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 Amityville

Der Mord in 112 Ocean Avenue

Mittwoch, 14 November 1974, Amityville, Long Island. Alles ist ruhig im Haus Nr. 112 in der Ocean Avenue. Die gesamte Familie DeFeo, abgesehen vom ältesten Sohn Ronnie, liegt in ihren Betten und schläft.


Die Kinder der DeFeos

Ronnie sitzt in seinem Zimmer und sieht sich einen Film im Fernsehen an. Als er plötzlich aufsteht, sich ein Gewehr nimmt und sein Zimmer verlässt. Er bleibt vor dem Schlafzimmer seiner Eltern stehen und öffnet leise die Tür, wartet einen Moment und beobachtet seine schlafenden Eltern, Louise (42) und Ronnie DeFeo Senior (43). Er nimmt sein Gewehr und feuert zwei mal auf seinen schlafenden Vater, hält einen Moment inne und schießt zwei weitere male auf seine Mutter. Er verlässt das Schlafzimmer, niemand im Haus ist durch die vier abgefeuerten Schüsse aufgewacht.

Er betritt das Kinderzimmer seiner Brüder John (9) und Marc (12), hält zwischen den beiden Betten und feuert je einen Schuss auf seine schlafenden Brüder ab. Marc erliegt seinen Verletzungen sofort, während John mit dem Tode kämpft und letztendlich den Kampf verliert.

Ronnie verlässt das Zimmer seiner Brüder und geht weiter zu seinen beiden Schwestern. Dawn (18) und Allison (13) schlafen weiterhin, trotz 6 abgefeuerter Schüsse. Er gibt zwei weitere Schüsse in die Köpfe der Mädchen ab, beide erliegen ihren Verletzungen sofort.
   

Er verlässt das Schlafzimmer der Mädchen, geht ins Bad, wäscht sich in aller Ruhe, nimmt seine blutigen Kleidungstücke und bringt sie in sein Auto. Anschließend fährt er nach Brooklyn und entsorgt sie dort in einem Abwasserkanal. Gegen 6 Uhr morgens erscheint er wie gewohnt auf der Arbeit, er lässt sich nichts anmerken, versucht hin und wieder seine Familie telefonisch zu erreichen und lässt seine Arbeitskollegen wissen, dass er sich langsam Sorgen mache, weil niemand zuhause ans Telefon geht.

Gegen Nachmittag trifft er sich mit Freunden und erzählt auch ihnen, dass er sich Sorgen mache. Schließlich um 18 Uhr stürmt er aufgeregt in eine nahegelegene Bar, in der er sich mit einem Freund verabredet hatte. Er berichtete, er hätte die Leichen seiner Eltern gefunden, jemand hätte seine Familie erschossen. Gemeinsam mit anderen Gästen der Bar eilen sie zum Haus in der Ocean Avenue 112. Joey Yeswit, ein Barmann, ruft von dort letztlich die Polizei.
 

Hier das Protokoll des Originaltelefonats:

Operator: "Suffolk County Police. Wie kann ich Ihnen helfen?"

JY: "Es gab eine Schiesserei hier. Ähhm, DeFeo"

Operator: " Wie ist Ihr Name?"

JY: "Joey Yeswit."

Operator: "Können Sie das Buchstabieren?"

JY: "Ja. Y-E-S W I T."

Operator: "Y-E-S . .

JY: "Y-E-S-W-I-T."

Operator: ". . . W-I-T. Und Ihre Telefonnummer?"

JY: "Ich weiß nicht, ob sie hier irgendwo steht. Da ist..., ähh, Ich finde hier keine Nummer."

Operator: "Okay, von wo rufen Sie an?"

JY: " Amityville. Benachrichtigen Sie die Amityville Police, es ist direkt in, ähh . . .Ocean Avenue in Amityville."

Operator: "Austin?"

JY: "Ocean Avenue. Verdammt nochmal was ... ?"

Operator: "Ocean ... Avenue? Wo liegt das?"

JY: "Direkt an der Merrick Road. Ocean Avenue."

Operator: "Merrick Road. Was, ... was genau ist das Problem, Sir?"

JY: "Eine Schiesserei!"

Operator: "Eine Schiesserei. Irgendjemand verletzt?"

JY: "Häh?"

Operator: "Ist irgendjemand verletzt?"

JY: "Ja es ist, ähm, äh - alle sind tot."

Operator: "Was meinen Sie damit, alle sind tot?"

JY: "Ich weiss nicht was passiert ist. Der Junge kam in die Bar gestürmt. Er sagte seine gesamte Familie wurde ermordet und dann sind wir hierher gefahren."

Operator: "Warten Sie bitte eine Sekunde, Sir."

(Police Officer übernimmt das Gespräch)

Police Officer: "Hallo."

JY: "Hallo."

Police Officer: "Wie ist Ihr Name?"

JY: "Mein Name ist Joe Yeswit."

Police Officer: "George Edwards?"

JY: "Joe Yeswit."

Police Officer: "Wie wird das buchstabiert?"

JY: "Was? Ich wollte ... Wie oft soll ich Ihnen das noch sagen? Y-E-S-W-I-T."

Police Officer: "Wo sind Sie?"

JY: "Ich bin in der Ocean Avenue."

