen jedoch nicht. Zur Abschreckung des Geistes verstümmelt er nun die Puppen grausam und drapiert damit die umliegenden Bäume, Büsche und Sträucher. Auf diese Art und Weise wächst fortan über Jahrzehnte das Freiluftkabinett des Grauens.

Am 17. April 1991 hat Barrera seinen Neffen Anastasio zu Besuch. Ihre gemeinsame Zeit verbringen sie zum Angeln in den fischreichen Kanälen. Der Blumenzüchter präsentiert mit Stolz einen 5 Kilo-Fisch der ihm zuvor fast entkommen wäre. Nach der ersten Euphorie über den geglückten Fang spricht Barrera zu seinem Neffen, in der Situation ungewöhnlich leise und ruhig: "Die Sirene hat gerufen. Ich werde jetzt singen, damit sie mich nicht mitnimmt, und Du pass auf Dich auf!“



Anastasio begibt sich, sichtlich verwirrt über die Aussage seines Onkels, auf die Kuhweide um das Vieh zu beaufsichtigen. Als er zurückkehrt ist sein Onkel spurlos verschwunden. Man findet ihn schließlich tot an derselben  Stelle an der auch das junge Mädchen ertrank.

Seit dem Tod Barreras häufen sich die Geschichten um diesen unheimlichen Ort. Die Menschen erzählen, dass die Puppen lebendig wurden und ihren Sammler töteten. Tatsächlich berichten nächtliche Besucher, dass sie die Puppen gesehen haben wollen. Lebendig umher wandernd durch die unheimlichen Bäume der Insel.




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