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 St. Katherine´s Nunnery

(County Limerick, Republik Irland)

Eine einsame und geheimnisvolle Aura umgibt diese geisterhaften Ruinen. Sie sind fast vollständig von Dickicht und verkrüppelten Bäumen bedeckt und lassen die vergangenen Ausmaße der Anlage erahnen.

Über die Geschichte des augustinischen Klosters ist wenig bekannt, so schreibt es der Historiker John Wardell in der Irish Archaeological Journal im Jahre 1904. Die Ersterwähnung ist im Jahre 1298 in der Inquisition, doch Urkunden ihrer Gründung existieren nicht, was bei der Größe und Wichtigkeit des Klosters sehr überraschend ist.

Viele Legenden übersinnlichen Ursprungs ranken sich um dieses Kloster. Eine davon handelt vom Earl of Desmond und seiner Gräfin. Nach einer der unzähligen Schlachten zwischen den Butlers und Geraldines, flohen diese aus ihrem belagerten Schloss. Auf dessen Flucht wurde die Frau von einem Pfeil schwer verletzt, worauf sie das Bewusstsein verlor. Der Graf glaubte sie sei tödlich getroffen und flüchtete mit ihrem vermeintlich leblosen Körper zum verlassenen Kloster. Dort vergrub er sie eilig unter dem Altar der Hauptkapelle. Nach dieser Tat reiste er mit gebrochenem Herzen weiter nach Askeaten. Doch die unglückselige Gräfin war nicht tot, so heißt es, sondern wurde bei lebendigem Leibe begraben. Ihr ruheloser Geist soll noch heute an dem Ort ihres schrecklichen Todes umher spuken.

Angeblich wurde das Nonnenkloster 1640 vom Papst Urban VIII. wegen einer bösen Äbtissin aufgelöst.
Ihre sexuellen Ausschweifungen und "schwarzen Künste" sollen die Einheimischen beängstigt und zutiefst empört haben, was wohl zur Auflösung beitrug. Die anderen Nonnen verließen das Kloster alsbald und die Äbtissin blieb allein zurück. Sie soll ein so hohes Alter erreicht haben, dass ihr Gesicht "ziemlich schwarz" wurde. All die Jahre versteckte sie sich in der Sakristei, bis sie dort einsam und allein starb. Später wurde der Raum als " Zelle der schwarzen Hexe" bekannt.

Noch viele Jahre später fand man in den umliegenden Ländereien zahlreiche Skelette. Ihre Herkunft oder Namen sind bis heute ungeklärt. Stille namenlose Zeugen der Vergangenheit…

 

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