Police Officer: "Und die Nummer?"

JY: "Ich habe keine Nummer hier. Es steht keine Nummer auf dem Telefon."

Police Officer: "Welche Nummer hat das Haus?"

JY: "Ich weiß noch nicht mal die..."

Police Officer: "Wo sind Sie gerade? Ocean Avenue und weiter?"

JY: "In Amityville. Benachrichtigen Sie bitte die Polizei in Amityville und veranlassen Sie, dass jemand hierher kommt. Ich kenne die Familie."

Police Officer: "Amityville."

JY: "Ja, Amityville."

Police Officer: "Okay. Nun sagen Sie mir was los ist."

JY: "Ich weiß es nicht. So ein Kerl kommt in die Bar……, Kerl kommt in die Bar gerannt und sagt - seine Mutter und sein Vater wären erschossen. Wir rannten zum Haus und alle im Haus sind erschossen. Ich weiß nicht wie lange, verstehen sie? So, äh . . ."

Police Officer: "Ah, was ist die Ad ... wie ist die Adresse des Hauses?"

JY: "Uh, warten Sie. Ich sehe nach der Nummer. OK. Warten Sie. Eins-zwölf Ocean Avenue, Amityville."

Police Officer: "Ist das in Amityville oder Nord Amityville?"

JY: "Amityville. Direkt neben ... südlich der Merrick Road."

Police Officer: "Ist das direkt im Ort?"

JY: "Es ist direkt im Ort, ja."

Police Officer: "Eh, OK, wie ist ihre Telefonnummer?"

JY: "Ich habe hier keine. Es steht keine Nummer auf dem Telefon."

Police Officer: "OK, von wo aus rufen Sie an? Telefonzelle?"

JY: "Nein, ich rufe direkt aus dem Haus an, ich habe hier aber keine Nummer auf dem Telefon."

Police Officer: "Sie sind im Haus selbst?"

JY: "Ja"

Police Officer: "Wie viele Leichen?"

JY: "Ich glaube, äh, Ich weiß nicht - äh, ich glaube es sind vier."

Police Officer: "Vier?"

JY: "Ja."

Police Officer: "OK, Sie bleiben direkt vor Ort und ich benachrichtige das Amityville Village P.D., die werden sofort zu Ihnen kommen."

Nach zehn Minuten trifft der erste Police Officer namens Kenneth Geguski am Tatort ein. Er findet Ronnie DeFeo weinend am Küchentisch vor. Nachdem er die Schlafzimmer untersucht und die Leichen der gesamten Familie vorgefunden hat, ruft er Verstärkung.


Das Haus zum Zeitpunkt der Ermittlungen

Es bedarf einer forensischen Analyse, um die genauen Einschüsse der Opfer, besonders die der Mädchen, ausfindig zu machen. Zu grausam sind die Leichen zugerichtet. Was allerdings allen Beteiligten sofort auffällt ist die Tatsache, dass alle Opfer in ihren Betten, im Schlaf erschossen wurden und niemand aufwachte und das, obwohl der Mörder über zwei Stockwerke verteilt Schüsse abfeuerte. Auch hatte keiner der direkten Nachbarn irgendetwas gehört, noch nicht einmal der Hund der Familie hatte gebellt.

Es folgen weitere Befragungen und anschließend Untersuchungen. Ronnie DeFeo verstrickt sich immer weiter in Ungereimtheiten, erst hält er die Mafia für den Täter, anschließend Drogendealer und sogar seine eigene Schwester bezichtige er. Schließlich aber legt er ein Geständnis ab. Er erzählt, er hätte in der Nacht seine Familie flüstern gehört und vermutete, sie plane ihn umzubringen. So hätte er aus Notwehr gehandelt.


Ronnie in Haft

Er wird letztendlich vor Gericht gestellt und zu 6 lebenslänglichen Haftstrafen von je 25 Jahren verurteilt. Sein Anwalt, William Weber, hatte bis zuletzt versucht seine Unzurechnungsfähigkeit zu beweisen.


Ronnie "Butch" DeFeo

Damit schien die Geschichte fürs erste abgeschlossen, doch wie sich herausstellte, war dies nur der Anfang!

 

Familie Lutz und der Spuk in 112 Ocean Avenue

Die nachfolgenden Vorfälle wurden anhand von Interviews und Zeitungsberichten zusammengetragen und rekonstruiert. Sie stammen nicht aus dem Buch oder den Filmen.

Über ein Jahr hatte das Haus in der Ocean Avenue leer gestanden Eines Tages, genauer gesagt im November 1975, stieß Familie Lutz in der örtlichen Zeitung auf eine Anzeige für ein 3 stöckiges Haus direkt am Fluss mit eigenem Bootshaus im holländischen Kolonialstil in dem kleinen Küstenstädtchen Amityville. Der Preis erschien als echtes Schnäppchen - $90.000 auf Verhandlungsbasis.

Bald darauf vereinbarten die Familie Lutz einen Besichtigungstermin. Die gesamte Familie verliebte sich sofort in das Anwesen, es war genug Platz für die gesamte Familie und dazu ein Bootshaus.

Die Maklerin erzählte den Lutzes die Vorgeschichte des Hauses, dieses wurde innerhalb der Familie ausdiskutiert und ein Angebot über $80.000 wurde unterbreitet. Dieses Angebot wurde auf Anhieb vom Nachlassverwalter der Familie DeFeo, welcher als Verkäufer bevollmächtigt war akzeptiert, da es keine anderen Interessenten mehr gab.

Die Lutzes waren erst kurz verheiratet, für beide war es jeweils die zweite Ehe die sie eingingen. Kathy Lutz brachte drei Kinder mit in die Ehe, zwei Jungen und ein Mädchen namens Missy. Sie waren eigentlich eine völlig normale Durchschnittsfamilie, Kathy Lutz führte den Haushalt während George Lutz einen eigenen mittelständigen Betrieb führte.

Am 18. Dezember 1975 zog Familie Lutz in das Haus 112 in der Ocean Avenue.

Während die Familie mit dem Entladen des Transporters und dem Auspacken der Kartons beschäftigt war, schaute ein alter Bekannter vorbei. Pater Pecararo, der George Lutz während seiner Scheidung beigestanden hatte, kam um das Haus zu segnen, da Kathy ihn darum gebeten hatte.

Er wanderte von Raum zu Raum, um seinen Segen zu sprechen, als er im "Nähzimmer" angekommen war, verspürte er plötzlich eine Eiseskälte und eine Stimme hinter ihm zischte ihn an, er solle verschwinden. Verwirrt durch den Vorfall fragte er Kathy, ob das Zimmer von jemandem aus der Familie bewohnt werden wird. Kathy sagte, es werde lediglich als Spielzimmer verwendet. Als sie fragte warum das von Interesse für ihn sei entgegnete er nur, dass dieses Zimmer nicht "gesund" sei. Er wollte sich nicht weiter dazu äußern und erwähnte den Vorfall auch nicht. Die Lutzes erfuhren erst später davon.

In der ersten Nacht geschah nichts Ungewöhnliches. George fühlte sich allerdings von Beginn an kalt im Haus, ihm wurde nie wirklich warm. Er wurde besessen von der Idee den Kamin brennen zu lassen und verbrachte fortan Stunden damit Holz nachzulegen und in die Flammen zu starren.

Die Kinder verbrachten die Zeit damit die Gegend zu erkunden, nur Missy, die jüngste Tochter der Familie, hielt sich meist in ihrem Zimmer auf. Einmal fragte sie ihre Mutter "ob Engel sprechen könnten", in ihrem Zimmer wohne nämlich einer. Sie gab ihm den Namen Jody. Natürlich hielt die Familie das für ein Hirngespinst ihrer Tochter und amüsierte sich eher darüber, als dass sie sich Sorgen machten - viele Kinder im Alter von 5-10 haben eingebildete Spielgefährten.

Jedoch veränderte sich das Verhalten der Tochter. Sie erzählte von dem toten Jungen, der in ihrem Zimmer wohnte und das Jody sich wünscht, dass sie für immer dort wohnen bleibe, damit sie zusammen spielen können. Jody könne ihre Gestalt jederzeit ändern, als Teddybär, als Junge, als Schwein usw., sie könne sich sogar größer als das Haus machen wenn sie es wollte. Zwar regte sich in Kathy Lutz mittlerweile ein wenig Besorgnis, sie tat das Ganze jedoch weiterhin als kindliche Einbildung ab.

Im Laufe der Zeit mehrten sich merkwürdige Vorkommnisse, Schritte auf der Treppe, Musik aus den unteren Geschoßen ohne jeden Ursprung und das Zuschlagen der Haustür, obwohl diese verschlossen war. Es gab außerdem mehrere unnatürlich kalte Stellen im Haus. Eine im Korridor, eine im Nähzimmer, eine im Dachgeschoss und eine im Bootshaus.

Das Bootshaus übte eine magische Anziehung auf George Lutz aus, jede Nacht ging er dort hin, um die Türen zu überprüfen, ohne einen Grund dafür zu haben, es erschien ihm ein innerer Zwang zu sein. Außerdem wachte er jede Nacht gegen 3-3.15 Uhr auf. In etwa jene Zeit zu der Ronnie DeFeo seine Familie tötete. Dieses sollte bis zum letzten Tag im Haus der Fall bleiben.

Seltsame Gerüche machten sich im Haus breit, so glaubte Kathy etwa den Geruch eines sehr altmodischen Parfums zu riechen, sie beschrieb es als Parfum einer alten Frau. Eine dunkle Substanz tropfte zeitweise aus einem Schlüsselloch und einer Steckdose und die Toilette im ersten Stock spülte eine breiige, schwarze Substanz ohne jegliche Erklärung.

Als die Lutzes ein befreundetes Paar eingeladen hatten, konnten alle Anwesenden ganz deutlich Schritte auf der Treppe und im ersten Stock hören, doch niemand hielt sich zu der Zeit dort auf. Am nächsten Morgen berichteten sie, dass sie in ihrem Gästezimmer von einem kleinen Jungen geweckt wurden, der nach seiner Mutter fragte. Im Halbschlaf hielten sie das jedoch für einen Traum, als sich aber herausstellte, dass beide das gleiche erlebt hatten, wandelte sich dies. Sie rieten den Lutzes das Haus nochmals zu segnen und dabei alle Fenster zu öffnen, damit das "Etwas" aus ihrem Haus verschwinden konnte.


John DeFeo

Die Lutzes nahmen sich den Ratschlag zu Herzen und segneten das Haus am folgenden Abend. Mittlerweile waren auch sie davon überzeugt, dass mit dem Haus etwas nicht stimmte. Zumal Kathy am Tag zuvor eine unheimliche Entdeckung gemacht hatte. Sie reinigte den Keller und wollte ein Regal verrücken, als sie dahinter einen Raum entdeckte. Nur etwa 2 qm groß und komplett in Rot gestrichen. Dieser Raum war nicht in den Plänen des Hauses verzeichnet. Es befanden sich auch keine Rohre oder Ventile in dem Raum. Es wird allgemein behauptet, der Raum

wäre für den Klempner gedacht und dass hier der Zugang zu allen Ventilen gelegen hätten. Es war nichts in diesem Raum außer einer ungewöhnlich bedrückenden Atmosphäre. Harry, der Familienhund, weigerte sich diesen Raum zu betreten und kauerte sich, bei dem Versuch ihn dort hinein zu locken, in einer Ecke des Kellers und reagierte feindselig auf Versuche ihn dort heraus zu bekommen.

Die Lutzes waren gerade dabei das Haus zu segnen und gingen von Raum zu Raum, als ein ganzer Chor Stimmen ertönte und sie aufforderte: "Hört sofort damit auf"! George Lutz ist heute noch der Meinung, dass mit der Segnung die ganzen Vorkommnisse im Haus erst wirklich herausgefordert wurden. Seiner Meinung nach verschlimmerte sich das Ganze dadurch.

Telefongespräche wurden unterbrochen, besonders Anrufe bei ihrem Freund Pater Pecararo. Dieser litt seit seiner Segnung an einer Art Brandblasen an der linken Hand die nicht verheilen wollten. Im Haus spielten sich weiterhin die merkwürdigsten Dinge ab. Fenster und Türen öffneten und schlossen sich von allein. Einer der Jungen quetschte seine Hand in einem der Fenster als dieses von alleine herab fiel. Als sie zu einem Arzt fahren wollten, waren die Schwellung und alle Anzeichen einer Verletzung verschwunden.

Kathy sah ein glühendes Augenpaar durch das Küchenfenster starren und George etwas, das er als ein "riesiges Schwein" bezeichnete. Das Nähzimmer war voller Fliegen obwohl es Winter war und einmal klopfte ein Nachbar an die Tür um sich vorzustellen. Als Kathy ihn bat einen Moment zu warten und kurz darauf zurückkehrte, war er verschwunden. Nachforschungen ergaben, dass es sich nicht um einen der Nachbarn gehandelt hatte. Über die genauen Ereignisse der letzten Nacht schweigt sich die Familie nach wie vor mehr oder weniger an. "Manche Dinge seien zu schrecklich um sich daran erinnern zu wollen", so die Aussage von George Lutz. Anhand von einigen Andeutungen und Statements aus Interviews lässt sich folgendes Rekonstruieren.

Die Familie geht wie gewohnt ins Bett. Später erwacht George mitten in der Nacht, er hört etwas, was er als "Marschkapelle im eigenen Haus" bezeichnet. Doch obwohl er diese Musik schon mehrfach gehört hatte, ist diesmal etwas anders. Sie ertönt nicht aus den unteren Stockwerken, sondern scheint die Treppe heraufzukommen. Er dreht sich zu seiner Frau um und weicht erschrocken zurück. Er starrt in das Gesicht einer etwa 80 jährigen alten Frau mit runzligem Gesicht und weißen Haaren, er stößt einen entsetzten Schrei aus mit dem seine Frau aus dem Schlaf erwacht. Sie starrt in den Spiegelschrank und stößt ebenfalls einen Schrei aus, sie trägt nach wie vor das Gesicht der alten Frau. Sie selbst sieht mit eigenen Augen ihr grausiges Spiegelbild.

Aus den Kinderschlafzimmern ist ein lautes Gepolter zu hören. Es klingt, als ob die Betten krachend immer wieder zu Boden fallen oder aneinander schlagen würden. Von den Kindern ist nichts zu vernehmen. George versucht aus dem Bett aufzustehen, kann es aber nicht, es fühlt sich an als läge ein Fels auf ihm. Auch mit aller Gewalt schafft er es nicht sich zu bewegen. Er muss mit ansehen, wie seine Frau aus dem Bett gehoben wird. Sie "schwebt" ca. 40cm über dem Bett. Endlich schafft er es sich "zu befreien" und greift den Arm seiner Frau. Diese fällt zurück ins Bett, gelähmt vor entsetzen.

Wie sich später herausstellt, ging es den Kindern ähnlich, sie wurden ebenfalls daran gehindert das Bett zu verlassen um zu ihren Eltern zu gelangen. Was genau im Zimmer vorgefallen ist möchten sie nicht erzählen. Nur dass ihre Betten sich bewegt hatten.

Was in den Stunden danach geschah kann niemand sagen.

Etwa gegen 8 Uhr am nächsten Morgen ruft Kathy Lutz Pater Pecararo an. Sie berichtet ihm was passiert ist und auch er bricht sein Schweigen über den Vorfall im Nähzimmer. Er regt an, sie solle mit der Familie erstmal zu Verwandten fahren, um einen klaren Kopf zu bekommen. Familie Lutz packt nur das nötigste an Kleidung ein und fährt zu Kathy's Mutter. Als sie das Haus verlassen wollen, fangen Wände und Fenster plötzlich an zu zittern, eine "Gestalt mit Hut" (Zitat George Lutz) erscheint auf der Treppe und deutet auf die Haustür mit den Worten:

"Verschwindet!"

 

Was danach geschah - Wahrheit oder Lüge?

Die Skeptiker und wo liegt der Ursprung in dieser Theorie?

Für die nächsten paar Tage bleibt die Familie erst einmal bei Kathy's Mutter, während George Lutz sich mit allen möglichen Stellen in Verbindung setzt. Unter anderem nimmt er auch mit einem gewissen Dr. Stephen Kaplan (dessen Dr. Titel gefälscht war wie sich später herausstellte) in Verbindung.


Dr. Kaplan

Dieser sollte das Haus untersuchen, Dr. Kaplan allerdings stellte sofort Kontakte zur Presse her, um die Geschichte gewinnbringend zu verkaufen. Nur 2 Tage später kündigte George Lutz die Vereinbarung, er hatte herausgefunden, dass Kaplan sich als "Vampirologe" bezeichnete und ernsthaft auf Friedhöfen übernachtete, um "Untote Blutsauger" zu jagen. Er war überzeugt, dass die Welt von Vampiren übersäht war und übernachtete auch schon mal, nur um sich besser in einen Vampir hineinversetzen zu können, in Särgen, oder probierte einen Schluck Tierblut aus.

Kaplan allerdings hatte nun ein Problem, er hatte bereits Kontakte zur Presse hergestellt und diese wartete begierig auf Ergebnisse. Ein letztes Mal meldete sich Kaplan bei Goerge Lutz, das Gespräch beendet er mit den Worten: "Ich werde berühmt, so oder so, ich habe einen TV Sender im Rücken, der macht mich zum Star". Und genau das geschah. Kaplan wurde zum Star unter den Skeptikern.

Nur wenige Tage später erschien er in einer Talkshow mit der sensationellen Neuigkeit, dass der Fall ein Schwindel sei. Seine Forschungen ließen nur diesen einen Schluss zu.

Hierzu sei anzumerken, dass Kaplan niemals auch nur einen Fuß in das Haus gesetzt hatte, auch in den folgenden Untersuchungen sollte es nie dazu kommen. Er gab zwar weiterhin haufenweise Interviews, vorzugsweise aus dem Vorgarten des Hauses 112 Ocean Avenue, das Innere des Hauses bekam er erst zu sehen, als er die nachfolgenden Besitzer des Hauses dazu bat, ihn dorthin einzuladen. Merkwürdigerweise tat er über Jahre hinweg, und das obwohl er behauptete alles wäre nur ein Schwindel, alles Erdenkliche, um einmal das Haus betreten zu können.


Dr. Kaplan vor dem Haus

Den Rest seines Lebens verbrachte er damit die Lutzes als Betrüger darzustellen und ein Buch zu veröffentlichen mit dem Titel "Die Amityville Verschwörung". Darin vertrat er die Theorie, Familie Lutz hätten mit Ronnie DeFeos Anwalt William Weber gemeinsame Sache gemacht, das Haus gekauft, nur um es schnell wieder zu verlassen, ihre Geistergeschichte gewinnbringend zu verkaufen und damit dem verurteilten Ronnie DeFeo ein Alibi zu verschaffen, er wäre zum Zeitpunkt des Mordes von einer fremden Macht besessen gewesen.

Ganz von ungefähr kam diese Theorie allerdings nicht, was uns zum zweiten Hauptskeptiker führt: "William Weber".


Wiliam Weber

Anwalt des verurteilten Ronnie DeFeo und trotz des glühenden Versuches die Unzurechnungsfähigkeit seines Klienten zu beweisen, scheiterte dieser kläglich vor Gericht.

Im Zuge seiner Recherchen über das Haus kontaktierte Goerge Lutz auch William Weber. Über ihn hoffte er weitere Details über die Vorgeschichte des Hauses zu erfahren. Hauptsächlich jedoch ob es jemals zuvor übersinnliche Wahrnehmungen im Haus gegeben hat. Bei William Weber stößt er auf sehr offene Ohren.

William Weber trifft sich einige male mit der Familie und hört sich deren Geschichte an. Er macht ihnen einen Vorschlag, er wolle diese Vorfälle publik machen in der Hoffnung, der Familie helfen zu können. Er hätte sehr gute Kontakte zu verschiedenen Stellen, im Gegenzug wollte er das Ganze in Buchform veröffentlichen und Familie Lutz einen Anteil der Gewinne zukommen lassen, um die hohen Kosten der folgenden Untersuchungen des Hauses finanzieren zu können. Denn Familie Lutz wollte das Haus nach wie vor nicht aufgeben. Man hoffte darauf das Problem lösen zu können, um wieder in das Haus zurückkehren zu können.

Doch zu einem Vertrag kam es nicht. Als die Lutzes den Namen des dritten Vertragspartner erfuhren, stellten sie alle Kontakte zu William Weber mit sofortiger Wirkung ein. Niemand anderes als Ronnie DeFeo selbst sollte dritter Vertragspartner werden.

Fortan trat auch Mr. Weber mit hoher Regelmäßigkeit vor die Presse und bezeichnete die Geschichte als Schwindel, den George Lutz und er selbst nach einigen Flaschen Wein zusammen ausgedacht haben.

Bis heute bezeichnet er Familie Lutz als Lügner, zwar verlor William Weber einige Prozesse gegen George Lutz, tritt aber dennoch immer wieder zu diesem Thema vor die Kamera.

Als dritter Part der "Skeptiker" können auch die einzelnen nachfolgenden Besitzer des Hauses in der Ocean Avenue bezeichnet werden. Allen voran Familie Cromarty. Sie bezogen das Haus nach den Lutzes und verklagten diese daraufhin auf Schadensersatz, weil ihr Haus von Touristen belagert wurde. An dieser Stelle sei die Frage erlaubt, wer zieht in ein Haus in dem eine sechsköpfige Familie erschossen wurde und eine andere nach nur 28 Tagen die Flucht ergriff, welches darüber hinaus landesweit durch unzählige Berichte zu einem enormen Bekanntheitsgrad gelangt ist und erwartet das alles ruhig bleibt?

Der Prozess wurde außergerichtlich beigelegt. Über die genauen Bedingungen schweigen sich beide Parteien aus. Es gibt Gerüchte, dass Stephen Kaplan mit den Cromartys gemeinsame Sache machte, um erstens den Lutzes zu schaden und zweitens die Geschichte als Lüge darzustellen, da sie immer wieder die Presse einluden, um zu beweisen, dass es in ihrem Hause nicht spuke.

Es hat zwar nachweislich Kontakte zu Kaplan gegeben, diese beschränkten sich aber auf Besuche im Haus. Die genauen Hintergründe wird man wohl nie erfahren. Stephen Kaplan jedenfalls starb kurz nach der Veröffentlichung seines Buches.

Famile Cromarty zog kurz danach aus. Die weiteren Bewohner haben zwar auch berichtet, dass alles mit dem Haus in Ordnung sei, aber nie einen Pressewirbel veranstaltet.

Bis heute hält sich die Verschwörungstheorie und deren Anhänger weisen auch bis heute alle Fakten in das Reich der Phantasie. Interessant jedoch ist das hierbei auch immer wieder Fakten als Schwindel angeführt werden, die nie von den Lutzes erwähnt wurden, sondern von der Presse aufgebauscht, im Buch falsch interpretiert oder gar aus dem Film entnommen wurden.

Im Laufe der Zeit wurde die Öffentlichkeit mit so vielen Fakten bombardiert, einem Buch, einem Film, unzähligen Verschwörungstheorien etc., dass es anscheinend nicht ganz einfach ist Fakt und Fiktion auseinander zu halten.

 

Was sind denn nun die Fakten?

Familie Lutz konsultierte einen Psychologen um die Ereignissen zu verarbeiten. Dieser riet ihnen, ihre Erlebnisse auf Band zu sprechen, quasi als eine Art Therapie. So nahm jedes Familienmitglied getrennt voneinander Tonbänder über ihre eigenen Erlebnisse im Haus auf. Als ein befreundeter Journalist davon hörte schlug er vor, diese einem Freund zu überlassen und sie in Buchform zu veröffentlichen. Mit einer Beteiligung am Bucherlös könne die Familie ihre finanziellen Verluste auffangen und einen Neuanfang wagen.

Man darf nicht vergessen, Familie Lutz nahm nur ein paar Kleidungsstücke aus dem Haus mit. Außer eine Holzkiste wollten sie nichts was aus dem Haus stammte zurück haben. Sie beauftragten einen Freund einen Garagenverkauf zu veranlassen, um den zurückgebliebenen Rest zu verkaufen. Die Bänder wurden dem Autoren Jay Anson überlassen. Die Familie weigerte sich aber weitere Interviews und Befragungen über sich ergehen zu lassen. So waren die Bänder alles, womit Jay Anson arbeiten konnte.

Das erklärt, warum das Buch teilweise unvollständig oder nicht in chronologischer Reihenfolge aufgeteilt ist. Die Bänder erhielten zwar die Erinnerungen, aber teilweise nicht ganz ausführlich und ohne Daten und Zeiten. Sie waren ja schließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Jay Anson beendete seinen Roman, indem er einiges selbst zusammenreimte und teils Fakten in einen anderen Zusammenhang brachte oder ein wenig reißerischer gestaltete. Die Lutzes haben nie ein Manuskript bekommen oder Korrektur gelesen. Sie erhielten das fertige Resultat ebenso wie alle anderen nach Erscheinen im Buchhandel.


Zeitungsartikel

Es folgten der bekannte Film und weitere Fortsetzungen sowie etliche Rechtsstreitigkeiten mit den Lutzes. Die fühlten sich ordentlich über den Tisch gezogen und wollten ihre eigene Version der Geschichte veröffentlichen. Doch, hier ein hoch auf Amerika, laut Vertrag haben sie die Rechte an ihren 28 Tagen im Haus und den Vorkommnissen an den Verleger abgegeben, was ihnen heute noch zusteht sind die Rechte an der Fortsetzung. Was im Klartext bedeutet, eine ahnungslose Familie wurde über den Tisch gezogen und unerfahren wie sie in diesen rechtlichen Dingen waren, mit einem windigen Vertrag gebunden, während andere sich eine goldene Nase verdienten.

Familie Lutz hat nur das Recht, ihre Erlebnisse nach der Flucht zu veröffentlichen, alles was im Haus geschah unterliegt der MGM und dem Buchverleger (Was nach dem Remake nun zu einem weiteren Prozess führt). Familie Lutz hat letztendlich an dem ganzen Fall nicht mehr verdient als unsereins nach einem 5er im Lotto, evtl. $80.000 nach Abzug aller anfallenden Kosten. Was das Haus angeht, so gibt es viele Ungereimtheiten, die auch Skeptiker nicht von der Hand weisen können.

Auf dem Grundstück selber soll früher ein Indianerfriedhof gewesen sein. Obwohl dieser Fakt von der Amityville Gemeinde vehement bestritten wird, wurde dennoch Anfang 1900 ein aufrecht auf einem Pferd sitzendes Skelett gefunden. Auf diese Art wurden seinerzeit wichtige Stammesmänner beerdigt. Das Skelett wurde ganz in der Nähe des Hauses gefunden. Auch wenn Skeptiker behaupten Indianer hätten ihre Verstorbenen nie so nahe am Wasser beerdigt. Dem kann man gegenüberstellen, dass es durch Erosion vor hunderten von Jahren evtl. keinen so breiten Fluss dort gegeben hatte.

Auf dem Grundstück stand ursprünglich ein anderes Haus, dieses wurde in den 40er Jahren an eine andere Stelle versetzt und das jetzige Haus dort errichtet. Es bestehen Hinweise, dass es auch in dem alten Haus zu merkwürdigen Todesfällen und Familientragödien gekommen sei, erst nach der Umsetzung wurde es ruhig und friedlich im Haus. Eine Bewohnerin, die vor Familie DeFeo in dem Haus lebte, soll an ihrem letzten Tag im Haus vor ihrem Auszug gesagt haben: "Wenn das Haus mich heute Nacht nicht bekommt, dann wird es das nie".

Nach ihrem Einzug im Haus soll sich die Idylle der Familie DeFeo mehr und mehr in reinen Terror verwandelt haben, Missbrauch, Gewalt und Drohungen waren an der Tagesordnung. Mr. DeFeo geriet in einen religiösen Wahn und stellte etliche Heiligenfiguren auf seinem Grundstück auf. Als er von Nachbarn nach dem Grund gefragt wurde, antwortete er nur: "Mir sitzt der Teufel im Nacken". Sechs Menschen wurden im Haus erschossen, ohne dass jemand aufwachte, ebenso hat keiner der Nachbarn etwas gehört.

Ronnie DeFeo sagte später aus, dass er das Gewehr von einer unsichtbaren Wesenheit im Zimmer bekommen hat und ihm Stimmen befohlen hätten, seine Familie zu töten.


Die Warrens

Dies sagte er auch bei seiner Gerichtsverhandlung aus, jedoch wurde dieser Äußerung von Ronnie DeFeo keine Beachtung geschenkt. Nach seinem Einzug in das Haus hatte sein Abstieg begonnen. Er wurde aggressiv, wandte sich den Drogen zu und vernachlässigte seine Familie. Bei späteren Untersuchungen im Haus mit Parapsychologen u.a. den "Warrens", einem Paar aus Brooklyn, die sich mit übersinnlichen Phänomenen beschäftigten, wurden etliche Fotos geschossen.

Eines zeigt einen Jungen im Türrahmen, der einen der DeFeo Kinder zeigt, ein anderes ein Gesicht, welches aus einer Wand ragt und den Fotografen anstarrt, dieses Foto wurde leider nie veröffentlicht und nur im Rahmen einer TV Sendung gezeigt.


John, der Sohn der DeFeos im Treppenhaus?


Ausschnittsvergrößerung

Bei den Untersuchungen in und um das Hauses herum kam man zu dem Entschluss, dass es nicht nur das Haus, sondern eben auch das Grundstück selbst ist, was die Probleme verursacht. Angeblich soll das freigelegte Skelett, einst von Kindern geschändet und der Schädel abgebrochen worden sein, um es zum spielen zu benutzen. Bis heute konnte das jedoch nicht nachgewiesen werden.

Kein anderer Bewohner des Hauses hat sich nach den Lutzes über Vorkommnisse im Haus beschwert, allerdings wurde Familie Lutz noch Jahre nach ihrem Auszug von unsichtbaren Mächten terrorisiert. Ihre Tochter Missy soll noch Jahre Kontakt zu "Jody" gehabt haben und auch das Leben der Lutzes wurde nie wieder normal - Krankheiten, unaufhörlicher Rummel um ihre Personen, fortlaufende Anfeindungen und eine Scheidung zerstörten das Familienglück der Lutzes.

Kathy Lutz verstarb 2004 nach langer schwerer Krankheit.


George und Kathy Lutz

Sowohl Stephen Kaplan als auch Jay Anson verstarben beide nach Erscheinen ihrer Bücher zum Thema Amityville.

Beide hatten während der Arbeiten an ihren Büchern einen Herzinfarkt erlitten, genau wie Hanz Holzer bei seinen Arbeiten zum Buch "Murder in Amityville", welches sich mit den DeFeo Morden beschäftigte und die Theorie vertritt, Ronnie DeFeo wäre zum Zeitpunkt der Morde an seiner Familie besessen gewesen. Dieses Buch bildete die Grundlage zum Film Amityville II - Der Besessene.

Ronnie DeFeo allerdings änderte seine Geschichte bis zum heutigen Tag praktisch jährlich. Mittlerweile behauptet er, seine Schwester hätte die Morde begangen und er hätte sie aus Notwehr getötet (Hierbei ist anzumerken, dass Ronnie die gleiche Äußerung bei seinem Verhör machte, in dem er sich ständig in anderen Versionen der Geschehnisse der Mordnacht verstrickte). Die ganze Wahrheit jedoch wird wohl nie ans Licht kommen.

 

Der Amityville Fall bleibt bis heute der berühmtesten und umstrittensten Spukfälle der Neuzeit.

 

George Lutz ist leider am 08. Mai 2006 verstorben!

George Lee Lutz, 59, aus Las Vegas, Nevada und ehemaliger Besitzer des berüchtigten "Amityville Horror" Haus, ist am Montag den 8. Mai 2006 an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben.

Das Büro des Untersuchungsrichters weist darauf hin, dass Lutz höchstwahrscheinlich in dem Wohnzimmer seiner Las Vegas Residenz gestorben ist. George Lee Lutz, der angeblich die 28 gruseligsten Tage seines Lebens in einem Long Island Haus verbracht hat, The Amityville Horror von Jay Anson beschrieben, ist mit 59 Jahre gestorben.

Am Mittwoch Nachmittag bestätigte ein Las Vegas Rechtsanwalt seinen Tod und bestätigte auch, dass es tatsächlich derselbe George Lutz ist, wie in dem Buch "Amityville Horror" beschrieben ist. Lutz hatte gerade beschlossen sich über seine juristischen Auseinandersetzungen mit MGM und Dimension Films im April zu einigen. MGM hatte gegen Lutz eine Unterlassungsklage eingereicht, wobei sie angaben, jedes Recht zu haben, ein Remake des 1979 entstandenen Originals zu machen, welches auf der Geschichte von Lutz beruht. Lutz hat dann MGM und Dimension Films angeklagt, wegen Verfälschung seines Charakters. Lutz war nicht damit einverstanden wie sein Charakter von dem Schauspieler Ryan Reynolds gespielt wurde, im Amityville Remake von 2005. Aber Papieren zufolge hatten sich die Parteien an dem Montag, dem Tag seines Todes, gerade geeinigt.

Am Montagabend des 8. Mai wurde in einem Amityville Forum ein Post veröffentlich, der angeblich von Lutz' Stiefsohn Christopher Lutz stammt. In diesem Posting gab die Person an, dass George Lutz gestorben sei. Innerhalb weniger Minuten war das Posting wieder verschwunden und das Forum wurde ohne Erklärung geschlossen. Der Schreiber, angeblich Chris Lutz, der das Posting geschrieben hatte, meinte, auch wenn sein Stiefvater George und er sich nicht mehr nahe standen, war er trotzdem froh, dass sie sich vor seinem Tod noch ausgesprochen hatten.

Das Clark County, Nevada, Büro des Gerichtsmediziners bestätigte am Dienstagnachmittag den Tod eines weißen Mannes, der als George Lutz, 59 identifiziert wurde. Offiziell bestätigt wurde auch, das Mr. Lutz eines natürlichen Todes, nämlich an einem Herzinfarkt, gestorben sei.

Das Büro des Gerichtsmediziners sagte Zeitpunkt des Todes sei ungefähr 17:30 Uhr Montagnachmittags gewesen. Man hätte die Leiche im Wohnzimmer gefunden.

2003 hat George Lutz, Katco Schreiber, Ric Osuna, wegen seinem Buch "The Night The DeFoes died", verklagt und die Verhandlungen zogen sich über 1 ½ Jahre. Der Fall wurde fallengelassen, ohne dass Lutz irgendeinen finanziellen Ausgleich bekam. Lutz und Osuna hatten immer wieder Diskussionen darüber, ob Lutz die Wahrheit über die Geschehnisse in Amityville berichtete. Osuna war immer der Meinung, dass alles eine Lüge war. Eigentlich hatte der Streit zwischen den Beiden auch nichts mit der Gerichtsverhandlung zu tun, sondern eher damit, dass irgendwann mal ein Geschäft zwischen den Beiden schief gegangen war.

Als Osuna die Nachricht von Lutz' Tod hörte, sagte er: "Jetzt wird endlich ein Lügenkapitel in der Geschichte von Amityville geschlossen. Und auch wenn ich mit Lutz nicht einer Meinung war, so wünsche ich doch seiner Familie viel Kraft während der Zeit des Trauerns.

Kathy Lutz, George's Exfrau, die mit ihm zusammen in Amityville gelebt hat, war am 17. August 2004 gestorben.            



 

 
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